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INFOBRIEF BÜRGER
04/2013

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1. Fairtrade Stadt: El-Sol-Schüler tragen Projekt in Wangener Schulen

Klasse 4 c in der Berger-Höhe-Schule: Zwei Bilder hängen an der Tafel – eins zeigt eine Villa, das andere eine Favela, ein Armenviertel in Südamerika. Das Gespräch über die Fotos kreist um die Frage: Ist das gerecht, dass manche in so einem Luxus leben und andere in Armut und Dreck? Die Viertklässler sind sich einig: Mit Gerechtigkeit hat das nichts zu tun.

Großes Haus oder Favela - eine Frage der Gerechtigkeit

Den Unterricht in dieser Stunde leitet nicht die Klassenlehrerin Rosemarie Ottinger,  sechs Schüler der El Sol-Klasse der Kaufmännischen Schulen (KSW) stehen vorn. Die KSW betreiben seit vielen Jahren den El Sol Laden beim Frauentor und sind an vielen Mittwochvormittagen mit einem Stand auf dem Wochenmarkt in Wangen vertreten. Für sie ist die Frage nach gerechtem Handel schon lange beantwortet. Jetzt tragen sie das Thema in die Schulen, erst in die Berger-Höhe-Schule, andere Gruppen in die Anton-von-Gegenbaur-Schule, in die Hauptschule Niederwangen und in die Johann-Andreas-Rauch-Realschule. Begleitet werden sie von den beiden Lehrern Bernhard Baumann oder Sonja Opfermann, die das Projekt an den KSW begleiten. Die Aktion ist Teil des Engagements der Stadt Wangen im Allgäu, die sich auf den Weg gemacht hat, eine „Fairtrade-Stadt“ zu werden.

Gerecht - ungerecht?

Mitarbeit Note "eins" müssten die unterrichtenden Schüler an die Viertklässler vergeben. Denn egal, was sie fragen, die Hände fliegen hoch und viele kluge Antworten kommen. Zum Beispiel: Zwei Schüler stehen vorn, von beiden heißt es, die würden die gleiche Arbeit leisten, der eine bekommt zehn Euro dafür, die andere nur fünf 5 Euro. „Ist das gerecht?“, heißt die Frage. Alle sind sich einig: „Nein!“ – „Was würdet Ihr tun, wenn Ihr nur die fünf Euro bekommen würdet?“ „Streiken“, sagt einer, „protestieren“ ein anderer.

Im nächsten Schritt bekommt das Mädchen zu Ihren fünf Euro noch weitere fünf hinzu. „Das ist das, was wir bei Fairtrade auch machen“, wird das Thema aufgelöst. Das Beispiel eines Bauern kommt ins Spiel, der für seine Arbeit nur zwei Euro bekommt und sein Kind nicht zur Schule schicken kann. Fairtrade zahlt mehr, damit auch der Bauer in seinem Land leben und beispielsweise seine Kinder in die Schule schicken kann. Ein kleiner Film wird eingespielt. Die letzte Unterrichtseinheit befasst sich mit der Frage, wo man in Wangen fair einkaufen kann. Es zeigt sich, viele Schüler kennen faire Produkte.

Im El Sol-Laden, auf dem Markt und im Discounter

Die Namen zweier Discounter fallen als erstes. „Ja, heißt dazu, aber man muss genau schauen, auf welchen Produkten man das Fairtrade-Zeichen sieht“, erklären die erwachsenen Schüler. Und sonst? „Im El Sol-Laden“, sagt einer der Grundschüler. Auf die Frage, wer den Laden kennt, meldet sich eine Reihe von Schülern. Einer sagt: „Als ihr immer mit Eurem Stand auf dem Markt ward, gab es bei uns immer voll leckeren Roiboshtee.“

„Wir kommen da auch wieder“, sagen die KSW-Schüler zu und verteilen Flyer mit der Bitte, diese daheim abzugeben, damit auch die Eltern sehen, wo man in Wangen faire Waren bekommt. Ein bisschen Werbung in eigener Sache musste schon sein. Schließlich geht es bei den Projekten, die Wangen zur Fairtrade Stadt machen sollen, auch darum, das Thema weit zu streuen, um möglichst viele Menschen dafür zu gewinnen, dass sie fairgehandelte Produkte kaufen. Marketing in Sachen Fairtrade gab es gleich noch auf andere Weise. Richtige Antworten wurden am Ende beim Abfragen mit Süßigkeiten aus dem El Sol-Angebot belohnt. Kommentar eines Schülers: „Die sind ja voll lecker!“

