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INFOBRIEF AUSGABE WIRTSCHAFT
04/2017





1. WALDNER Laboreinrichtungen macht Schritt nach vorn



Einen weiteren Schritt in Richtung industrieller Fertigung macht WALDNER Laboreinrichtungen. Ende März hat die WALDNER Unternehmensgruppe den letzten und größten Bauabschnitt am Standort in Wangen eingeweiht: die neue Produktionshalle wird in Zukunft die Fertigung von Abzügen und Medienträgern beherbergen.

Die neue Produktionshalle mit  über  10.000m² ist nun der letzte Bauabschnitt für die Standorterweiterung in Wangen im Allgäu. 15,8 Mio. Euro hat die Unternehmensgruppe WALDNER in diesen Bauabschnitt investiert – insgesamt belaufen sich die Investitionen in den letzten  Jahren für den Um- und Ausbau in Wangen auf über 27 Mio. Euro.

In den neuen Hallen werden ausschließlich Laboreinrichtungen nach den neuesten technischen Standards hergestellt. Maxime für die Standorterweiterung war, dass die Prozesse noch besser ineinander greifen können und so ein ganzheitlich modernes Unternehmen entwickelt werden kann.




2. Bindstraßenfest mit rotem Teppich



Seit Weihnachten ist die Sanierung der Bindstraße abgeschlossen. Die Straße zwischen Kreuzplatz und Eselberg hat sich zur Flaniermeile entwickelt.  Fußgänger haben deutlich mehr Raum für sich als früher auf den hohen Gehsteigen. Die Gehwege verlaufen ebenerdig mit der Straße und sind daher leichter mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator barrierefrei zu befahren. Die Gastronomie hat mehr Platz für die Außenbestuhlung als früher. Dennoch finden Autos genügend Platz zum Parken.

Gefeiert wird der erfolgreiche Sanierungsabschluss am Samstag, 20. Mai 2017, mit dem Bindstraßenfest von 11 bis 15 Uhr. Die Stadt Wangen wird vom Kreuzplatz bis zum Eselberg einen roten Teppich ausrollen. Ab 11 Uhr werden die Saloniker spielen und bei einem Sektempfang wird auch der Bindstraßenkuchen angeschnitten.

Damit es ein gelungenes Fest wird, von dem auch die Geschäfte entlang der Straße wirklich profitieren, hofft die Stadt auf möglichst viele Mitmacher. Denn wirklich rund wird die Feier – wie beim Fest zum Ende des ersten Bauabschnitts vor zwei Jahren - erst, wenn die Straße auch wirklich belebt wird.



3. Leistungsgemeinschaft richtet Dreiländertag aus



Die Leistungsgemeinschaft Handel und Gewerbe richtet ihren Dreiländertag in diesem Jahr parallel zum 35. Deutschen Klöppelspitzenkongress in Wangen aus.

Weil sich in den Tagen des Kongresses vom 21. bis 23. April 2017 in Wangen vieles um Garne und all das dreht, was sich Kunstvolles aus ihnen herstellen lässt, nimmt sich auch der Dreiländertag am Samstag, 22. April 2017 von 10 bis 17 Uhr, dieses Themas an. Zu Gast sind also nicht nur die internationalen Besucherinnen und Besucher des Kongresses, sondern auch viele Freunde Wangens aus der österreichischen und Schweizer Nachbarschaft. Ein buntes Programm in der Stadt mit rotem Faden, Fadenspiel, einer Ausstellung von Fadenkunstwerken auf dem Postplatz, einer Mitmachaktion und anderes stehen im Programm, das komplett hier zu finden ist.

Info: Sämtliche Informationen zum Dreiländertag und zum 35. Deutschen Klöppelspitzenkongress gibt es auf den Homepages www.wangen-punktet.de, www.spitze-in-wangen.de und www.deutscher-kloeppelverband.de




4. Birgit Wolf fertigt Tassen und Teller mit Spitze



Den Deutschen Klöppelspitzenkongress von Freitag, 21. April bis Sonntag 23. April 2017, in Wangen hat sich Töpferin Birgit Wolf zum Thema für neue Töpferwaren gemacht.

Tassen, die im Stil ein wenig an jene zum Stadtjubiläum erinnern, und außergewöhnliche Platten mit Spitzenmotiv sind auf diese Weise entstanden. „Ich habe einfach an vielen Orten, zum Beispiel auf Flohmärkten, nach schönen Spitzen gesucht“, sagt sie augenzwinkernd. Und dann ging das Experimentieren los.

