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INFOBRIEF BÜRGER
08/2013

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1. Prato und Wangen besiegeln Freundschaft neu

Die Städte Wangen im Allgäu und Prato in der Toskana haben am Wochenende das 25-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft gefeiert. Am Sonntag, 4. August, setzten Oberbürger­meister Michael Lang und der Prateser Vizebürgermeister Goffredo Borchi ihre Unterschriften unter eine Urkunde, mit der die 25 Jahre währende Freundschaft erneut beschworen wird.

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wie herzlich die Freundschaft zwischen Wangen und Prato gepflegt wird, man hätte nur zuhören müssen, als am Ende des Festakts die Narrensänger das Prato-Lied anstimmten. Während die Wangener Sänger das mitreißende Lied intonierten, unterstützte spontan das Schlagzeug der Banda Chiti aus Prato und die Zuhörer, vor allem jene aus der Toskana, klatschten begeistert mit. „Kultur kennt keine sprachlichen Grenzen“, hatte Oberbürgermeister Michael Lang zuvor in seiner Festansprache gesagt.

Mehr als 100 Prateser Gäste

Der Festakt am Sonntag war feierlicher Abschluss eines Wochenendes, das ganz im Zeichen der Freundschaft mit Prato stand. Die mehr als 100 Gäste aus der Partnerstadt waren am Donnerstag und Freitag angereist, hatten mit den Wangenern zuerst die Kulturnacht und dann den italienischen Abend gefeiert und schließlich am Sonntag auf die Gründung der Partnerschaft vor 25 Jahren zurückgeschaut und ihre Freundschaft erneut förmlich besiegelt. Sie gebe eine Perspektive für die Zukunft, war der Tenor auf beiden Seiten.

OB Lang: "Wir lieben Prato!"

Lang dankte den Pratesern für ihre Freundschaft und versicherte: „Wir lieben Prato, wir lieben die Menschen in Prato!“ Seit der Begründung der Partnerschaft zwischen beiden Städten durch Claudio Martini und Langs Amtsvorgänger Dr. Jörg Leist seien Wangener und Prateser viele Schritte aufeinander zu- und gemeinsam gegangen. Lang dankte den Männern und Frauen, die in der Vergangenheit die Gemellagio aufgebaut und immer wieder erneuert haben. Die Partnerschaft lebe und sei in den Herzen der Menschen in beiden Städten fest verankert.

Ein wichtiger Tag

Vizebürgermeister Goffredo Borchi, der mit Gemeinderatspräsident Maurizio Bettazzi und einer großen Gruppe aus Prato gekommen war, unterstrich die Ausführungen Langs. Nachdem er die Grüße von Bürgermeister Roberto Cenni verlesen hatte, sprach er von einem „wichtigen Tag, den wir hier erleben.“  Abweichend von seinem Manuskript ging er auf die Emotionen ein, die beide Städte nach 25 Jahren verbindet.

Emotionen geben Hoffnung und Vertrauen

Dann wandte er sich direkt an OB Lang: “Auch aus den Worten, die Sie gesagt haben, kommt dieses Emotionale herüber, das uns Vertrauen und Hoffnung gibt.“ Zwischen Wangen und Prato gebe es eine Partnerschaft der Bürger. „Ich wünsche mir, dass diese Geschichte noch eine lange Fortsetzung erfährt“, sagte Borchi. Die Aussichten dafür seien gut, denn die Fundamente der Beziehung seien stark und fest.

Dank an die Akteure

Auch Borchi dankte all den Aktiven, die die Freundschaft beider Städte begründet und vorangebracht haben. Er überreichte Ansgar Friemelt, Wolfgang Tengler (beide vom Partnerschaftsverein), Dr. Jörg Leist (Alt-OB), Gerd Locher (Alt-Bürgermeister), Bürgermeister Ulrich Mauch und Oberbürgermeister Michael Lang Urkunden auf Pergament für ihre Verdienste um die wechselseitigen Beziehungen beider Städte und Staaten, aber auch für ihren Einsatz für „Frieden, Freiheit und Demokratie.“

Nun ist die Jugend gefordert

Dass es nun auch an der Jugend ist, diese Beziehungen weiter zu schmieden, unterstreicht der Text der Urkunden, die von Lang und Borchi unterzeichnet und ausgetauscht wurden.

Die Prateser überreichten OB Lang Gastgeschenke: eine sechsbändige Geschichte der Stadt Prato sowie eine hübsche Keramik, die zwei Posaunisten aus filigraner Keramik zeigt, die in der Stadt Prato eine besondere Bedeutung haben.  

Musik aus Prato bereichert die Feierlichkeiten

Den feierlichen musikalischen Rahmen am Sonntagmorgen gab das Orchester Banda Chiti aus Prato.  Es stimmte auf die Feier ein und spielte nicht nur die Europahymne, sondern auch beide Nationalhymnen, die vom Publikum jeweils beherzt mitgesungen wurden.

Der formellen Feier am Sonntag war am Samstag zuvor ein fröhliches Fest beim italienischen Abend vorausgegangen. Auch dort spielte Banda Chiti und wurde zu späterer Stunde abgelöst von The Moxx, einer mitreißenden Prateser Rockband. Sie wurde unterstützt wurde von vier Sängerinnen der Musicalschule Politeama, die optisch und stimmlich für Furore sorgten.

2. Theatereinführung ist am 20. September

Die Kulturgemeinde startet nach den Sommerferien mit ihrem Herbst-/Winterprogramm. Theaterfreunde sollten sich den Freitag, 20. September 2013, als Termin notieren. Dann werden im Weberzunfthaus-Café um 20 Uhr die Stücke vorgestellt, die über den Winter in der Stadthalle in Wangen im Allgäu gezeigt werden.

Wie immer kommen zu diesem Abend Vertreter der Landesbühnen und Mitglieder des Theaterbeirats um eine Vorschau auf das Programm zu geben. Umrahmt wird die Vorstellung von einem theatralisch-musikalischen Programm. Der Eintritt ist frei.

Folgende Stücke hat die Kulturgemeinde ins Programm genommen:

  • Freitag, 11. Oktober, 20 Uhr: „Three Kingdoms“ von Simon Stephens, gespielt vom Landestheater Württemberg-Hohenzollern, Tübingen (LTT). Über sein Stück schreibt der Autor: „Mein Stück sollte davon ausgehen, dass der Teufel womöglich in uns allen steckt. Dass wir unter Umständen Jahre damit verbringen, das Böse zu suchen, um am Ende festzustellen, dass wir es die ganze Zeit selbst waren. Gut und Böse haben das exakt gleiche Gesicht. Das Hinterfragen und Unterwandern moralischer Gewissheiten ist das Herz des Stückes.“
  • Freitag, 22. November, 20 Uhr: „Homo Faber“ von Max Frisch, Badische Landesbühne, Bruchsal. Der Ingenieur Walter Faber, rational denkend, glaubt nicht „an Fügung und Schicksal“. Menschliches sieht er nüchtern, Verwunderung, Erschütterung und Rätselhaftigkeit sind ihm fremd. Krebskrank erkennt Walter Faber, dass er durch rational nicht kalkulierbares Verhalten nicht nur sich selbst, sondern auch sein Umfeld ins Unglück gebracht hat. Max Frischs 1957 erschienener Text „Homo Faber. Ein Bericht“ ist die Geschichte einer Einsicht und Läuterung.
  • Freitag, 24. Januar, 20 Uhr: „Ein Herz und eine Seele“ von Wolfgang Menge, Landestheater Franken-Schwaben, Dinkelsbühl. Unvergessen ist die Fernsehserie um  Ekel Alfred, das permanent nörgelnde Oberhaupt der Familie Tetzlaff. Nun kommt „ein Herz und eine Seele“ auch auf die Bühne. Im Mittelpunkt steht die Bochumer Familie Tetzlaff, der Prototyp des deutschen Spießbürgertums. Zwei Folgen haben die Theaterleute ausgewählt.
  • Freitag, 21. Februar, 20 Uhr: „Agnes“ von Peter Stamm, Württembergische Landesbühne, Esslingen. Peter Stamms Debutroman, der auch Abiturthema ist, wurde von der Kritik einhellig bejubelt, mehrfach preisgekrönt und stand monatelang auf der SWR-Bestenliste. Er zeigt beklemmend und sensibel die Verlorenheit in virtuellen Gefühlen.
  • Samstag, 15. März, 20 Uhr: „Das Erdbeben in Chili“ nach einer Novelle von Heinrich von Kleist, LTT. Die Geschichte zweier Liebenden muss scheitern angesichts der strengen Moralvorschriften ihrer Zeit und angesichts eines Erdbebens, das Chili heimsucht. Für vorsichtigen Optimismus in der Katastrophe sorgt das Überleben des Kindes der zwei Verliebten.
  • Freitag, 4. April, 20 Uhr: „Vor dem Ruhestand“ von Thomas Bernhard, Landestheater Schwaben, Memmingen. Der Autor Thomas Bernhard nennt das 1979 uraufgeführte Stück eine Komödie von deutscher Seele. Er schrieb es unter dem Eindruck der öffentlichen Auseinandersetzung um den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Filbinger und dessen Vergangenheit als „furchtbarer Jurist“ im  III. Reich.

Unser Bild zeit ein Szenenfoto aus Homo Faber_ Foto: Peter Empl

 

3. Joy-Kleinkunst verspricht beste Unterhaltung

Im September beginnt das neue Joy-Kleinkunstprogramm mit 17 Veranstaltungen. Ein wahrer Marathon-Lauf durch die Kabarett- und Comedy-Szene auf der Bühne der Hägeschmiede.  

Den Auftakt macht am Samstag, 7. September, Armin Fischer mit seinem Klavierkonzert „Das verkan(n)tete Genie – Ein Pianist packt aus“. Eine Woche später heißt es „Italiener weinen nicht“ mit Roberto Capotoni. Robert Griess schildert am Samstag, 21. September, was Deutschland bewegt und lässt dabei das Volk zu Wort kommen.

Wolfgang Krebs ist ein Meister der Parodie und hat sich vor allem als Double von Edmund Stoiber, Horst Seehofer und Günther Beckstein einen Namen gemacht. Am Freitag, 27. September, kommt er nach Wangen. Wenn Bodo Bach am Samstag, 5. Oktober, erst einmal ins Plaudern gerät, öffnet er sein ganz privates Nähkästchen und erlaubt Einblicke, die doch eigentlich niemanden etwas angehen. Frank Sauer ist bereits zum achten Mal auf der Bühne in Wangen. Er präsentiert am Samstag, 12. Oktober, sein neues Programm „Der Weg ist das Holz“.

Ein unmögliches Konzert zu geben – das schaffen nur Stenzel & Kivits (Foto: Kleur). In ihrem neuen Programm ist kein klassisches Thema vor ihren Improvisationen und Persiflagen sicher. Die urkomische Musik-Comedy ist auch für Kinder ab zehn Jahren geeignet. Bühne frei heißt es am Freitag, 18. Oktober.

Die Schweiz ist voll. Von Deutschen. Deshalb kommt Michael Elsener (Foto: Alexandra Wey) nach Deutschland. Und erzählt, was alle unbedingt wissen sollten. Außerdem erklärt er am Samstag, 26. Oktober, warum die Schweiz immer eine Extrawurst will.

Zwei preisgekrönte Pianistinnen und zwei Konzertflügel stehen beim Konzert am Samstag, 9. November, im Mittelpunkt. Die "Queenz of Piano", Anne Folger und Jennifer Rüth entlocken den beiden Instrumenten auf spielerische Weise viel mehr als es Pianisten üblicherweise tun. Mit Witz und einem Hang zur Selbstironie entstauben sie das Image klassischer Klavierkonzerte.

Was sich reimt, ist gut – das sagte schon der große Philosoph Pumuckl. Doch leider ist die Welt voller Ungereimtheiten. Philipp Scharri ist überzeugt: Sie wäre besser, wenn sie sich reimte. Vom „Unterhaltungswert dieses Sprachgenies“ können sich die Besucher in der Hägeschmiede am Samstag, 16. November, überzeugen. Team und Struppi stehen für preisgekröntes Anarchie-Kabarett aus Norddeutschland. Ihr erstes abendfüllendes Programm „Die Machtergreifung“ ist ein Rundumschlag der politischen Korrektlosigkeit, der alles und jeden trifft. Die Gewinner des Deutschen Kleinkunstpreises 2013 stehen am Samstag, 23. November, in Wangen auf der Bühne.

In der Zeit der Casting- und Rankingwut sollten wir sortieren, was wirklich wichtig ist. Suchen oder finden? Lieben oder geliebt werden? Dem widmet sich Arnim Töpel in seinem neuen Programm mit Wort und Piano am Samstag, 30. November. Thomas Schreckenberger steht mit "Notausgang gesucht“  am Samstag, 7. Dezember, auf dem Programm. Holger Paetz, der in der darauffolgenden Woche in Wangen gastiert, ist kein Mann für platte Gags. Seine kühl-ironischen Betrachtungen bringt einen im ersten Moment zum Lachen, im nächsten Moment entdeckt man die traurige Wahrheit, die dahintersteckt. Stephan Zinner präsentiert am Samstag, 21. Dezember, einen „Abend über Verwandte und andere Freunde…“.

Den Abschluss des Joy-Kleinkunstprogrammes bildet Uli Boettcher an zwei Abenden mit zwei Programmen: „Keine Ahnung“ (am Samstag, 28. Dezember) und „Ü40 – die Party ist zu Ende“ (am Sonntag, 29. Dezember).

Info:
  • Vorverkauf ist montags, dienstags, mittwochs und freitags von 9 bis 12.30 Uhr, donnerstags 15bis 18 Uhr, im Volkshochschule-Büro, Marktplatz 11, 88239 Wangen im Allgäu.
  • Kartentelefon bis freitags, 13 Uhr, 07522/74248 oder vhs@wangen.de.
  • Online: www.reservix.de.
  • Die Abendkasse im Weberzunfthaus ist jeweils ab 18 Uhr geöffnet und telefonische unter 07522/913627 erreichbar.
  • „JOY“ gibt's auch im Abo: Sechs Veranstaltungen buchen und fünf bezahlen. Außerdem kann man auch Geschenkgutscheine erstehen. Beides ist nur im VHS-Büro möglich.

4. Richtfest für das Pflegeheim

An einem der heißesten Tage dieses Sommers haben die Hospitalstiftung zum Heiligen Geist sowie die Stadt Wangen im Allgäu mit den Handwerkern und Mitarbeitern des Pflegeheims Richtfest des Neubaus an der Argen gefeiert. 