Profis voll des Lobes

Schulleiter Raimund Frühbauer (KSW) und Robert Heer (BHS) zeigen sich beeindruckt von dem, was Sonja Opfermann mit ihren Schülern erarbeitet hat.Lob gab es am Ende auch von den Profi-Lehrern in den hinteren Reihen: „Ihr habt das toll gemacht!“ hieß es von den beiden Schulleitern Robert Heer von der BHS und Raimund Frühbauer von den KSW sowie den beiden Lehrerinnen, Rosemarie Ottinger und Sonja Opfermann, die in der letzten Reihe aufmerksam zugehört hatten. Während in der Schule der Unterricht wieder normal weitergeht, tragen die sechs El-Sol-Schüler Maximilian Wieland, Jana Bucher, Stephanie Claßen, Laura Riedmüller, Vanessa Blaser und Mathilde Marx ihre Erfahrungen für eine Dokumentation zusammen. Für sie ist die Arbeit noch nicht zu Ende, denn das Projekt gibt auch eine Note für den Schulabschluss.

 

2. Nach Brand hoffen Reiter und Schützen auf Unterstützung

Das Schützenhaus ist komplett zerstört. Es war ein Schlag ins Mark von Schützen und Reitern, als am Palmsonntag ein Feuer das Gerätelager des Reit- und Fahrvereins sowie die Schießanlage der Schützengilde Wangen im Allgäu völlig zerstörte. Doch vom ersten Moment an fassten die Vorsitzenden der beiden Vereine, Eveline Welte für die Schützen und Hans-Jörg Kahlgrün für die Reiter, wieder Mut. Ihre Botschaft war von Beginn an: Wir wollen uns nicht unterkriegen lassen und es geht weiter.

Wahrscheinlich Brandstiftung


An dieser Stelle begann der Brand
Zehn Tage nach dem Feuer, das aller Wahrscheinlichkeit nach gelegt worden ist, gleicht der Brandort noch immer einem Schlachtfeld. Das Feuer ging von einem Wagen mit Hindernis-Teilen des Reitvereins aus. Er stand unter einem Dach, das an die Schießanlage anschloss. Von dort hatte es sich in Windeseile in Richtung des benachbarten Schützenheims ausgebreitet. Die Schützengilde verlor dabei ihre Trainings- und Wettkampfstätte und die dort gelagerten und aufgehängten Trophäen von sportlichen Wettkämpfen. Wenigstens die historischen Schützenscheiben, aber auch die alten Pokale und die 100 Jahre alte Fahne oben im Büro konnten Dank des beherzten Eingreifens der Feuerwehr gerettet werden.

Ein Raub der Flammen wurden jedoch die Waffen fürs Armbrustschießen am Kinderfest. Waffen und Pfeile kosten zusammen mindestens 3000 Euro, wie Christian Antona von der Schützengilde sagt. Sie sollen jedoch schnell wieder beschafft werden.

Große Hitzeentwicklung


Die Hitze am Brandort muss unglaublich groß gewesen sein, so groß, dass auch auf der gegenüberliegenden Halle der Reiter die Solaranlage Schaden genommen hat. Während dieser Schaden über eine Versicherung abgedeckt ist, muss der Reit- und Fahrverein sehen, wie er wieder zu Hindernissen kommt. Die Kosten der verbrannten Teile beziffert Hans-Jürgen Kahlgrün auf rund 30.000 Euro – und diese muss der Verein selber aufbringen. Ohne die Hindernisse ist aber ein geregelter Vereinsbetrieb nicht möglich.

Die erste Sorge des Vereinsvorstands wird es nun sein müssen, Hindernisse zu beschaffen. Denn das geplante Reitturnier vom 5. bis 7. Juli soll unbedingt stattfinden. Hans-Jürgen Kahlgrün: „Eine Garnitur wird der Verein anschaffen, weitere wird er leihen.“ So wie die Schützen können auch die Reiter auf die Unterstützung von Vereinen aus der Nachbarschaft zählen. Und dennoch ist für den RFV-Vositzenden klar: „Allein und ohne Spenden werden wir das nicht schaffen.“

Neubau kostet viel Geld

Eveline Welte und Hans-Jürgen Kahlgrün
Und auch wenn das Schützenhaus versichert war, ein Neuaufbau wird viel Geld kosten. Beide Vereine werden sich jetzt erst einmal sammeln und dann genau überlegen, wie sie weitermachen. Die Wangener Schützengilde wird zum Training an eine alte Wirkungsstätte zurückkehren: Im Keller des Gasthauses Baumgarten, unter der Kegelbahn, gibt es eine Schießanlage. Dort soll demnächst der Vereinsbetrieb weitergehen. Eveline Welte entschied sich mit ihren Kollegen für diese Variante, weil sie bedeutet, dass man nicht weit fahren muss. „Es gab Angebote von Vereinen rund um Wangen, die uns aufgenommen hätten“, sagt sie dankbar.