Die Ergebnisse lassen sich sehen. Aus hellem Lehm formte sie Platten, drückte die Spitzen hinein, füllte die getrockneten Strukturen dann mit Farbe und zog zuletzt eine passende Glasur über das Produkt. Türkisfarbene Teller wurden mit einem Glasgranulat veredelt, das dem Objekt eine erstaunliche Tiefe verleiht.

Birgit Wolf wird Samstag, 22. April 2017, beim Dreiländertag mit dabei sein, wenn auf dem Marktplatz von der Leistungsgemeinschaft Handel und Gewerbe ein kleiner Markt mit Regionalen Produkten und Verkostungen organisiert wird.



5. Neu in Wangen: Sönmez Altbewährtes



Seit 30 Jahren ist die Familie Sönmez auf Märkten unterwegs. Jetzt hat sie mit Sönmez Altbewährtes in der Schmiedstraße 5 ein Geschäft für Haushaltswaren eröffnet.

Zu kaufen gibt es eine bunte Mischung von Nützlichem vom Kleiderbügel über die Handbürste bis zur Olivenholzschale oder Scheren, Reiben und vieles andere mehr. „Altbewährtes“ ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen. Denn vom Staubwedel aus Straußenfedern von der Straußenfarm in Waldburg bis hin zu Holzkochlöffeln in verschiedenen Formen gibt es hier so Manches, was schon die Mütter und Großmütter gern im Haushalt verwendet haben. Ein großer Teil der Holzwaren wird von der Familie selber oder in Zusammenarbeit mit den Allgäuer Werkstätten in Mindelheim hergestellt.

Bisher war die Familie Sönmez immer auf dem Markt – in Wangen beispielsweise am Kornhaus. Das soll auch so bleiben. Aber das Geschäft gibt es zusätzlich.

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag in 8.30 bis 13 Uhr und 14 bis 18.30 Uhr,

Samstag 8.30 Uhr bis 14.30 Uhr.




6. Land zeichnet innovative Köpfe aus



Außergewöhnliche innovatorische Leistungen von Unternehmen zeichnet das Land Baden-Württemberg mit dem Innovationspreis, dem Dr.-Rudolf-Eberle-Preis, aus.

Die Jury vergibt den Preis für beispielhafte Leistungen bei der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und technologischer Dienstleistungen sowie bei der Anwendung moderner Technologien in Produkten, Produktion oder Dienstleistungen. Ausgeschüttet werden Preisgelder in Höhe von insgesamt 50.000 Euro. Die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH vergibt im Rahmen des Wettbewerbs einen Sonderpreis für junge Unternehmen in Höhe von 7.500 Euro. Bewerben können sich kleine und mittlere Unternehmen aus Industrie, Handwerk oder technologischer Dienstleistung, sofern sie ihren Sitz in Baden-Württemberg haben, einen Vorjahresumsatz bis 100 Millionen Euro und maximal 500 Beschäftigte haben.
Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2017.

Bewerbungen werden ausschließlich online unter bewerbung.innovationspreis-bw.de entgegengenommen.



7. Unter Frauen in der arabischen Welt


Eigentlich war Gräfin Maria-Theresia von Waldburg-Zeil im Nahen Osten unterwegs, um vor allem mit arabischen Frauen Themen wie Gleichberechtigung und die Kommunikation im Arbeitsleben zu besprechen. Und eigentlich sollte es um den Wissenstransfer aus Mitteleuropa in die arabische Welt gehen. Aber sie hat festgestellt: „Ich nehme jedes Mal so viel mit, wenn ich in diesen Ländern bin.“

Die 41-Jährige Literaturwissenschaftlerin lebt im Allgäu, arbeitet als Coach für Führungskräfte sowie für GETS, einem Unternehmen, das von Wangen aus den Technologie- und Kommunikationstransfer in arabische Länder verfolgt.

Gerne gibt sie zu, dass ihr derzeitiger Beruf auch ihre Abenteuerlust stillt. Sie war schon immer unterwegs: Mit sieben Jahren schickten ihre Eltern sie von Schloss Achstetten aus nach Schottland aufs Internat. Sie wuchs also im britischen Kulturkreis auf und fühlt sich bis heute sprachlich dort mehr zu Hause als in Deutschland. Mit 16 Jahren packte sie zum ersten Mal den Rucksack für eine Reise nach Indien. Heute setzen Zollbeamte in Ländern wie dem Libanon, Ägypten oder dem Iran ihre Einreisestempel in den Pass der Gräfin.