Oberbürgermeister Michael Lang dankte allen am Bau beteiligten für ihre Arbeit und ganz besonders den Nachbarn, die die Arbeiten „so geduldig mittragen“. Er erinnerte in seiner Ansprache an den langen Vorlauf, bis endlich mit dem Bau begonnen werden konnte. Bereits seit 2003 habe sich die Stadt als Planer für die Hospitalstiftung damit beschäftigt, ob sie selber ein Pflegeheim bauen oder einen anderen Träger dafür holen sollte. Denn klar sei gewesen: Auf die Dauer konnte das Spital kein Pflegeheim bleiben.

Spital war nie für die Pflege gedacht


Dafür war es auch nicht gebaut worden. Die rund 600 Jahre alte Stiftung gewährte in dem altehrwürdigen Gebäude in der Stadt alten Menschen und Kranken Obdach und Pflege. Erst in den 1990er Jahren entwickelte sich dort auch die Altenpflege, weil der Bedarf plötzlich vorhanden war. Das sei so nie gedacht gewesen, sagte Lang. Denn als städtisches Pflegeheim sei St. Vinzenz vorgesehen gewesen. Deshalb habe die Stadt damals zum Bau des Heims auf der Berger Höhe auch das Grundstück und einen Zuschuss gegeben.

Engagiertes Team

Dass der Beschluss, selber in die Pflege zu investieren, gefallen sei, liege auch am engagierten Team der Hospitalstiftung. „Wir haben dort Mitarbeiter, denen wir schulden, dass wir in der Pflege bleiben“, sagte Lang. „Es ist ein starkes Team und wir freuen uns, dass die Belegschaft mit allen Bewohnern 2014 in dieses Gebäude umziehen kann.“ Dann sei auch an den nächsten Schritt, den Umbau des alten Spitals zu denken, in dem einmal betreutes Wohnen möglich sein soll. Dem Gemeinderat der Stadt Wangen im Allgäu als Träger der Stiftung dankte Lang, weil dort in großer Einigkeit über die Zukunft der Hospitalstiftung entschieden werde. „Wir hatten dort nur einstimmige Beschlüsse.“

Sanfter Übergang zum Landschaftsgrün geplant

Weil das Haus an der Nahtstelle zum Gelände der Landesgartenschau 2024 steht, sollen die Außenanlagen nicht nur den Bewohnern als Garten dienen, sondern auch einen sanften Übergang hinüber ins Grün schaffen. „Damit wird das Pflegeheim zu einer Art Entrée in den Eingangsbereich der Landesgartenschau“, sagte Lang. Technisch beschreitet die Hospitalstiftung mit den Stadtwerken Wangen im Allgäu einen neuen Weg. Denn der Neubau wird fast zu 100 Prozent mit Strom und Wärme aus eigenen Wasserkraftanlagen und der Heizzentrale beim Argenstadion versorgt.

Bevor sich die Gäste zum Essen setzten, brachte Polier Franz Stadelmaier den Richtspruch auf Haus, Handwerker und Bauherrschaft aus. Den Nachbarn versprach er in einem Gedicht, es werde nun bald „kirchenstill“ auf der Baustelle. Das Glas, das er nach altem Brauch vom Dach warf, zersprang in viele Stücke, was viel Glück bringen soll.

Kommendes Jahr ist Einzug

Das Pflegeheim, das vom Architektenbüro Wimmer–Armellini aus Bregenz entworfen wurde, wird Ende kommenden Jahres bezogen. Es wird rund 9,2 Millionen Euro kosten. Derzeit liegen die Arbeiten sowohl terminlich wie auch von der Kostenseite im Plan.


5. Festspiele Wangen ziehen sehr gute Zwischenbilanz

Die Festspiele Wangen haben sich in ihrer dritten Saison einen festen Platz im Kulturleben der Stadt  Wangen im Allgäu erobert. Selbstbewusst kann Regisseur Anatol Preissler sagen: „Die Festspiele Wangen sind inzwischen etabliert. Unsere Zwischenbilanz sieht sehr, sehr gut aus.“ Gespielt wird noch bis am Sonntag 1. September.

Kinderaufführungen stets ausgebucht

Die Kinderaufführungen sind in diesem Sommer bisher alle komplett ausgebucht gewesen. Und auch im Abendstück, Dario Fos „Bezahlt wird nicht!“ lief sehr gut. „Weil wir eine kürzere Spielzeit haben als in den ersten beiden Jahren, werden wir am Ende zwar nicht dieselben Besucherzahlen erreichen wie in der Vergangenheit, aber die einzelnen Vorstellungen waren stärker ausgelastet“, erläutert Preissler.

Positive Reaktionen

Auch die Reaktionen des Publikums bestätigen die Theatermacher. „Zu 98 Prozent hören wir positive Kommentare, und am Ende eines jeden Stücks gibt es starken Applaus“, sagt Preissler. Natürlich könne man immer diskutieren, „ob ein Stück zu klamaukik oder zu wenig klamaukik sei“, oder wie es um den sozialkritischen Anspruch stehe. Aber gemessen am begeisterten Beifall an jedem Abend sieht sich die Festspielcrew auf dem richtigen Weg.

Von Anfang an wollten die Theaterleute Theater mit Anspruch machen, und das sei auch gelungen. „,Pension Schöller‘ können wir immer noch machen“, sagt Preissler. „Aber das wollen wir eigentlich nicht.“

Info:

  • Dario Fos „Bezahlt wird nicht!“ ist immer Freitag, Samstag, Sonntag bis einschließlich Sonntag ersten September um 19.30 Uhr zu sehen.
  • Das Kinderstück gibt es freitags und samstags um 15.30 Uhr, sonntags um 11.30 Uhr. Da „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler bisher immer ausverkauft war, empfiehlt es sich, Karten im Vorverkauf zu kaufen.
  • Tickets gibt es beim Gästeamt der Stadt Wangen im Allgäu, Telefonnummer 07522-74-211, Email: tourist@wangen.de oder im Internet über www.reservix.de oder www.suedfinder.de/tickets. Für das Abendstück gibt es auch immer eine Abendkasse.

Fotos: Festspiele Wangen/Christoph Morlok

 

6. Wissen, wann der Müllmann kommt

Ein neues Online-Programm gibt jederzeit Auskunft, wann die Mülltonne geleert wird – auch und gerade um Feiertage herum. Das hat jeder schon einmal erlebt: Es ist ein Feiertag in der Woche und man überlegt, wann denn nun eigentlich der Müll abgeholt wird. Das Müll-Blättle der Stadt Wangen hat sich in der Küche irgendwo versteckt und die Zeitung, in der die Anzeige stand, ist schon im Altpapier entsorgt. Nachschauen geht also nicht.

Geht doch! Denn jetzt hat die Stadt Wangen im Allgäu auf ihrer Homepage ein kleines aber nützliches Online-Programm gesetzt, mit dessen Hilfe ganz schnell gesehen werden kann, wann die Mülltonne an die Straße gehört. Der Link dorthin lautet: www.wangen.de/muellkalender. Dort gibt man den Namen der eigenen Straße ein, bestätigt die Eingabe mit dem Suche-Button oder der Enter-Taste. Schon erscheinen die Termine zugeschnitten auf die eigene Adresse.


7. Beim 80. Radkriterium sind die Geschäfte offen

Der 18. verkaufsoffene Sonntag am 15. September steht unter dem Motto „Familientag - Zeit zur Begegnung“. Die Geschäfte öffnen von 13 Uhr bis 18 Uhr.

Für jeden ein Angebot

Ein echter Tag für die Familie soll der 18. verkaufsoffene Sonntag beim 80. Radkriterium sein. Alle Familienmitglieder können an diesem Tag etwas Besonderes für sich entdecken. Vom Radsport draußen auf der Runde vor dem Martinstor oder beim Bummel durch die Läden bis hin zu Spielattraktionen für Kinder – für die ganze Familie ist etwas geboten.   Noch kann man Sommermode zum Schnäppchenpreis bekommen, aber auch all jene, die für die kommende Herbst-und Wintersaison einkaufen wollen, finden schon die neueste Mode.