Oberbürgermeister Michael Lang sagte beiden Vereinen seine Unterstützung zu. Denn die Reiter und die Schützen seien etabliert und auf dem Gelände am Auwiesenweg integriert. Aber so das Stadtoberhaupt: „Es ist richtig, dass die Vereine jetzt in Ruhe schauen, wie es weiter gehen kann und sich nicht unter Druck setzen.“

So kann es weitergehen

Die alte Fahne konnte gerettet werden.
Die Jugendlichen im Reitverein haben in den letzten Tagen darüber nachgedacht, wie sie ihrem Verein helfen könnten. Ergebnis: Sie könnten bei Firmenfesten Ponyreiten für Kinder anbieten und so Geld für den Verein sammeln.

Vom 31. Mai bis zum 2. Juni soll es ein vom Schützenkreis organisiertes Schießsport-Event in Wangen geben.

Sicher werden die Schützen in diesem Jahr auch wieder auf dem Weihnachtsmarkt ihren  Waffelstand aufstellen.

Solidarisch haben sich bereits der Boxclub und mehrere Reitvereine gezeigt. Die Boxer wollen einen Benefizkampf ausrichten und die Reiter sollen Hilfe bekommen.

Das sind die Spendenkonten

Die Vereine haben ein Spendenkonto eingerichtet. Wer den Wiederaufbau und die Wiederbeschaffung von Hindernissen, Armbrusten und all den anderen Dingen unterstützen möchte, kann auf das Spendenkonto beider Vereine bei der Volksbank Allgäu-West Kontonr. 34 26 70 26, BLZ 650 920 10 spenden.

3. Stadt Wangen unterstützt Sanierung der Martinskirche

Die katholische Kirche St. Martin am Marktplatz ist ebenso wie das Rathaus ein Wahrzeichen der Stadt Wangen im Allgäu. Nun muss die Kirche nach Jahren erneut saniert werden. Risse, Wasserflecken und Schimmel, aber auch abplatzender Putz zeigen, dass Handlungsbedarf besteht. Möglich ist, dass das Dach beschädigt ist. Sollte sich dieser Verdacht erhärten, dann wird eine sehr hohe Investition auf die Kirchengemeinde zukommen.

Kardinal Kasper spendet für St. Martin


Damit in ein paar Jahren für die Sanierung Geld vorhanden ist, hat sich jetzt die „Fördergemeinschaft Pfarrkirche St. Martin“ gegründet, zu der auch Kardinal Walter Kasper anlässlich seines 80. Geburtstags seinen Anteil beitrug. Denn obwohl noch nicht klar ist, wie hoch der Sanierungsaufwand an der Kirche sein wird, steht zu vermuten, dass eine hohe Summe gefordert sein wird. Die Fördergemeinschaft wird vor allem versuchen, Geld zu sammeln.

Ehrenmitglied in der Gemeinschaft ist Oberbürgermeister Michael Lang, womit das eindeutige Signal gesetzt ist, dass die Stadt Wangen die Sanierung unterstützt und die Dringlichkeit des Sanierungsprojekts sieht. Lang ist sich sicher, dass es einfacher ist, später an Fördergelder zu kommen, wenn bekannt ist, dass sich Bürger vorab für ihr Projekt eingesetzt haben.

In fünf bis acht Jahren soll es losgehen

Für den katholischen Pfarrer Michael Schuhmacher ist die Sanierung von St. Martin eine Aufgabe für Generationen. Start der Sanierung soll in fünf bis acht Jahren sein und sie soll die Kirche als Gotteshaus für Generationen erhalten.

Zwei Spendenkonten eingerichtet

  • Kreissparkasse Ravensburg Kontonr. 101 111 410, BLZ 650 501 10
  • Volksbank Allgäu-West Kontonr. 24 612 006, BLZ 650 920 10

4. Debatte um Neuravensburger Kindergarten ist beigelegt

Der Sturm hat sich gelegt, die Wogen sind geglättet: Bei einem Ortstermin im Neuravensburger Kindergarten haben sich Oberbürgermeister Michael Lang, Bürgermeister Ulrich Mauch, Ortsvorsteher Horst Büssenschütt, Kindergartenleiterin Barbara Binder-Wildner, Elternbeirat Werner Müller, Gemeinderat Matthias Bernhard sowie Elmar Gomm von Bauamt der Stadt Wangen  im Allgäu über die gelungene Sanierung und die noch anstehenden Baumaßnahmen am Kindergarten ausgetauscht.

