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INFOBRIEF TOURISMUS
06/2013

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> WIRTSCHAFT

1. Bürger öffnen ihre Gärten

Endlich Sommer -  endlich üppig blühende Gärten. Die Initiative "Bürger öffnen ihre Gärten" hat im Jahr 2007 im Rahmen der Teilnahme der Stadt Wangen am Bundeswettbewerb "Entente Florale" erstmals ihre Gärten für die Öffentlichkeit geöffnet. Auch in diesem Jahr sind im Juli und im August alle Gartenfreunde wieder herzlich eingeladen. Sie können in privaten Anwesen Blumen und Anlagen bewundern.


Zu folgenden Terminen sind diese Gärten jeweils von 13 bis 18 Uhr offen:

6. Juli:  Fuchsien im Garten Herbold / Baumann, Sommerstauden im Garten Hewel

27. Juli:  Fuchsien im Garten Herbold / Baumann

27./28. Juli:  Sommerstauden und Fuchsien im Garten Hewel

10. August: Fuchsien und Kübelpflanzen im Garten Herbold / Baumann

Die Familien Reiners und Uhl öffnen ihre Gärten nach telefonischer Vereinbarung.
Außerdem ist es möglich, dass verschiedene Gärten je nach Blüte und Wettervorhersage spontan geöffnet werden. Diese aktuellen Termine werden kurzfristig in der Tagespresse und im Internet auf der Seite www.wangen-blueht-auf.de bekannt gegeben. Ein Flyer mit allen Informationen zur Aktion liegt im Gästeamt der Stadt Wangen im Allgäu aus.

Adressen:

Peter Herbold und Hildegard Baumann, Fuchsien und Kübelpflanzen, Dorfstr. 8, Neuravensburg, Tel.: 07528/927286

Familie Hewel, Blühender Park, Robert-Koch-Weg 24, Wangen, Tel.: 07522/80208

Familie Reiners, Romantischer Garten, Am Waldberg 8, Wangen-Herfatz, Tel.: 07522/20185

Familie Uhl, Schattengarten, Uhlandweg 20, Wangen, Tel.: 07522/4202


2. Kapellen spielen Sommer-Konzerte an der Stadtmauer

Die Sommerabendkonzerte an der Eselmühle haben begonnen. Bis Anfang September unterhalten Kapellen und Chöre aus Wangen, den Ortschaften und dem Umland jeden Donnerstag, meist ab 20 Uhr, Gäste und Einheimische mit einer bunten Mischung an ausgewählten Stücken.

Zu den 14 Konzerten lädt das Gästeamt der Stadt Wangen im Allgäu ein. Gespielt wurd nur bei trockener Witterung.

Weitere Termine: 27. Juni: MK Haslach (19.30 Uhr), 4. Juli: MK Maria-Thann und historische Trachtengruppe, 11. Juli: MK Niederwangen, Spielmannszug und Bürgerwehr, 18. Juli: Eröffnungsabend Kinderfest im Festzelt mit MK Amtzell, 25. Juli: MK Leupolz, Sa, 27. Juli: Männerchor Röthenbach (19 Uhr), 1. August: MK Roggenzell, 8. August: MK Karsee und Gebirgstrachtengruppe, 15. August: MK Schwarzenbach, 22. August: MK Grünkraut, 29. August: MK Wohmbrechts, 5. September: MK Primisweiler.

3. Die Stadt Wangen zeigt ihre grüne Seite

 

Die Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege hat einen neuen Themenweg entworfen. Wer Lust auf Gärten und schöne Anlagen hat, kann jetzt mit einer Broschüre, die beim Gästeamt der Stadt Wangen aufliegt, die grüne Seite der Stadt entdecken.