Attraktives Kinderprogramm

Für die Kinder gibt es ein attraktives Programm. Auf dem Postplatz sichern DAV-Aktive an der Kletterwand junge Kletterer und ermöglichen ihnen neue Erfahrungen in der Vertikalen. In der Zunfthausgasse können sich die Kleinen auf einer Hüpfburg austoben. Die Schmiedstraße nebenan erwartet mit einem „Pony-Reiten“ viele jüngere Stadtbesucher. Und traditionell fährt das beliebte Kinderbähnle den Rundkurs in der Unterstadt – Start und Ziel ist jeweils am Gasthaus Rad in der Bindstraße. Übrigens: Die Eintrittskarten für Ponyreiten und Eisenbähnle werden großzügig in den Geschäften der Leistungsgemeinschaft verteilt oder können am Veranstaltungsort gekauft werden.

Pipes and Drums in der Altstadt

Musikalisch sorgen die „Highroad Pipes and Drums“ ab 13 Uhr für Stimmung in den Gassen und auf den Plätzen. Auch das Haus der Künste wird sich musikalisch beteiligen.

Wies'n-Atmosphäre auf dem Marktplatz

Die Brauerei Farny zapft Bier aus dem Spuck-Brunnen mit den verdruckten Allgäuern am Rathaus, der eigens an diesem Tag umgestellt wird. Die Gastronomie in der Innenstadt und all die einladenden Straßencafés sind auf viele Besucher eingestellt. Und auf dem Marktplatz schaffen die Wirte eine „ganz oigene“ Wies‘n-Atmosphäre mit Oktoberfest Angeboten – Start ist ab 12 Uhr.

Neues auf vier und zwei Rädern


Zudem zeigen verschiedene Autohäuser viele neue Modelle in der Stadt. Die örtlichen Fahrradgeschäfte stehen mit Rad und Rat zur Seite – vom hochwertigen Rennrad über die neuesten Modelle an Pedelecs und e-Bikes wird alles da sein.

Vielfältigkeit zeigt sich

„Es lohnt sich an diesem Tag besonders, Wangen einen Besuch abzustatten, um die Vielfältigkeit der Geschäfte zu erleben, die Stadt zu erkunden, zu bummeln, zu schauen, Bekannte und Freunde zu treffen und ganz einfach einen tollen Sonntag in Wangen zu erleben“, sagt Angelika Zimmerer, Geschäftsführerin des Veranstalters Leistungsgemeinschaft Handel und Gewerbe in Wangen.

8. AMV präsentiert den „Alten Gottesacker“ als unbequemes Denkmal

Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September, hat sich in diesem Jahr „unbequeme Denkmale“ vorgenommen. Während in vielen Städten in Deutschland Gebäude in den Mittelpunkt gerückt werden, die aus politischen Gründen „unbequem“  sind, zum Beispiel weil sie aus der Nazizeit stammen, rückt der Altstadt- und Museumsverein (AMV) den „Alten Gottesacker“ in den Mittelpunkt. Er ist eine Herausforderung, weil sein Erhalt viel Geld kostet. Gerade in diesem Jahr hat der Gemeinderat der Stadt Wangen im Allgäu beschlossen, den Alten Gottesacker zu sanieren. Kostenpunkt: rund 1,3 Millionen Euro. Davon wird die Stadt wohl knapp 600.000 Euro aufbringen müssen. Wer sich über den Alten Gottesacker und die bevorstehende Sanierung des kulturhistorisch überregional bedeutenden Ensembles informieren möchte, kann an Führungen teilnehmen. Kirchenmusikdirektor Georg Enderwitz spielt in der Rochuskapelle, die am Eingang des Friedhofs liegt.

So sieht das Programm aus:

11.00 Uhr: Eröffnung und Begrüßung durch den Vertreter des Oberbürgermeisters
11.30 Uhr: Konzert mit Organist Georg Enderwitz (Rochuskapelle)
12.00 Uhr: Führung mit Johannes Steinhauser
12.30 Uhr: Führung mit Prof. Härle zum Grünkonzept des Gottesackers
13.00 Uhr: Bildvortrag von Architekt Karl Herter (Rochuskapelle)
14.00 Uhr: Führung mit Restauratorin Sophie Richter
15.00 Uhr: Konzert mit Organist Georg Enderwitz (Rochuskapelle)
16.00 Uhr: Führung mit Johannes Steinhauser

9. Bei der Bundestagswahl sind 20.100 Wangener wahlberechtigt



Die Vorbereitungen für die Wahl zum deutschen die Bundestag (Foto: Fotolia/Marcito) am 22. September laufen – auch im Wangener Rathaus. Immer mehr Bedeutung bekommt das Thema Barrierefreiheit der Wahllokale.

Den 20.100 Wahlberechtigten in der Stadt Wangen im Allgäu stehen in 18 Wahllokalen – neun in der Kernstadt und neun in den Ortschaften - die Türen offen. Die Wahllokale in der Kernstadt sind bis auf das im katholischen Kindergarten in der Wittwais allesamt barrierefrei. In den Ortschaften können die Wahllokale in der Schule in Niederwangen, in der Grundschule Neuravensburg und im Rathaus Primisweiler barrierefrei erreicht werden. Wer sein Wahllokal nicht erreichen kann, kann entweder mit Briefwahl abstimmen oder sich einen Wahlschein geben lassen.

Mit Wahlschein woanders wählen

„Dann kann man in jedem Wahllokal im Wahlkreis 294 Ravensburg, zu dem Wangen im Allgäu gehört, abstimmen“, erklärt Hermann Weinschenk, der als Hauptamtsleiter der Stadtverwaltung Wangen im Allgäu die Abwicklung der Wahl  verantwortet. Das bedeutet: Man kann sich als Wangener Bürger in Wangen einen solchen Wahlschein ausstellen lassen und damit beispielsweise in Amtzell zur Wahl gehen.

Wer mit Hilfe seiner Wahlbenachrichtigung einen Antrag auf einen Wahlschein stellt, bekommt jetzt automatisch auch die Briefwahlunterlagen zugestellt. Damit sind beide Möglichkeiten offen: Man kann also persönlich zur Wahl in ein anderes Wahllokal innerhalb des Wahlkreises 294 Ravensburg gehen als in das auf der Wahlbenachrichtigung angegebene oder den Postweg nutzen.

Jetzt als Brief

Die Wahlbenachrichtigungen werden Ende August verschickt. Sie kommen jetzt als Infobrief und nicht mehr als Karte wie bisher. Es gibt mehrere Gründe für die Änderung. Der Text, der unterzubringen war, enthält mehr Informationen als bisher. Außerdem wollte man auch die Schrift größer setzen, damit sie leichter gelesen werden kann.

Somit passte das Anschreiben nicht mehr auf die Karte. Sehbehinderte finden auf der Wahlbenachrichtigung außerdem eine Telefonnummer, über die sie eine Schablone ordern können, die beim Ausfüllen des Stimmzettels hilfreich ist. Zudem müssen die Städte und Gemeinden eine Rufnummer angeben, über die Menschen mit Behinderungen abfragen können, ob ihr Wahlraum barrierefrei ist.