Akustik wird verbessert

Nachdem die Erweiterung und die Außensanierung des Neuravensburger Kindergartens abgeschlossen sind, wird während der Sommerferien auch noch die akustische Qualität der bisherigen Räume verbessert. Dazu werden lärmabsorbierende Decken eingezogen und Vorhänge aufgehängt, so dass alle Kriterien des Arbeitsschutzes erfüllt sind. „Hätte die Stadt früher von diesen Werten Kenntnis bekommen, hätte sie die Nachrüstung gleichzeitig mit Ausbau erledigt“, sagt Elmar Gomm.

Dass diese Arbeiten notwendig sind, darüber sind sich alle Beteiligten einig. Denn das Gutachten eines Akustikers der Unfallkasse hatte Werte ergeben, die unbestritten eine Nachrüstung in Sachen Lärmschutz notwendig machen. 8.500 Euro wird die Stadt Wangen nun also noch in den Schallschutz investieren.

Baukosten: 1,2 Millionen Euro


Der Neuravensburger Kindergarten wurde zunächst um einen Bewegungsraum erweitert und aufgestockt. Gleichzeitig wurde das Gebäude energetisch ertüchtigt. Neue Fenster wurden eingesetzt und die Fassade isoliert. 1,2 Millionen Euro haben die reinen Baukosten verschlungen. Aber Kosten und Mühen haben sich gelohnt. „Es ist ein wunderschöner Kindergarten“, sagt Oberbürgermeister Michael Lang. Und er zeigt sich sehr erfreut, dass nach den teilweise lauten Debatten der letzten Wochen in der Ortschaft wieder Ruhe eingekehrt ist: „Es ist gut, dass sich die Wogen geglättet haben. So kann der Blick nach vorn gehen und der Kindergarten ruhig seine gute Arbeit fortsetzen.“

5. Axel Sterk rückt im Gemeinderat für Wendelin Dillmann nach

Axel Sterk ist in den Gemeinderat der Stadt Wangen im Allgäu nachgerückt. Nachdem CDU-Stadtrat Wendelin Dillmann sich beruflich neu orientiert hatte und deshalb keine Zeit mehr für den Gemeinderat hat, musste ein Nachrücker gewählt werden. Das fiel dem Gemeinderat bei Axel Sterk nicht schwer, war er doch schon von 2000 bis 2009 Mitglied dieses Gremiums. Der 50-Jährige wurde einstimmig gewählt und anschließend von OB Michael Lang auf sein Amt verpflichtet. Sterk wird auch in die Ausschüsse nachrücken, in denen der Platz frei wurde: Als Mitglied im Verwaltungsausschuss, als Stellvertreter jeweils im Ausschuss für Technik und Umwelt, im Büchereiausschuss, im Beirat der Hospitalstiftung sowie als Mitglied im Arbeitskreis Mobilfunk Runder Tisch.

6. Im Zentrum: Deutsch-französische Beziehungen

Die deutsch-französischen Beziehungen stehen in diesem Jahr unter dem 50-Jahr-Jubiläum des Elyséevertrages. Er bildete die Grundlage für die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich nach Jahrhunderten kriegerischer Auseinandersetzungen.

Gastredner Dr. Andreas Schockenhoff

Die Veranstaltung „Zukunft Europa – 50 Jahre Elyséevertrag – Aus Erzfeinden werden Freunde“ am 10. und 11. Mai im evangelischen Wittwaiszentrum befasst sich mit diesem Thema. Prominenter Gastredner und Mitdiskutant ist am Samstag, 11. Mai, ab 10 Uhr Bundestagsabgeordneter Dr. Andreas Schockenhoff (CDU), der auch stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion für die Bereiche Außen-, Verteidigungs- und Europapolitik ist.

Gäste aus La Garenne-Colombes

Die Veranstaltung zum Europatag, die unter wechselnden Schwerpunkten seit 2006 in der Wittwaiskirche stattfindet, befasst sich in diesem Jahr mit der Entwicklung der Beziehungen zwischen beiden Ländern, aber auch mit der Entstehung partnerschaftlicher Beziehungen der Stadt Wangen zuerst nach Châtillon und dann nach La Garenne-Colombes. Dazu gibt es einen Abend der Begegnung am Freitag, 10. Mai, ab 19 Uhr in der Wittwaiskirche. Mit dabei sein werden Gäste  aus La Garenne-Colombes. Die Veranstaltung wird zweisprachig über die Bühne gehen – ein Novum in dieser Reihe.