Der Rundgang führt vom Paradiesgärtlein am Metzigbach hinaus aus der Stadt zu dem Jung-Seyfriedschen Garten. Der Garten liegt mitten zwischen Schulen und Behörden und ist von einer seltenen Vielseitigkeit. Große Bäume, eine bunte Wiese, Gemüsebeete, Stauden und Rosen – alles ist rund ums Jahr eine Augenweide. Von dort führt der Weg weiter zum Stadtpark, dem Alten Gottesacker. Der frühere Friedhof der Stadt wird seit 100 Jahren nicht mehr belegt und ist inzwischen ein idyllischer Park mit wunderbaren Bäumen und seltenen Grabhäusern außen herum. Die Spaziergänger lenken dann ihre Schritte wieder hinein in die Altstadt und finden dort in der Zunfthausgasse den Kresserschen Garten, der zu für die Küche der Blauen Traube Gemüse, Salat und Kräuter liefert, aber auch vom Frühjahr bis zum Herbst ein bunter Farbtupfer mitten zwischen den Häusern ist.

Im Park stehen 20 Baumarten

Am Ende der Zunfthausgasse führt der Weg durch die Unterführung Richtung Schießstadtweiher. Dort geht es links ins Buch. Einst war das Geländedort eine Art Park. 20 Baumarten, zwölf Straucharten und eine Herrliche Aussicht auf Stadt und die Umgebung bis zu den Alpen bietet diese Anlage.

Zurück zur Stadt, jedoch Richtung Pulverturm leitet dann der Rundgang weiter. Am Argenufer bei der Gallusbrücke findet sich eine naturnahe Anlage, ermöglicht durch den Hochwasserdamm. An der Argen entlang vorbei an der Hochwasserente geht dann der Weg und endet im Klostergarten der Franziskaner, der von Frühjahr bis Herbst üppig gedeiht und viele exotische Pflanzen beherbergt.

Info: Die Broschüre, die den Weg beschreibt und von Professor Josef Härle aufgelegt ist, gibt es wie alle andere Themenweg-Blätter kostenlos im Gästeamt der Stadt Wangen im Allgäu. Weitere Themenwege sind „Mit dem Rad entlang der Allgäubahn“, „Die Rittersleut um Wangen rum“ und „Auf den Spuren von Leben und Tod“.

 

4. Die Kunstmeile bringt Kunst und Stadt zusammen

Die 5. KUNSTMEILE WANGEN bringt die Kunst auf die Straße. Bis zum Sonntag, 21. Juli, geht die Kunst eine für alle sichtbare Verbindung mit der Stadt  ein. In den weißen Artboxen zeigen neun Künstler Bilder, Skulpturen und Fotos, die mitten im Schaufenster von 43 Büros, Praxen  und Geschäften stehen.

„Jede Box steht an dem Platz, an den sie gehört“, sagt Patricia Waller und lobt damit das Fingerspitzengefühl der Veranstalter, der Kunst den richtigen Rahmen zu geben. Sie steuert zu der Ausstelllung „subversive Häkelobjekte“ bei – von der Bananenschale über Pflastersteine und Bomben bis hin zu Objekten aus dem Garten, die in der Galerie In der Badstube gezeigt werden. Dort sind Arbeiten aller Künstler versammelt und erlauben den schnellen Überblick über die unterschiedlichen Ansätze.

Konzept der Kunstmeile wurde ausgezeichnet

Im Anschluss an die 4. KUNSTMEILE WANGEN 2011 gewann die Stadt Wangen im Allgäu gemeinsam mit Organisator Markus Schmitz den Stadtmarketingpreis des Baden-Württembergischen Einzelhandels.

Für die jeweiligen KUNSTMEILEN sucht Markus Schmitz die Teilnehmer aus. „Jede Ausstellung bezieht sich auf die vorangegangene“, sagt Schmitz – entweder indem sie direkt anknüpft oder indem sie völlig andere Wege einschlägt. Die 5. KUNSTMEILE WANGEN gehört zu den Letzteren.

Es gibt immer einen Leitkünstler, in diesem Jahr ist das Patricia Waller, um die herum dann die anderen Künstler passend ausgesucht wurden, erläutert Markus Schmitz. Für ihn ist es mit den Jahren „wesentliche einfacher“ geworden, Künstler für dieses Konzept der Gemeinschaftsausstellung zu gewinnen. Anfangs sei die größte Klippe gewesen, dass die Kunst neben regulärer Ware in einem Schaufenster gezeigt wird.