Viertes Briefwahllokal eingerichtet


Weil die Zahl der Briefwähler in den vergangenen Jahren immer mehr angestiegen ist, reagiert die Stadt nun mit der Einrichtung eines vierten Briefwahllokals. Es ist im 1. Obergeschoß des Rathauses eingerichtet und im Gegensatz zu den anderen drei Briefwahllokalen im Kornhaus nicht barrierefrei. „Für die Wähler hat das keine Bedeutung, wohl aber für jene, die die Auszählung am Abend beobachten wollen“, sagt Weinschenk.

Briefwahlanträge bis 20. September möglich

Briefwahlanträge können schon jetzt gestellt werden, letztmalig jedoch am Freitag vor der Wahl, also am 20. September, bis 18 Uhr. „Wir haben schon einige Anträge vorliegen von Personen, die längere Zeit verreist sind. Einen Antrag auf Briefwahl muss man schriftlich stellen, wobei alle Wege offen stehen. Man kann einen Brief oder ein Fax schicken oder die elektronische Post nutzen“, sagt der Hauptamtsleiter. Allerdings werden die Briefwahlunterlagen erst Mitte August verschickt, wenn auch die Stimmzettel im Rathaus sind.

Früh genug abschicken


Wer per Brief abstimmt, muss dafür Sorge tragen, dass der Umschlag am Wahltag vor 18 Uhr beim Briefwahlausschuss, also im Rathaus, eintrifft. Das heißt: entweder muss der Brief früh genug im Postbriefkasten landen oder ein Bote bringt ihn bis 18 Uhr am Wahltag ins Rathaus. „Zwar bringt die Deutsche Post bei Bundestagswahlen am Sonntagmorgen noch eine Sonderlieferung, aber darauf sollte man sich nicht verlassen“, rät Hermann Weinschenk.

Neu ist auch: Eine Person darf nur noch für vier weitere Wähler die Wahlunterlagen abholen. „Der Gesetzgeber hat hier Vorsorge getroffen, damit nicht jemand allzu viele Stimmzettel in die Hand bekommt“, erläutert Weinschenk. Denn das bisherige Verfahren ließ zumindest die Möglichkeit für großflächige Betrügereien. „In einem Fall hatte ein Wahlbewerber in Bayern für eine größere Anzahl von Bewohnern in einem Seniorenheim die Wahlunterlagen bei der Gemeinde geholt und dann eigenhändig ausgefüllt. Die Sache flog auf.“

Auslandsdeutsche wählen mit

Bei jeder Wahl beteiligen sich auch zehn bis 20 ehemalige Wangener Bürger, die heute im Ausland leben. Die meisten von ihnen haben sich in Österreich und in der Schweiz niedergelassen. Aber auch aus den USA und aus Kanada erreicht Wahlpost die Stadt Wangen. Wenn diese Auslandsdeutschen wählen wollen und länger als 25 Jahre schon außerhalb der Bundesrepublik Deutschland leben, dann müssen sie die Wahl gesondert beantragen und nachweisen, dass sie mit den politischen Verhältnissen in Deutschland vertraut sind.

Ein echter Aufwand für die Wähler

Die Rathäuser vor Ort haben dann zu entscheiden, ob sie diese Bürger zur Wahl zulassen. Hermann Weinschenk sieht kaum Gründe, die gegen einen solchen Antrag sprechen. „Diese Leute müssen sich richtig hinsetzen und einigen Aufwand betreiben, um den Antrag auszufüllen. Wenn sie sich diese Mühe schon machen, dann haben sie die Zulassung eigentlich redlich verdient“, sagt der Hauptamtsleiter.

Zahlen und Daten
  • Spätestens bis 1. September erhält jeder Wahlberechtigte eine Wahlbenachrichtigung.
  • Die Wahllokale sind am 22. September von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
  • Die Wähler haben zwei Stimmen zu vergeben.
  • Das vorläufige amtliche Endergebnis für Wangen liegt voraussichtlich gegen 19.30 Uhr vor.
  • Rund 200 Wahlhelfer werden über den Tag im Einsatz sein.
  • Details zur Wahl sind im Internet unter www.bundeswahlleiter.de und in Kürze auch unter www.wangen.de zu finden.

10. Wangen feiert 150 Jahre Baumwollspinnerei



Die Baumwollspinnerei, die spätere Erba, ist vor 150 Jahren gegründet worden. Die Stadt Wangen im Allgäu und der Erba-Museumsverein laden deshalb am Samstag, 21. September, zum Festakt ein.

Er soll einen Einblick geben in das reiche Leben in der Erba. Wie reich dieses Leben war, davon wird Heimatforscher Prof. Dr. Manfred Thierer berichten. Beim Podiumsgespräch mit dem SWR-Redakteur Wolfgang Wanner werden ehemalige Erba-Mitarbeiter aus ihren Erlebnissen berichten. Oberbürgermeister Michael Lang gibt einen Ausblick auf das, was die Stadt mit dem Gelände der Erba bei der Landesgartenschau 2024 vorhat. Für Musik sorgt die Kapelle Hans Hanf.

Im Anschluss an den Festakt können sich die Besucher umsehen in einer Ausstellung zu 150 Jahren Erba und zur Landesgartenschau 2024. Es wird Mitmachangebote zum Thema „Spinnen und Weben“ geben. Filmvorführungen beleuchten die Erba-Geschichte. Zudem führen ehemalige Mitarbeiter über das Erba-Gelände. Weitere Führungen blicken voraus auf die Landesgartenschau 2024.

Info:

  • Der Festakt beginnt um 10.30 Uhr,
  • die Ausstellung ist ab 12.30 Uhr zu sehen,
  • die Filme laufen ab 13.30 Uhr, ebenso die Führungen.
  • Das Ende ist um 18 Uhr vorgesehen.

 

11. Unternehmen im Steigflug

Es ist gerade sieben Jahre her, da bezog SET das Firmengebäude im Waltersbühl. Schon während der Planung zeigte sich, dass die zwei vorgesehenen Stockwerke nicht ausreichen würden. Beherzt setzte Bauherr Karl Immler damals noch ein weiteres oben drauf. Jetzt ist das Gebäude schon wieder zu klein. Zeit für einen weiteren Spatenstich.

Der Spatenstich ist für die Firma SET Power Systems, eine SET-Tochter. Bisher arbeiten die 15 Mitarbeiter mit denen von SET unter einem Dach. Mit SET Power Systems haben SET und der in Österreich ansässige Global Player AVL ein Joint Venture gestartet.

"Virtuelle Maschine"


Das junge Unternehmen sieht seine Zukunft derzeit hauptsächlich in der Entwicklung und Fertigung von Testsystemen für elektrische Antriebssysteme. Die neu entwickelte innovative Testmethodik, bei der der Elektromotor zur Prüfung des Antriebsumrichters durch eine „virtuelle Maschine“ ersetzt wird, findet großen Anklang im Fahrzeugbereich. Auch im Rennsport findet diese Methodik ihren Einsatz. Ein namhaftes Formel-1 Team setzt schon auf die Prüfsysteme der Firma.

Sportliches Ziel

Weil diese Branche brummt und die Nachfrage nach immer leistungsfähigeren elektrischen Testlösungen groß ist, braucht auch SET Power Systems Platz zur Expansion. Das neue Gebäude, das Karl Immler neben das bisherige anbauen wird, hat eine Netto-Geschossfläche von 1380 Quadratmetern. Es wird 1,8 Millionen Euro kosten und soll am 5. Dezember fertig gestellt sein. „Wir haben dem Unternehmen ein sportliches Ziel gesetzt“, ist sich der Bauherr aus Isny bewusst. Dass dieses Ziel auch erreicht wird, versprach Roger Breyer für den Generalunternehmer Goldbeck. Immler fügte hinzu: „Wir freuen uns, dass hier etwas wächst“ und versprach, er werde das Grundstück nebenan nicht verkaufen, falls SET Power Systems irgendwann Bedarf habe.