Blick zurück und nach vorn

Schaut der Freitagabend auf die Vergangenheit, wird der Samstagmorgen auf die Zukunft gerichtet sein. Die Verantwortung beider Staaten für die Zukunft Europas steht dabei im Mittelpunkt. Kurze Aussagen von Andreas Schockenhoff und dem ehemaligen Bürgermeister der Stadt Wangen, Gerd Locher, werden den Einstieg in einen interessanten Vormittag der Diskussion geben.

Die Veranstaltung zum Europatag wird gemeinsam getragen von der evangelischen Kirchengemeinde Wangen im Allgäu, dem Partnerschaftsverein Wangen, der katholischen Kirchengemeinde Wangen und der Stadt Wangen im Allgäu.

 

7. Stadtseniorenrat lädt ein zum Infotag für 50 +

Unter dem Motto „Mit 50+ noch gut in Schuss“ veranstaltet der Seniorenrat der Stadt Wangen den dritten Infotag. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr gibt es am Samstag, 25. Mai, im Weberzunfthaus und in der Häge-Schmiede in der Zunfthausgasse 11  viele Informationen, die sich speziell an Menschen in der zweiten Lebenshälfte richten.

Mode von Kopf bis Fuß

Von 10 Uhr an ist den ganzen Tag über für Programm gesorgt. Gleich nach der offiziellen Begrüßung beginnt die Modenschau unter dem Titel „Sommerfeeling“ des Modehauses Kimmel. Dabei sind auch die „Schmuckschnecke“, das Wäschehaus Gerstberger und das Schuhaus Abler. Gleich im Anschluss  ab 11 Uhr gibt Imageberater Ayhan Hardaldali  Tipps an Sie und Ihn, wie man „Das Beste aus sich machen“ kann. Viel Spaß verspricht der „Line Dance“, den Uschi Ohlinger um 13 Uhr in der Bohlenstube des Weberzunfthauses zeigt.

Für Unterhaltung ist gesorgt, wenn Sven von Falkowski vom Wangener Puppentheater um 13 Uhr beim Stück „Dr. Faustus“ die Puppen ausschließlich für Erwachsene tanzen lässt.

Bewegung, Training und Ernährung

LOGI-Trainerin Katja Berger erklärt um 14 Uhr was es mit der modernen Ernährungsform LOGI auf sich hat. Ab 15 Uhr erläutert Sehtrainer Willi Baur, wie man die Augen fit halten kann und zeigt Seh- und Visualtraining. Eine zweite Runde „Line Dance“ bietet Uschi Ohlinger um 15 Uhr in der Bohlenstube des Weberzunfthauses an.

Ernst wird es wieder bei der Frage „Richtig vererben…“, bei der Rechtsanwältin Elisabeth Bauersmann um 16 Uhr Ratschläge aus ihrer Praxis als Anwältin in Familien und Erbrecht gibt.

Worauf man beim Einkauf im Internet achten sollte, sagt PC-Fachfrau Petra Cillar ebenfalls um 16 Uhr.

Nach so vielen Infos wirkt Gesang besonders entspannend. Der letzte Programmpunkt ab 17 Uhr heißt denn auch „Singen mit dem Shantychor“. Der Chor des Bürgerforums singt und lädt zum Mitsingen ein. Stärken können sich die Besucher den ganzen Tag über im Café des Weberzunfthauses, bei schönem Wetter im Zunftwinkel.

So geht's mit Alkohol

Die Sportjugend der SG Niederwangen ist den ganzen Tag über ab 10 Uhr an Bord mit  „Low alc max fun – Mehr Party weniger Promille“. An ihrem Stand im Zunftwinkel mixen die Jugendlichen leckere alkoholfreie Drinks. Und sie stellen einen Alkoholpark auf. Dort kann man sich eine Brille aufsetzen und simulieren, wie es ist, mit 0,5 oder 0,8 oder noch mehr Promille zu gehen oder beispielsweise einen Ball auf einem Pylon abzulegen – eine interessante Erfahrung.

  • Info: Sämtliche Veranstaltungen sind in der Häge-Schmiede - wenn nicht anders ausgewiesen.
  • Dem Seniorenrat der Stadt Wangen gehören Gerd Locher, Sieglinde Knecht und Marianne Härle an. Gerd Locher ist telefonisch zu erreichen unter 07522/1275 oder per E-Mail: Gerd_locher@t-online.de.