Erstmals zwei Kirchen mit dabei

Zum ersten Mal sind in dem Jahr auch zwei Kirchen, die katholische Kirche St. Martin und die evangelische Stadtkirche beim Bahnhof, in die Ausstellung einbezogen.  Auf sehr viel Offenheit sind die Veranstalter auch dort gestoßen.

Lob und Dank hat Nico Endres, Chef des Hauses Kürschner Mayer am Marktplatz, für die Wangener Geschäftsleute parat, denn ohne sie und ihre Bereitschaft, für fünf Wochen einen Teil ihrer Schaufenster für die Kunst zu reservieren, wäre die KUNSTMEILE WANGEN nicht möglich. „Wir unterstützen alles, was Leute nach Wangen bringt“, sagt Endres.

Vier "K"

Von einer Verbindung der vier „K“ Kunst, Kirche, Kommune, Kommerz spricht auch Joachim Umbach, Mediendirektor von Schwäbisch Media, der den Eröffnungstalk moderierte.

Einen kleinen Hinweis geben die Veranstalter in diesem Jahr Eltern mit auf den Weg, erst selber die Objekte anzuschauen und dann zu entscheiden, ob sie auch für ihre Kinder geeignet sind. Angesichts vieler zweifelhafter Filme und Cartoons in den Medien darf man ihn getrost mit einem Augenzwinkern verstehen.

Orte:

Ladenlokale in der Altstadt, zu sehen täglich bis 1 Uhr

Galerie In der Badstube, Lange Gasse 9, geöffnet täglich von 14 bis 17 Uhr.

Pfarrkirche St. Martin, Marktplatz 4, täglich bis 19 Uhr.

Evangelische Stadtkirche, Bahnhofplatz 6, täglich bis 19 Uhr.

Weitere Infos unter

http://www.kunstmeilewangen.de/kunstmeile-2013/info.html


5. Bücherfreunde treffen sich an „erlesenen Orten“



Die Stadtbücherei im Kornhaus Wangen möchte schöne Plätze der Stadt literarisch beleben. Je zwei Bürger aus Wangen und Umgebung werden an vier Abenden aus ausgewählten Büchern unter freiem Himmel vorlesen.
Kinderbuch, Lyrik, Klassiker oder Neuerscheinung - aus sämtlichen  Sparten werden Bücher gelesen. Die Wahl des Buches liegt allein bei den   Vorlesern - sei es das Lieblingsbuch,  ein wichtiges Buch, das in irgendeiner Weise einen entscheidenden Einfluss im Leben gehabt hat oder schlichtweg ein Buch, dem sie viele Leser wünschen.

An jedem Abend kommen zwei Vorlesende zum Zug und tragen "ihren" Text 20 bis 30 Minuten lang  dem Publikum vor. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

So sieht das Programm aus:

Dienstag, 2. Juli 2013
Bei den „Gartenfreunden Fronwiesen“, bei Regen: In der Gaststätte Fronwiesen
Es lesen: Susanne Lorinser und Renate Peter


Dienstag, 9. Juli 2013
Auf der Dachterrasse des Rupert-Neß-Gymnasiums, bei Regen: Im Konferenzraum des Gymnasiums
Es lesen: Rachel Dalumpines und Claudia Steinhauser


Dienstag, 16. Juli 2013
Im Paradiesgärtle (am Metzigbach), bei Regen: In der Stadtbücherei im Kornhaus
Es lesen: Vera Stiller und Karl Laible


Dienstag, 23. Juli 2013
Im Garten des Evangelischen Gemeindehauses, Bahnhofsplatz 6, bei Regen: Im Gemeindehaus
Es lesen: Jirij Knoll und David Köndgen

6. Kulturgemeinde serviert "Kultur auf dem Postplatz"

Zum viertägigen Open Air haben sich die "Choryphäen“, die Opernbühne, das Ensemble  „EnCasa“, das Jugendblas-Orchester, die Stadtkapelle und die seit 30 Jahren bestehende Theatergruppe Kiesel zusammengefunden. Es ist ein Programm für die ganze Familie. Insbesondere der Samstag spricht Kinder schon am Nachmittag an, wenn EnCasa um 16 Uhr bei freiem Eintritt „Tischlein deck dich“ inszeniert.