Die Herausforderung hat das Bauunternehmen Goldbeck gerne angenommen, wie deren Vertreter Roger Breyer sagte. Ende April habe seine Firma den Auftrag bekommen und Anfang Juli sei die Planungsfreigabe da gewesen – auch das ein sportlicher Horizont.

Gute Gründe sprechen für Wangen

Es ist nicht selbstverständlich, dass SET Systems in Wangen baut. Doch drei gute Gründe sprechen dafür, wie Geschäftsführer Horst Hammerer sagt: „Der erste Grund ist: Wir haben ausgezeichnete Beziehungen zur Firma Immler. Das Mieter-Vermieter-Verhältnis ist optimal. Der zweite Grund ist die Stadt Wangen an sich. Wir fühlen uns hier willkommen. Oberbürgermeister Michael Lang und Wirtschaftsförderer Holger Sonntag haben immer offene Türen für uns. Der wichtigste Grund aber ist die Nähe zu SET. Wir sind ein Kind der SET und wir wollen die Verbindung halten.“

Glückwunsch für die Unternehmen

Oberbürgermeister Michael Lang beglückwünschte das Unternehmen zu seinem Erfolg und zeigte sich erfreut, dass auch die Firma Immler ihr als Partner zur Seite steht. „Am Beispiel von SET sieht man, wie wichtig es ist, kleinen Unternehmen die Möglichkeit zum Wachsen zu geben“,  sagte Lang. Auch andere, wie Waldner, seien einmal ein kleines Unternehmen gewesen. „Sie machen innovative Produkte. Die Stadt wird Sie auf Ihrem Weg gern weiter begleiten“, versprach Lang.

Fokus auf die E-Mobility

Mit Macht wird die SET Power Systems weiter am Thema E-Mobility arbeiten. Und dabei nimmt das Unternehmen den asiatischen Markt ganz besonders in den Blick: „Die Asiaten haben uns da etwas voraus“, sagte Hammerer. Wenn man sehe, wie viele Elektro-Roller in den Metropolen Chinas unterwegs seien, da könne man in Europa nur davon lernen.

Arbeitskräfte händeringend gesucht

Um zu wachsen braucht das Unternehmen auch viele kluge Köpfe. „Wir suchen alle Fachbereiche, die mit Elektronik, Elektrotechnik und Konstruktion zu tun haben: Facharbeiter, Techniker, Ingenieure“,  sagte Hammerer am Rande des offiziellen Spatenstichs. In vier Jahren will SET Power Systems auf 50 Mitarbeiter wachsen und damit den Personalbestand mehr als verdreifachen.

Weil der Arbeitsmarkt auf diesem Sektor praktisch leer ist, nutzt SET Power Systems inzwischen auch das internationale Netzwerk von AVL. Die Fühler sind weit ausgestreckt, zum Beispiel nach Frankreich und Italien. Und so wird womöglich  bald eine französische Ingenieurin, bei dem Wangener Unternehmen aufschlagen. Und Kontakte nach Spanien und Italien sind angebahnt.

Gute Adresse Wangen

SET Power Systems geht es bei der Suche nach Fachkräften wie vielen Unternehmen in der Stadt, wie OB Lang sagte. Und dennoch sei Wangen und das Allgäu eine gute Adresse, wie er kürzlich von einem aus einer Nachbargemeinde zugewanderten Unternehmen gehört habe. „Seit es die Adresse Wangen im Allgäu hat, melden sich dort mehr Bewerber“, berichtete Lang.

12. Sigmaringer Gartenschau macht Mut

Die Gartenschau 2013 in Sigmaringen schreibt eine Erfolgsgeschichte. Der Gemeinderat der Stadt Wangen im Allgäu sowie Mitglieder der Stadtverwaltung, des Jugendgemeinderats und der Ortsheimatpflege haben sich dort Eindrücke geholt und sich über Erfahrungen berichten lassen. Es war ein sehr ermutigender Tag.

Entlang der jungen Donau und vor der prächtigen Kulisse des Hohenzollernschlosses spielt in Sigmaringen die so genannte „Kleine Landesgartenschau“. Das Grünprojekt sollte vor allem dazu dienen, das rund 9 Hektar große Gelände entlang der Donau zu sanieren, neu zu erschließen und für die Bevölkerung und Touristen attraktiv zu machen.

Alle Kritiker Lügen gestraft

Das ist den Sigmaringern ganz offensichtlich gut gelungen. Denn Bürgermeister Thomas Schärer legte den Besuchern vier Wochen vor Ende der Gartenschau eine strahlende Bilanz vor. „Wir haben alle Kritiker Lügen gestraft“, sagte Schärer gegenüber den Gästen aus Wangen im Allgäu. „Und wir haben eine Identität in Sigmaringen und der Region geschaffen.“

18.000 Dauerkarten verkauft

Gerechnet hatte die Stadt mit 300.000 Besuchern. Bis Mitte August waren es schon 500.000 und am Ende werden es wohl 600.000 sein. Einen wichtigen Anteil daran hat der Verkauf an Dauerkarten. Bereits am 6. Dezember 2012 waren 4000 davon verkauft. Heute gibt es 18.000 Dauerkartenbesitzer, die aus der ganzen Region kommen müssen, denn die Stadt Sigmaringen selber hat nur rund 16.500 Einwohner. „Wir rechnen bei einem Dauerkartenbesitzer mit einem Besuch pro Woche“, sagte Schärer.

Attraktiver Preis

„Was macht die Dauerkarten so attraktiv?“, wollte Wangens Oberbürgermeister Michael Lang von seinem Kollegen wissen. Mehrere Gründe konnte Schärer nennen: Der Preis liegt bei höchstens 70 Euro für Erwachsene. Die Familienkarten sind so angelegt, dass die Kinder kostenlos mitkommen dürfen.

Viele lokale Akteure eingebunden

Ein weiterer Grund für die starke Resonanz: Die Planer haben Schulen, Vereine wie die Imker oder Gartenbaufreunde und andere Institutionen mit eingebunden. So haben Schulen beispielsweise die hässlichen Betonfüße der Burgstraßenbrücke künstlerisch ummandelt oder sie haben das Maskottchen der Einzelhandelsgesellschaft der Sigmaringer Geschäfte, den Hirsch, in unterschiedlichsten Weisen mit verschiedensten Materialien dargestellt. Gezeigt werden sehr originelle Exemplare entlang der Donau. Das bedeute, dass die Familien samt Großeltern und Freunden auf das Gelände gezogen würden.

Der Beweis für die These des Bürgermeisters wurde prompt geliefert. Als die Wangener Gruppe sich auf ihrem Weg über die bunten Hirsche amüsierte, konnte sie mit anhören, wie eine begeisterte Oma Bekannten das Werk ihrer Enkelin zeigte.  

Jugend darf selber planen


Außerdem konnten Jugendliche einen eigenen Bereich gestalten. Man stellte ihnen eine Summe von rund 580.000 Euro zur Verfügung, womit sie einen Skater-Pool, ein Beachvolleyball-Areal und ein Chill-Area planten. Täglich sei hier viel los. Auch die Jugendlichen mussten eine Dauerkarte erstehen. Sie kostete 25 Euro und lag damit offenkundig in einem für die Jugendlichen akzeptablen Bereich.