8. Bootsbau fürs "D’Arge nab" beginnt ab 21. Mai im Jugendhaus

Zum  8. Wangener D’Arge nab treffen sich in diesem Jahr Freizeitkapitäne sämtlicher Spaßbootklassen am Samstag, 8. Juni, an der Argen bei der Gallusbrücke. Damit die Seefahrt auch richtig lustig und die Boote besonders schön werden, kann bereits ab Dienstag, 21. Mai, während der Öffnungszeiten des Jugendhauses an der Leutkircher Straße an den Spaßbooten gebaut werden. Kartonagen, Klebebänder und Stabilisierungsrollen werden gestellt. Mitzubringen sind laut Veranstalter, dem Lions-Club Wangen im Allgäu, lediglich Werkzeug und kreative Ideen.
In diesem Jahr wird eine Jury die mitfahrenden Boote bewerten und am Ende Preise vergeben. Gestartet wird in drei Kategorien: Schülerklassen, Vereine und Firmen sowie sonstige Gruppierungen und einzelne Bootsfahrer.

Boote werden prämiert

In jeder Kategorie gibt es dreimal 100 Euro für die drei schönsten Boote zu gewinnen. Alle anderen Spaßboote bekommen je drei Lose fürs Entenrennen. Pro Schulklasse und Verein können auch mehrere Boote an den Start gehen. Pflicht ist nur eins: Ein zünftiger Name für die Jolle.

Die Enten gehen beim Entenrennen  an den Start. Jede Entennummer entspricht einer Nummer in der Tombola. Die Enten gibt es in Wangener Geschäften und vor Ort zu kaufen. Sie kosten 3 Euro.
Falls das Wetter zu schlecht ist oder der Wasserstand der Argen ein Rennen nicht zulässt, werden die Boote am Samstag, 8. Juni, um 15 Uhr in einer Halle auf dem ehemaligen Erba-Gelände prämiert. Die Enten behalten ihren Wert und können dann bei der Tombola des Lionsclubs am verkaufsoffenen Sonntag, 15. September, eingelöst werden.

Info:

  • Das Jugendhaus an der Leutkircher Straße ist zu diesen Zeiten geöffnet: Dienstag: 15 - 18 Uhr, Mittwoch: 15 -18 Uhr, Donnerstag: 15 - 21 Uhr, Freitag: 15 - 20 Uhr, Samstag: 15 - 20 Uhr Das Rennen am 8. Juni, beginnt um 12 Uhr, Anmeldung ab 11 Uhr im Startbüro.
  • Weitere Infos gibt es auf den Internetseiten des Jugendhauses und des Lionsclubs unter www.jugendhaus-wangen.de und www.d-arge-nab.de

9. Neuravensburg lädt zum Mittelalterlichen Burgspektakel

www.markus-braig.de Neuravensburg steht über Pfingsten wieder im Zeichen des Mittelalters. Auf dem Gelände rund um die Burg treffen sich Gaukler, Künstler und Musiker zum Mittelalterlichen Burgspektakel und verzaubern, begeistern und unterhalten die Besucher in der Tradition längst vergangener Zeiten. In verschiedenen Lagern zeigen die Akteure, wie damals gelebt, gearbeitet, gekämpft und gefeiert wurde. Besucher dürfen sich gern im Bogenschießen ausprobieren, können dem  Märchenerzähler lauschen, beim Marionettenspiel zusehen und Kinder können sich schminken lassen.

Info:
Das Burgspektakel auf der Neuravensburger geht über drei Tage von Samstag, 18. Mai, bis Montag, 20. Mai, Beginn ist jeweils um 11 Uhr.

10. Volksbank Allgäu-West spendet 10.000 Euro für die Bürgerstiftung

Die Volksbank Allgäu-West hat der Bürgerstiftung Wangen eine großzügige Spende überreicht. Wie Vorstandsmitglied Werner Mayer sagte, gebe die Volksbank Allgäu-West diese Summe gern, „damit die Stiftung auch nach außen wirken kann“. Oberbürgermeister Michael Lang dankte Mayer und der Volksbank herzlich für die Zuwendung. Spenden gehören zu den Mitteln einer Stiftung, die man direkt einsetzen kann. „Das tut uns im Jahr des Starts besonders gut“, sagte Lang. „Es ist ein großartiges und tolles Signal der Volksbank Allgäu-West gegenüber der Bürgerstiftung.“

Zustiftungen und Spenden sind möglich


Die Bürgerstiftung kann zweierlei Zuwendungen annehmen: Zustiftungen gehen ins Stiftungskapital ein und bilden den Grundstock, aus dem ein finanzieller Ertrag erwirtschaftet wird, der dann wieder für Projekte ausgeschüttet wird. Spenden gehen nicht in den Kapitalstock der Stiftung, sondern können direkt für Projekte verwendet werden.