Der Aufwand lohnt sich

Wer schon länger in Wangen lebt, erinnert sich möglicherweise noch an die Aufführung der Opernbühne für „Wir helfen Afrika“ während der Fußballweltmeisterschaft 2006. Damals gab es die Oper „Die Zauberflöte“ auf dem Marktplatz. Dass heute nicht nur eine Gruppe, sondern gleich mehrere über mehrere Tage die Bühne bespielen, hält die Vorsitzender der Kulturgemeinde Wangen für eine „tolle Sache“. So lohne sich auch der Aufbau von Bühne und Tribüne - jetzt auf dem Postplatz. Beides ist ein erheblicher Kraftakt und wird hauptsächlich vom Städtischen Bauhof geleistet.

Mehr als 160 Akteure an den vier Tagen auf der Bühne

Die Kulturgemeinde mit ihren 213 Mitgliedern organisiert das Ereignis und sorgt auch für die Werbung. „Wir geben der Veranstaltung ein Gesicht“, sagt Diana Leist, die das Event in enger  Zusammenarbeit mit dem Kulturschaffenden Adolf Wetzel sowie Kulturamtsleiter Hermann Spang auf die Schienen gebracht hat. Mehr als 160 Akteure werden von Donnerstags bis Sonntag auf der Bühne stehen.

Bei schlechtem Wetter zieht die Veranstaltung in den neu eröffneten Festsaal der Waldorfschule um.

Informationen zu Programm und Kartenkauf finden sich im Internet unter

www.wangen.de/veranstaltungs-teaser/kultur-am-postplatz.html

7. Auf Schatzsuche durch die Natur



Die Schatzsuche der Gegenwart heißt „Geocaching“. Auch in Wangen und Umgebung gibt es Routen, die Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen Spaß machen. Wir waren mit Marc Lutz und Michaela Stark bei Karsee unterwegs.

Okay, das Wort ist im Deutschen irgendwie sperrig: Geocachen (sprich: geokäschen). Das Spiel ist jedoch auf der ganzen Welt verbreitet und deshalb ist die Spielsprache Englisch.
Zum Geocachen braucht man die Lust zu laufen, zu suchen, Rätsel zu lösen oder Neues zu entdecken und manchmal ein bisschen Geduld. Denn eine Schatzsuche kann sich verzwickt gestalten. Und man braucht ein Gerät, das einem den Weg zeigt. Egal, ob Handy oder ein anderes GPS-fähiges Gerät, man muss nur die Koordinaten eingeben können und damit den Weg zu den Zielen suchen.

Einloggen im WEB


Es funktioniert eigentlich ganz einfach. Man logge sich ein im Internet unter www.geocaching.com, melde sich an, wähle einen „Schatz“ und gehe los. Wer einen Zielpunkt erreicht, muss den „Schatz“ finden, oder er bekommt die Koordinaten für das nächste Ziel.  Und doch geht es beim Geocaching nicht um die Jagd nach Ziel, Koordinaten und Punkten, sondern immer auch um die Landschaft und die Natur, in der die Schätze versteckt sind. Frei nach der Philosophie: Der Weg ist das Ziel.

Spannende Routen im Allgäu

Marc Lutz und Michaela Stark sind leidenschaftliche Geocacher und gehen mit GPS Gerät und neuerdings auch mit einem i-Pad durch die Landschaft. Beide haben so viel Spaß am Geocachen, dass Marc zwei eigene Routen gelegt hat. Sie sind sehr spannend – und das im doppelten Sinn, denn der Schaltschrankbauer stattet seine Stationen mit Objekten aus, die mit Elektrizität zu tun haben. Aber keine Angst: „Es kann nichts passieren“, beruhigt der 39-Jährige. Und: „Jeder kann sie lösen. Sie sind getestet worden.“ 

An klaren Tagen gibt es eine tolle Aussicht


Also los. Beim EnBW-Verteiler Richtung Rötenbach finden wir den ersten Zielpunkt. Und wir lernen: So ein Versteck kann winzig klein und fast vor der Nase sein. Mit den Koordinaten fürs nächste Ziel im Gerät geht es weiter. Der Weg windet sich wunderschön und gibt immer wieder herrliche Ausblicke preis. „An einem klaren Tag sieht man von vielen Stellen aus entweder auf das ganze Alpenpanorama oder auf die Waldburg“, erzählt Michaela Stark.