Mehrwert im nächsten Jahr

Zudem haben die Dauerkarten einen Mehrwert. Wer sie bei einem Baumarkt vorzeigt, bekommt zehn Prozent erstattet. Und wer sie gut aufhebt, kann im kommenden Jahr noch zahlreiche Attraktionen vom Freibad in der Stadt Sigmaringen bis hin zum Mainaubesuch mit einem Gartenschaurabatt nutzen. Die hervorragende Besucherbilanz wird zudem durch rund 220.000 Tageskarten ergänzt.

17 Millionen investiert

17 Millionen Euro flossen in das gesamte Areal in Sigmaringen, wobei allein die grundständige Sanierung der Stadthallte rund 9 Millionen Euro in Anspruch nahm. Entstanden sind attraktive Daueranlagen wie beispielsweise ein riesiger Spielplatz an der Donau, gleich neben dem Bootshaus. Aus der alten „Hütte“ entstand ein moderner Bau mit großen Fenstern, die den Blick aufs Schloss freigeben. Bereits seit ihrer Fertigstellung im vergangenen Jahr ist die Donaubühne ein gern genutzter Veranstaltungsort mit Fluss und Schlossblick für die Zuschauer inklusive.

Brücke gesperrt

Die Anlagen führen nahe an die Stadt heran – mit allen Vor- und Nachteilen. So musste der Gemeinderat Sigmaringen 2012 entscheiden, was mit der Burgstraßenbrücke geschehen sollte, denn sie durchschneidet das Gelände. Man entschied sich nach Verkehrszählungen und genauem Abwägen einstimmig dafür, sie für die Zeit der Gartenschau für den Verkehr zu sperren. Heute werden dort Eintrittskarten verkauft und beispielsweise die Sigmaringen Teilorte präsentiert. Der Prozess, der zu dieser Entscheidung führte sei kein einfacher gewesen. „Aber er war richtig und ist heute unumstritten“, sagte Bürgermeister Schärer.  Und er gab den Kommunalpolitikern mit auf den Weg: „Sie werden auch unangenehme Entscheidungen treffen müssen.“

Gastronomie profitiert

Ausgesprochen lohnend  sei die Gartenschau für die örtliche Gastronomie, die von einem Plus von 20 bis 30 Prozent ausgeht – und dies obwohl die Verpflegung der Besucher auf dem Gelände über eine überregional arbeitende Catering-Firma gemacht wird. Wie der Geschäftsführer der Förderungsgesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen mbH, Martin Richter sagte, sei dies auch notwendig, weil die Gastronomen vor Ort so einen Aufwand kaum hinbekommen könnten. Gern verarbeitet das Gastro-Unternehmen aber Brot und Fleischwaren aus Sigmaringen.

Viele neue Kunden

Der Einzelhandel sei zwar weniger euphorisch, berichte aber von neuen Käufern, die vorher noch nie in Sigmaringen gewesen seien und sich lobend über das Angebot äußerten. Auch hier stellten jene Wangener, die Sigmaringen von früheren Besuchen kannten, fest, dass sie sich nicht an so ein geschäftiges Treiben in der Stadt erinnern konnten, wie sie es jetzt bei der Gartenschau erlebten.

Nicht immer muss der Aufwand groß sein


Und noch etwas nahm die Gruppe an Eindrücken mit: Es muss nicht immer die Prachtanlage sein, die Menschen anlockt. Mitten auf dem Gelände findet sich ein Platz, auf dem Steine aufgeschüttet sind – ein Traum für alle jene, die gerne Steinmännchen bauen.


13. Dorfjugend freut sich über neue Skateranlage

Initiative und bürgerschaftliches Engagement haben dazu geführt, dass Karsee sich über eine neue Skateranlage freuen kann. Jetzt wurde die Anlage offiziell von Oberbürgermeister Michael Lang übergeben.

Die Kinder und Jugendlichen aus Karsee und Leupolz freut es ganz besonders. Sie haben den Parcours schon mächtig unter die rollenden Bretter genommen. Drei Elemente hat die Anlage und kostete am Ende 18.000 Euro und nicht wie ursprünglich geplant 40.000 Euro.

Dass das so kam, hat eine Reihe von Gründen. Zunächst war die Skateranlage auf der ehemaligen Kugelstoßanlage geplant. Diese Fläche herzurichten wäre aber viel zu teuer gewesen und so wichen die Planer auf die Laufbahn aus, deren Belag beschädigt war. Außerdem wurden keine Betonelemente verwendet, sondern günstigere Hindernisse angeschafft.  Und schließlich gab es sehr entgegenkommende Firmen und viele Helfer, die spontan zupackten,  wie Ortsvorsteherin Kornelia Keller sagt.

Adventskalender gibt 2000 Euro

Auch aus dem Volksbank Adventskalender flossen 2000 Euro für die Anlage. Nicht zuletzt hat die Karseer Jugend selber ihren Teil beigetragen und beim Basar 700 Euro eingenommen. Die Jugend, so berichtet Kornelia Keller, sei über die hohen Kosten erschrocken, die der Bau so einer Skateranlage mit sich bringt, und habe deshalb großen Wert darauf gelegt, selber in jeder möglichen Weise mitzuhelfen, um die Ausgaben zu senken. So packten die Jugendlichen, aber auch ihre Eltern mit an, als der alte Belag abgetragen werden musste und bereiteten alles für den Feinbelag vor. Fertiggestellt wurde der Parcours bereits im Oktober 2012 - beim ersten Schnee.

Jugendliche sagen Danke

Bei der offiziellen Übergabe und kleinen Feier, die wegen des anhaltend schlechten Wetters im Frühjahr aufgeschoben worden war, bedankten sich Benjamin Markert, Benedikt Peter und Elias Fiegle, dass die Anlage auf der ehemaligen Laufbahn gebaut wurde. So können die jungen Leute jetzt im Schatten der Bäume nahe bei den Sportanlagen und beim Beachvolleyballfeld rauf auf die Skateboards.

Engagement  soll belohnt sein

OB Michael Lang sagte: „Ich meine, wenn so viele richtig dahinter stehen, sollte es das Gemeinwesen auch machen.“ Als symbolisches Geschenk brachte er eine kleine Holzkiste mit: „Sie steht für das, was noch fehlt: eine Aufbewahrungsmöglichkeit am Rande, in der beispielsweise Besen untergebracht werden können.“



14. Joachim Dempe bringt Wangen-Kalender auf den Markt

Joachim Dempe (links) aus Neuravensburg hat einen Kalender veröffentlicht, in dem sich zwölf schöne Wangener Seiten finden. Eins der Bilder stammt von Stefanie Küfer (Mitte), die im Sekretariat von Oberbürgermeister Michael Lang (rechts) arbeitet.

Vor mehr als 40 Jahren hat der in Neuravensburg lebende Pharmazeut die Fotografie zu seinem Hobby gemacht, das er mit hoher Präzision betreibt. In den vergangenen Monaten sind zahlreiche neue Fotos von besonderen Wangener Ansichten entstanden und von Dempe auch selber zu einem Kalender zusammengestellt worden.

Auch die Grafik ist selbst entworfen


Nur ein Foto wurde zugeliefert: Die Altstadt im Herbst vom Turm der evangelischen Stadtkirche aus gesehen wurde von Stefanie Küfer aufgenommen.  Weil das Kalender-Projekt im frühen Frühjahr erst seine Initialzündung erlebte, hätte Dempe dieses Motiv nicht mehr selber liefern können. Auch die Grafik hat Joachim Dempe selber gemacht. Sein Ziel: ein für den Kunden günstiges Produkt herzustellen, an dem der Handel auch noch etwas verdienen kann. Und: „Mir ist wichtig, dass ich mit meinen Bildern die Menschen erreiche.“ Eigene finanzielle Interessen hat er nicht.