In der nächsten Sitzung von Stiftungsvorstand, Stiftungsrat und Geschäftsstelle am 11. April wird unter anderem entschieden, wer den Vorsitz in den Gremien übernimmt.

Info: Bei Fragen zur Bürgerstiftung Wangen im Allgäu, zu den Themen Stiften und Spenden, aber auch zu allem anderen gibt Armin Bauser von der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung gern Auskunft.

Spenden an die Bürgerstiftung Wangen sind steuerlich absetzbar. Auf folgende Konten kann gespendet werden: Kontonr. 101 107 857, bei der Kreissparkasse Ravensburg, BLZ 650 501 10 oder Kontonr. 22 316 000 bei der Volksbank Allgäu-West eG, BLZ 650 920 10.

11. Wangen feiert seinen Kardinal und Ehrenbürger

Großer Bahnhof zum 80. Geburtstag: Wangen hat am Ostermontagabend Kardinal Walter Kasper mit einer festlichen Messe in der St. Martinskirche und einem Empfang im Rathaus gefeiert. Rund 600  Menschen nahmen daran teil, unter ihnen auch Annette Schavan, Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Ulm und ehemalige Ministerin in Land und Bund. Die Bürgerwehr Niederwangen und die Stadtkapelle Wangen waren angetreten und geleiteten den Jubilar mit Salutschüssen und Musik zum Empfang ins Rathaus.

„Ein Mensch von hier“


Dass Kasper einer der bedeutendsten Theologen der Gegenwart sei, darauf kamen mehrere Redner im Lauf des Abends zu sprechen, so auch Pfarrer Michael Schuhmacher in seiner Begrüßung. Doch bei allen Ehrentiteln und Auszeichnungen, die der Jubilar im Lauf seiner 56-jährigen Zeit als Priester zuerkannt bekam, sei er „im Herzen ein Wangener geblieben, ein Mensch von hier“, sagte Schuhmacher. „Wir sind stolz darauf, dass Sie einer von uns geblieben sind.“

Als einer im Kreis der Wangener Priester feierte der Kardinal dann auch die Messe. Dass sie an einem Ostermontag stattfand und nicht -  wie eigentlich vorgesehen - an seinem Geburtstag, dem 5. März, sah Kasper als glückliche Fügung. Seine Primiz hatte er ebenfalls an einem Ostermontag gefeiert und auch die Ehrenbürgerwürde verlieh ihm die Stadt Wangen vor zehn Jahren an einem Ostermontag.

Prägung in der Familie


Kasper dankte in seiner Predigt für viel Gutes, das ihm im Laufe seines Lebens widerfahren ist. Dass er den Weg einschlug, den er gegangen ist, verdankte er der Prägung im Elternhaus. Die Mutter habe ihm nicht als Theologin, sondern als Christin im Dritten Reich zu Hause Religionsunterricht gegeben, als dieser in den Schulen verboten war.  Kaspers Folgerung: „In der Familie muss die Evangelisierung beginnen.“

„Sorgenkind Europa“

Es war nicht das einzige Mal, dass der Kardinal den Gedanken weit über den Horizont der eigenen Person hinaus lenkte. Die Sorge um die in Europa bröckelnde Kirche zog sich wie ein roter Faden durch. Im Eingangsgebet hatte er den Gedanken formuliert, Gott möge die Getauften auch bei der Kirche bleiben lassen.

Später in der Predigt sprach er „vom Sorgenkind Europa“ in der katholischen Weltkirche und verwies auf Länder wie China und Südkorea, wo die Kirchen wachsen. Mit Blick auf die Papstwahl sagte der Jubilar: „Wir brauchen die Frischluft aus der südlichen Hemisphäre.“ Es sei eine sehr bewegende Atmosphäre im Konklave gewesen. Er könne nicht sagen, wen er gewählt habe. Man müsste ihn dafür ja exkommunizieren. Doch kaum ein Zuhörer zweifelte daran, dass der Kardinal aus Wangen an der Wahl Bergoglios zum Papst entscheidend beteiligt war.

Rom war nicht erste Wahl


Wäre es nach Kaspers eigenen Wünschen gegangen, dann wäre er gar nicht als Kardinal in Rom gelandet. Sehr locker sprach der Jubilar davon, wie er dem Papst dreimal geschrieben habe, dass er seinen Bischofstuhl in Rottenburg und die Lehre an der Universität nicht mit dem Dienst in Rom tauschen wollte. Doch der Papst habe ihm in Basta-Manier geschrieben, „dass man das alles überwinden könnte“. Und so trat er in den Dienst in Rom, umrundete rein rechnerisch mehrfach im Dienste der Kirche den Erdball und fühlte sich dabei wie in einer großen Familie. Er dankte dafür, dass „der Herrgott ihm in manchen Ecken der Welt gleich zwei Schutzengel“ mit auf den Weg gegeben habe.