Auf die Cacher-Autobahn schauen

Aber auch an Tagen wie diesem, ohne die atemberaubende Fernsicht, lohnt der Weg jeden Schritt. Als wir an einer Stelle stehen, die uns die Elektronik zeigt, aber keinen Plan haben, wo wir jetzt suchen sollen, kommt der gute Tipp von den Fachleuten: Immer auf die Cacher-Autobahn schauen – also Augen auf und Trampelpfade  finden.

Geocacher trampeln jedoch  nicht sinnlos durch Wiesen. Sie halten sich an Wege und - wenn diese doch einmal verlassen werden müssen - dann suchen die modernen Schatzsucher einen möglichst naturschonenden Weg, beispielsweise am Wald entlang.

Ein Magnet soll zur Lösung verhelfen


So führt dann auch ein Wiesenweg zu einer gut versteckten Station. Mit Hilfe eines starken Magneten soll hier die Lösung des Problems gefunden werden. Ganz schön knifflig. Und vor allem – wer trägt schon immer einen Magneten mit sich herum? Auch wegen solcher Fragen ist es gut, vor dem Start die genaue Beschreibung des Weges auf geocaching.com zu lesen. Sie geben Hinweise, was man mitbringen oder beachten muss.  Nützliche Begleiter auf der High Voltage 1-Tour sind ein Taschenrechner und etwas zum Schreiben, denn einmal muss heftig gerechnet werden. Außerdem gibt Marc Lutz dort den Rat, nicht im Dunkeln auf dem Weg zu sein, denn es könnte sein, dass der örtliche Jäger im Wald unterwegs ist.

Das Hobby ist Marc Lutz etwas wert

Marc Lutz ist es wichtig, mit allen, an denen seine Wege vorbei führen und wo er Sachen versteckt hat, ein gutes Verhältnis zu pflegen: „Ich habe mir von allen die Erlaubnis geholt, dass ich den Weg bei ihnen vorbei führen darf und dass auch die Sachen dort versteckt werden dürfen.“ Zur Mühe kam dann auch noch die stolze Summe von rund 3000 Euro, die Marc Lutz in seine Wege investiert hat. „Es ist mein Hobby“, sagt er.

Was ein richtiger Schatzsucher ist, der will auch etwas mit nach Hause bringen. So ist das auch unter Geocachern. Und so findet man am Ende der Runde in einem schwierigen Versteck ein paar Kleinigkeiten und ein Logbuch. Allerdings: Wer etwas mitnimmt, sollte auch etwas zurücklassen. Das ist Ehrensache unter Geocachern. Manche Schatzsucher hinterlassen eine sogenannte Geocoin. Das ist eine Münze, die von Schatz zu Schatz getragen werden soll. Es kann auch ein anderer Gegenstand sein, zum Beispiel - wie gesehen -  ein kleiner Kunststofffrosch oder sonst etwas.

Schatzsuche im Himalaya und in der Wangener Altstadt
Geocaching gibt es mittlerweile auf der ganzen Welt. „Sogar am Himalaya gibt es versteckte Dosen“, erzählt Marc Lutz. Oder auf Mallorca. Mit leuchtenden Augen berichtet er von Höhlen und wunderschönen Plätzen, die er und seine Freundin  gefunden haben, an die sie nie gekommen wären, wenn nicht ein netter Geocacher irgendwann einen Schatz versteckt hätte. „Übrigens“, so sagt er, „auch in der Wangener Altstadt gibt es mehrere Schätze zu finden. Man muss nur losgehen und suchen.“