Beeindruckt von den Unterschieden

Schuld daran ist Thomas Haberbosch, der schon lange im Nahen Osten unterwegs ist und dort insbesondere Geschäftsbeziehungen mit der Arabischen Liga unterhält. „Er wollte ein Frauenprojekt auf die Beine stellen“, erzählt Gräfin Waldburg. Und so flog sie nach Beirut und erlebte dort einen denkwürdigen Kongress arabischer Geschäftsfrauen aus 18 Ländern. „Sie waren so unterschiedlich. Allein schon im Äußeren“, sagte sie. Am eindrücklichsten sei es bei der Abendveranstaltung gewesen, die dem zwanglosen Kennenlernen diente. „Manche Frauen waren komplett verschleiert bis auf einen Schlitz in der Burka, andere trugen kurze, knappe Cocktailkleider und wieder andere hatten einen Hauch von fast nichts an“, erzählt sie und lacht über ihr eigenes Kleid. „Ich trug ein langärmliges Kleid, das mich ziemlich bedeckte. Das wäre nicht nötig gewesen.“

Allen Frauen gemeinsam sei aber eine fast unglaubliche Akzeptanz und Lebensfreude gewesen. „Man darf nicht vergessen, sie können durch die gemeinsame Sprache über sehr viele Länder hinweg miteinander sprechen. Das schöne für mich dabei: Ich habe mich nie ausgegrenzt gefühlt, sondern sehr willkommen.“

Sich auch bei der Arbeit treu bleiben

Spannend auch der rein geschäftsmäßige Kontakt bei ihrem Vortrag über „Frauen im Geschäftsleben aus deutscher Sicht“. Sie sprach über die Entwicklung der Gleichberechtigung in Deutschland und davon, dass Frauen lange um ihre Rechte kämpfen mussten. Und auch davon, dass viele diesen Kampf nicht aufgegeben haben. Resultat sei oft eine Neutralisierung der Weiblichkeit. Die Frau trete als schwaches Imitat des Mannes auf und kopiere auch seine Schwächen. Sie vertrat vor den arabischen Frauen die Ansicht, dass Unternehmen erfolgreicher sein könnten, wenn Männer und Frauen sich jeweils auf ihre Persönlichkeit besinnen würden. Gleichberechtigt zu sein bedeute nicht, gleich zu sein.

Eine ihrer Zuhörerinnen schien sich davon besonders angesprochen zu fühlen und fiel offenbar mit wüsten Beschimpfungen über sie her. Sie hatte offenkundig erwartet, dass sie ein klares Handlungsschema für den Umgang mit Männern in die Hand bekommen würde. Fünf Männer standen deshalb auf, diskutierten mit ihr und entschuldigten sich sofort bei der Referentin. Sie nahm es mit Humor: Man könne es auch als ein Kompliment verstehen, wenn ein Redner so eine Wirkung auslöse, findet sie.

Erfahrungen mit Kindern teilen

Mit ihren beiden Kindern versucht sie viel von ihren Erfahrungen zu teilen. Wenn es passt, dürfen sie mitkommen. Aber es gibt auch noch einen anderen Weg, ihnen und anderen Kindern neue Horizonte zu eröffnen: Als die Schülervertretung eine Partnerschule suchte, schlug Gräfin Waldburg eine ihr bekannte Einrichtung in Ägypten vor. Sie hatte sie während eines sogenannten Refa-Projektes kennengelernt, bei dem es um die Vermittlung von Abläufen in Industrie-Betrieben geht.

Die Schüler seien begeistert gewesen von der Idee, mit einer Schule in einem ihnen fremden Land Verbindung aufzunehmen. Und sie hätten letztlich auch ängstliche und skeptische Eltern überzeugt, die von der Idee zunächst überhaupt nicht angetan waren. Inzwischen haben sich Brieffreunde in Kairo gefunden und deren Welt mit ihren vielen Facetten ist Thema beim Mittagstisch in vielen Allgäuer Familien. Wie tief die Verständigung einmal gehen wird, muss sich zeigen. „Aber es ist ein Anfang“, sagt Gräfin Waldburg.
Und während ihre Kinder sich mit den Schulkameraden in internationalen Beziehungen üben, ist ihre Mutter in ähnlicher Mission schon wieder in der arabischen Welt unterwegs. Iran, Marokko und Dubai stehen auf der Liste der beruflichen Reiseziele. Jedes davon ein Abenteuer.  




8. Arbeitslosenzahlen
Quote im Landkreis Ravensburg: 3%
Arbeitslose in Wangen im Allgäu: 522


Arbeitslose absolut in Wangen im Allgäu (Quelle: Agentur für Arbeit)







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