Nützliche Dinge im Alter tun


Mit einer guten Portion Humor und Selbstironie verwies Kardinal Kasper auf sein Alter: Die Tatsache, dass Mose sein Volk im Alter von 80 Jahren ins Gelobte Land geführt hat, zeige, dass man auch in diesem Alter noch etwas sehr Nützliches tun könne.

Zu den nützlichen Dingen, die er gerade wieder mit auf den Weg gebracht hat, gehört die Fördergemeinschaft St. Martin. Sie wird in nächster Zeit um Spenden werben für die Renovierung der Martinskirche in Wangen im Allgäu.

Glückwünsche für den Jubilar


Den Reigen der Laudatoren eröffnete die zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Angelika Prokop. „Die Menschen sprechen hier von ,unserem Kardinal‘“, sagte sie.  Für seine Wohnung in Rom überreichte ihm die Kirchengemeinde ein von Kirchengemeinderat Edgar Rohmert gefertigtes Gemälde. „Wir freuen uns, wenn Sie noch oft kommen“, sagte Prokop.  Die Grüße von Bischof Gebhard Fürst überbrachte der aus Deuchelried stammende Domkapitular Matthäus Karrer. Pfarrer Hubertus von Freyberg sprach die Glückwünsche des Dekanats Allgäu-Oberschwaben aus. Als einen „ökumenischen Brückenbauer“ bezeichnete ihn die evangelische Pfarrerin Friederike Hönig aus Wangen im Allgäu und erinnerte an viele „schöne Altjahrgottesdienste“, die Kardinal Kasper gemeinsam mit dem früheren evangelischen Pfarrer Jakob Betz gefeiert hatte.

Kraftvoller, lebensnaher Wissenschaftler



Der Landrat des Landkreises Ravensburg, Kurt Widmaier, lobte den Jubilar für seine Verdienste um die Wissenschaft. Er sei aber „nicht trocken oder verstaubt, sondern kraftvoll und lebensnah für seinen Glauben gestanden.“ Kasper, der seit dem 13. Lebensjahr in Wangen aufgewachsen ist, sei immer in seiner schwäbischen Heimat verortet geblieben. Augenzwinkernd fügte Widmaier an: „Er hat das kleine Manko der Heidenheimer Geburt mehr als wettgemacht.“ Kasper sei ein „echter Kosmopolit“. Doch folgerte Widmaier:  „Die Roben mögen sich geändert haben, der Mensch darunter ist immer derselbe geblieben.“

Großer Einsatz für die Ökumene


„Zu einer großen Lebensleistung im Dienste der Kirche“ gratulierte Michael Lang, Oberbürgermeister der Stadt Wangen im Allgäu. Kasper habe sich immer sehr für die Einheit der Christenheit und der Ökumene eingesetzt und habe auch zum Judentum Brücken gebaut.

Die Wangener seien dem Kardinal dankbar für sein Engagement in der Gemeinde und für Wangener Projekte. Lang nannte „Wir helfen Afrika“, das deutschlandweit 900.000 Europa an Spenden erhielt,  und die Togohilfe – beides Initiativen, die während der Fußballweltmeisterschaft 2006 entstanden sind. Auch die Spitalkirche sei von Kardinal Kasper angestoßen worden. „Wir freuen uns über Ihre Initiativen zur Sicherung von St. Martin“, sagt Lang. Denn die Kirche und das Rathaus gehörten zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Deshalb versprach er, er werde die Pfarrer „sehr gerne unterstützen, wenn sie die Sanierung der Kirche in Angriff nehmen.

Viele der rund 600 Gäste in der Kirche nahmen die Einladung zum Gespräch bei Häppchen und Getränken im Rathaus an. Der Kardinal gab sich dabei so volksnah wie man ihn kennt, nahm viele persönliche Glückwünsche entgegen und ließ sich gerne für das Fotoalbum mit den Gratulanten ablichten. Zu den Gratulanten gehörten dort auch Sparkassenpräsident Peter Schneider und Landtagsabgeordneter Paul Locherer (CDU). OB Michael Lang überreichte auch den beiden Schwestern von Kardinal Kasper Blumen und bezog sie in die Glückwünsche ein.


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