Info: Der Einstieg ins Geocaching ist kostenlos und geht über www.geocaching.com.  Marc Lutz hat sich entschieden, seine beiden Routen mit zwei verschiedenen Schwierigkeitsgraden und Längen im kostenpflichtigen Premium-Bereich abzulegen.  Wer High Voltage I und High Voltage II gehen möchte, muss sich dann dort anmelden. 29,99 Euro kostet es, wenn man sich für ein Jahr im Premium-Bereich aufhalten möchte (Tarif Mai 2013). Marc Lutz nennt als einen Grund, dass er nicht will, dass wirklich jeder auf den Wegen unterwegs ist und damit auch bei seinen Nachbarn für viel Verkehr sorgt. Beide Routen können zu  Fuß oder mit einem geländegängigen Fahrrad absolviert werden. Die kleinere Runde ist 5,5 Kilometer lang, für die man 2,5 bis 3 Stunden einplanen sollte. Die längere Route führt über knapp 9 Kilometer. Vier bis fünf Stunden sollten dafür angesetzt werden. Wobei es je nach Lust, Laune oder Geschick auch länger dauern kann, bis das Ziel erreicht ist.


8. Abschied vom Hotel Waltersbühl: Der Name Kieninger steht für fast 60 Jahre Gastlichkeit in Wangen



Ende Mai ist in Wangen eine Ära zu Ende gegangen: Es ist die der Familie Kieninger im Hotel Waltersbühl. Denn Dieter und Edeltraud Kieninger haben ihr Haus zu diesem Zeitpunkt an die Jufa übergeben. Ein Rückblick.


Einst lag das Hotel inmitten von Wiesen

Als die Eltern von Dieter Kieninger das vom Württembergischen Fußballverband neu gebaute Haus Waltersbühl im Juni 1954 übernahmen, lag es fast allein vor den Toren der Stadt. Rings herum gab es nur grüne Wiesen und Kühe. „Die Wittwais und Staubers konnte man von hier aus sehen“, erzählt Kieninger. Inzwischen ist die Stadt ganz nah an das heutige Hotel herangerückt, umgreift es sogar komplett, und auch das Haus selber hat sich in vergangenen fast 60 Jahren immer wieder verändert.

Am Anfang waren es 26 Betten

„Wir haben mit 26 Betten damals begonnen“, erinnert sich der Gastronom und Hotelier. Mit fast jedem Umbau kamen Betten hinzu. Zuletzt waren es 80. Allein das zeigt die Veränderung. Und so wurde das Haus auch 2005, als es die Kieningers vom WFV pachteten, in „Hotel Restaurant Waltersbühl“ umbenannt. Zu den Baugeschichten gehört jene von der Küche: Am Anfang wurde im Keller gekocht und die Mahlzeiten fuhren mit dem Lift nach oben. Schnell zeigte sich, dass das keine gute Idee des Architekten war. Denn was immer auf den Tellern lag, kam meistens kalt zu Tisch. Also baute man als erstes die Küche ans Restaurant an. Der rustikale Eiche-Stil des Restaurants wurde 2004/05 bei der Renovierung aufgegeben. Eineinhalb Jahre vor der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland wurde es ebenso wie Teile des Hotels gründlich modernisiert.

Togo residiert im Hotel Waltersbühl

Damals konnte noch niemand ahnen, dass sich das Hotel Waltersbühl und mit ihm die Eheleute Kieninger 2006 mitten im WM-Trubel wiederfinden würden. Jene sechs Wochen im Mai und Juni 2006, in denen sie die Fußballmannschaft von Togo beherbergten, sind auch das Ereignis, das sie beide sofort auf die Frage nennen, was das kurioseste Erlebnis in all den Jahren war.
Sechs Wochen lebten die Togolesen im Hotel Waltersbühl. Kurz bevor beim DFB in Frankfurt ein Katalog mit möglichen Unterkünften fertig gestellt und an die Verbände der teilnehmenden Nationen weitergegeben wurde, rutschte das Hotel Waltersbühl noch hinein. Es war Hotel Nummer 101 in dem Band.

Spannende Gespräche in Lomé

Der in Wangen lebende Herrmann Selbherr, unter anderem DFB-Spielausschussvorsitzender und Afrikabeauftragter, hatte schon früh Beziehungen geknüpft und so flog dann auch eine Delegation mit Selbherr, Kieninger und Oberbürgermeister Michael Lang für eine Woche nach Lomé, um zu verhandeln. Kurz vor der Abreise schließlich unterschrieben die Togolesen am Flughafen ihren Vertrag mit dem Hotel.

Groß war die Freude, aber auch die Erleichterung. Denn die Kieningers hatten in der Zuversicht, dass es klappen würde, die Wochen vor und zu Beginn der WM geblockt für Togo. Etwas anderes war ihnen auch nicht übrig geblieben. Denn das Hotel durfte aus Sicherheitsgründen für andere nicht zugänglich sein. Auch Stammgäste mussten sich im WM-Jahr einen anderen Aufenthaltsort suchen.  Im Rückblick sagt Edeltraud Kieninger: „Wenn das nicht geklappt hätte, hätte uns das wahrscheinlich finanziell das Genick gebrochen.“

OB Lang bescheinigt den Kieningers großen Mut

Oberbürgermeister Michael Lang betonte denn auch kürzlich bei der offiziellen Verabschiedung den großen Mut der Kieningers. Ihr Engagement erst habe es möglich gemacht, dass Wangen am Sommermärchen 2006 so nah teilhaben konnte. Die togolesische Mannschaft war die erste Mannschaft, die zur WM nach Deutschland reiste. So waren auch viele Medien in der Stadt und ums Haus, deren Vertreter sonst womöglich nie einen Fuß nach hätten.

Die vielen Minuten auf internationalen Fernsehkanälen – bis hin nach Japan – brachten dem Hotel und der Stadt einen hohen Bekanntheitsgrad, der bis ins Jahr 2013 anhält, wie Dieter Kieninger sagt. „Es kommt immer noch vor, dass Gäste sagen  Ihr hattet doch damals bei der WM die Mannschaft aus Togo bei Euch‘.“ Und die Bilanz? „Ich würde das alles sofort wieder machen, aber keine Mannschaft sechs Wochen am Stück bei mir beherbergen. Denn irgendwann kommt da der Lagerkoller“, berichtet Kieninger.

Prominente genießen gern die Ggastlichkeit des Hauses


Da Gastlichkeit bei den Kieningers immer groß geschrieben war – auch schon bei den Eltern  in den frühen Jahren – gingen dort gerne viele Prominente aus und ein. Jahrzehnte lang waren es Menschen vor allem Menschen, die dem Sport und dort besonders dem Fußball verbunden waren. Spontan erinnert sich das Hotelier-Ehepaar aber auch an Ministerpräsident Lothar Späth, an Helen Fischer oder DJ Ötzi, aber auch an Bill Ramsey, Grit Böttcher oder Django Asül.

Jetzt gibt es Zeit fürs Privatleben

Mit dem Abschied vom Hotel Waltersbühl geht für Dieter Kieninger auch ein großer Lebensabschnitt zu Ende. Denn er kam als Dreijähriger 1951 mit den Eltern aus Friedrichshafen nach Wangen. Sie übernahmen zunächst das Bahnhofhotel, den heutigen Oberwirt.  Seit 1954 lebt er also mit Unterbrechungen als junger Mann in der Ausbildung in diesem Haus, das er 1984 als Chef übernahm. Vor längerem schon hat er sich mit seiner Frau ein Haus in der Nähe gekauft und ist umgezogen. „Es ist für uns eine völlig neue Erfahrung, dass wir abends heimkommen und vom Geschäft weg sind“, sagt Edeltraud Kieninger. „Hier im Hotel ist man ja eigentlich nie Privatperson“, sagt auch ihr Mann. Das wird jetzt ganz anders und beide freuen sich darauf.

9. Gastrotipp: Gerda Sorg ist Wirtin mit Leib und Seele


Wohin essen gehen in Wangen? Wir stellen Wangener Lokale vor. Heute: Museumscafé

Die Altstadt von Wangen im Allgäu bietet viele lauschige Plätzchen. Doch der Winkel an der Stadtmauer gegenüber der Eselmühle ist ein ganz besonders idyllischer Ort. An zwei Seiten umrahmt von historischen Mauern geben eine Kastanie und ein plätschernder Brunnen dem Platz ein ganz besonderes Flair. Im Sommer können sich dort die Gäste des Museumscafés gemütlich im Schatten niederlassen.

Einst wohnten in dem schmalen Häuschen Färber.  Noch im 17. Jahrhundert lebte dort der wichtigste Leinwandfärber Wangens, heißt es an der Eingangstüre des heutigen Cafés. Seit 1986 ist das Gebäude Teil der Wangener Museumslandschaft und beherbergt im ersten Stock das Eichendorff-Museum und das Gustav-Freytag-Museum. Das Café im Erdgeschoss mit 30 Plätzen drinnen und 55 draußen hat Gerda Sorg am 1. März 1999 eröffnet.

Viele Stammgäste

Bis dahin tagte der Wangener Seniorentreff in den Räumlichkeiten. Nach seinem Umzug ins Weberzunfthaus sollte an der Museumsmeile ein Café einziehen. „Ich habe mit Herzblut einen Brief an den damaligen Oberbürgermeister Dr. Jörg Leist geschrieben und mich als Wirtin beworben“, erzählt Gerda Sorg. „Es war immer mein Herzenswunsch, als Wirtin zu arbeiten.“

Die 52-Jährige ist nicht enttäuscht worden.  Mit großer Herzlichkeit umsorgt sie ihre Gäste und serviert bodenständige Kost. Einheimische wie Gäste fühlen sich dort wohl. „Wir haben auch eine Reihe Gäste, die immer wieder nach Wangen kommen und sich freuen, wenn man sich noch an ihre Gewohnheiten erinnert.“

Vom zünftigen Vesper zum Sonntagsbrunch

Da kann zünftig gevespert werden, zum Beispiel mit heißen Seelen oder Flammkuchen, da gibt es von Dienstag bis Freitag eine warme Mittagsmahlzeit. Naschkatzen verwöhnt die Hobbybäckerin mit selbstgebackenen Kuchen und Torten.  Und im Sommer stehen ihre Eiskreationen bei den Gästen ganz hoch im Kurs. Sonntags deckt die Wirtin auf Bestellung auch die Tafel für einen Brunch. Gerda Sorg „schmeißt“ ihr Café fast alleine. Nur für die warme Mittagsküche hat sie Unterstützung und am Wochenende packt ihr Mann, Harald Lieb, mit an.

Kleinere Wangener Stammtische besuchen regelmäßig in das gemütliche Café. Dort finden im Winter auch die Raucher ein Zimmer für sich. Gerne suchen auch Gäste mit Behinderung das Lokal auf, denn eine Rampe hilft ihnen beim Betreten des Innenraums und auch die Toiletten sind passend für ihre Bedürfnisse.

Auch Räuber kehren im Museumscafé ein

Inzwischen gehören auch Räuber, Ritter und Burgfräulein zum Stammpublikum. Denn wer eine Ritterführung für Kinder bucht, kann auch einen Räuberschmaus bestellen. Da gibt es dann Pommes samt einer kleinen Wurst am Spieß und ein Johannisbeerschorle. Die Termine liegen immer samstags um 17.30 Uhr am 13. Juli, 3. August, 17. August, 31. August, am 14. September und am 28. September. Anmelden kann man sich beim Gästeamt der Stadt Wangen im Allgäu unter der Telefonnummer 07522- 74-211 oder per Email an tourist@wangen.

Öffnungszeiten des Museumscafés:

Dienstag bis Samstag jeweils ab 9 Uhr
Sonntag 9 bis 17.30 Uhr
Ruhetag: Montag

Kontakt:

Museumscafé
Gerda Sorg
Lange Gasse 1
88239 Wangen im Allgäu

Telefonnummer 07522-5152


Kontakt

Sie haben ein Anliegen oder Fragen an das Gästeamt:

Gästeamt - Tourist Information
Tel. +49 (0) 7522 74-211
Bindstraße 10
D-88239 Wangen i. Allgäu
E-Mail: tourist@wangen.de

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