Neuravensburger kennen Dempes Kalender bereits


Dass die Menschen an seinen Bildmotiven Freude haben, hat er bei seinen Neuravensburg-Kalendern gelernt, die er ebenfalls für 2014 in der fünften Auflage auf den Markt bringt. 200 Exemplare mit Bildern der Wangener Ortschaft gingen jedes Mal weg.

Auflage 700 Stück

Nun startet Dempe also mit Wangener Motiven durch. Der Kalender liegt in einer Auflage von 700 Stück vor. Mehr wird es 2014 voraussichtlich nicht geben. Denn der Nachdruck einzelner Exemplare käme zu teuer, sagt Dempe.

Nicht nur die Motivauswahl, sondern auch das Kalendarium sind ganz auf Wangen zugeschnitten. Hinweise auf die wichtigsten Veranstaltungen der Stadt finden sich bei den Daten. Wer den Kalender also bei sich aufhängt, kann das Kinderfest nicht verpassen. „Nur ein Termin stimmt nicht, der vom D’Arge nab. Er wurde verschoben“, sagte Dempe bei der Vorstellung des Kalenders im Rathaus.

Schöne Mischung der Motive

Oberbürgermeister Michael Lang freute sich über das neue Wangener Produkt. „Es ist schön, dass Sie eine Mischung aus Bildern der Stadt und der Ortschaften zeigen. Das belegt die Vielfalt“, sagte Lang. „Ich hoffe, dass Sie Erfolg haben, so dass Sie auch für das Jubiläumsjahr 2015 wieder einen Kalender vorbereiten werden.“ Dass dieses Wangener Produkt durchaus Freude bereiten kann, hat OB Lang bereits beim Besuch der Prateser zur Jubiläumsfeier gesehen. Er gab Vizebürgermeister Goffredo Borchi und Gemeinderatspräsident Maurizio Bettazzi jeweils einen Kalender mit, die sich herzlich dafür bedankten.

Info: Der Kalender kostet 12,80 Euro. Er ist im Gästeamt der Stadt Wangen im Allgäu, bei den Buchhandlungen Ritter, Natterer, in der Stadtbuchhandlung, in der Silberdistel  sowie bei Schreibwaren Nothhaft im Waltersbühl zu bekommen.

Kontakt: Joachim Dempe arbeitet gern mit anderen Hobbyfotografen und lädt sie ein, sich an seinem nächsten Kalender zu beteiligen. Außerdem ermuntert er Wangener Bürger, es ihm mitzuteilen, wenn sie etwas besonders Schönes sehen. Kontakt unter www.hjd-multimedia.de


15. Hobby passt zum Allgäu

Die Fahrt Richtung Landesgartenschau 2024 nimmt weiter an Tempo auf: Miriam Engemann hat am 1. August 2013 bei der Stadtverwaltung Wangen im Allgäu ihre Tätigkeit als Stadtplanerin aufgenommen. Sie hat vor allem die Aufgabe, die Landesgartenschau gemeinsam mit ihrer Kollegin Melanie Griebe vorzubereiten und das Sanierungsgebiet Auwiesenweg zu betreuen.

Keine Angst vor großer Aufgabe
Miriam Engemann ist 27 Jahre alt und hat erst vor kurzem ihr Studium an der Universität Kassel abgeschlossen. Doch Angst vor der großen Aufgabe kennt sie offenkundig nicht. „Das Hochschulstudium in Kassel ist sehr praxisorientiert“, sagte Miriam Engemann. Sie kam deshalb schon mit den unterschiedlichsten Aufgaben einer Stadtplanerin in Berührung. Zum Beispiel in Berlin, wo es in einem sozial schwierigen Quartier um das so genannte „Quartiersmanagement“ im Rahmen des Bund-Länder-Programms ´Soziale Stadt´ ging. Sie entwarf Projekte, auch in Zusammenarbeit mit den Bürgern, und hatte sie bis in die politischen Gremien zu tragen. „Es wird spannend sein zu sehen, wie das hier in Wangen funktioniert“, sagt sie.

Im Organisieren geübt

Dass sie sehr gut koordinieren und organisieren kann, hat sie nicht zuletzt während ihrer Studienzeit in Kassel gesehen. Als Aktive in der Fachschaft arbeitete sie auch an zentraler Stelle mit bei der Organisation des bundesweiten Fachschaftstreffens in Kassel. Für gut 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer musste ein mehrtägiges Programm samt Unterkunft und Verpflegung innerhalb eines bestimmten Budgets auf die Beine gestellt werden. Wenn das keine Vorübung ist.

Stadtplanerin wird Fäden bündeln

An der Wangener Aufgabe hat die junge Stadtplanerin gereizt, dass eben keine „Blümlesschau“ organisiert werden soll, sondern dass es um die Revitalisierung eines Stadtgebiets gehen soll. Und zwar nicht nur in der ERBA selber, sondern auch im benachbarten Stadtteil am Auwiesenweg. „Ich erhoffe mir, dass ich dann auch die Realisierung dessen erlebe, was da geplant wird.“ Bei Miriam Engemann werden viele Fäden zusammenlaufen. Sie wird die verschiedenen beteiligten Planungsbüros und Ämter aufeinander abstimmen und deren Arbeit bündeln. Zu einem der ersten Projekte zählt die Mitgestaltung des ERBA-Jubiläums am 21. September, bei dem die Gründung der Spinnerei und Weberei vor 150 Jahren gefeiert werden soll.

Hobby passt zum Allgäu

Miriam Engemann fühlt sich bereits sehr wohl in ihrer neuen Umgebung. Ein Grund dafür ist ihr Hobby. Sie wandert sehr gern. Die Region Allgäu-Bodensee-Vorarlberg kennt sie schon ziemlich gut. „Ich habe hier in der Region mit meinen Eltern früher schon Urlaub gemacht und bin mit ihnen hier unterwegs gewesen“, erzählt die 27-jährige.


16. Wangener Blasmusiktag: Mnozil Brass füllt die Argenhalle

Der 6. Wangener Blasmusiktag am Donnerstag, 3. Oktober verspricht jetzt schon ein Renner zu werden. Denn die Karten gehen weg, ohne dass bisher die Werbetrommel gerührt worden wäre.

Kein Wunder, Blasmusikfreunde kennen Mnozil Brass als tolle Truppe von Blechbläsern, die aber auch singt, swingt und mit unnachahmlicher Komik auftritt. Das Programm heißt „Happy Birthday“, denn die sieben Musiker spielen seit 20 Jahren zusammen.

Das Konzert in der Wangener Argenhalle beginnt um 17 Uhr mit der „Vorgruppe“. Dieses Jahr präsentiert sich das Wangener Projektorchester als Percussion-Ensemble.

Einlass ist um 16 Uhr. Karten gibt es noch über www.reservix.de oder beim Gästeamt Wangen, Bindstraße 10, Telefonnummer 07522/74.211 oder über Südfinder Ticket unter Telefonnummer 0751/29555777.

17. Galerie In der Badstube zeigt Bade-Bilder zum Jubiläum

Die Galerie In der Badstube eröffnet am Sonntag, 22. September, um 11 Uhr die Jubiläumsausstellung „Baden Gehen V“. Sie dauert bis 8. Dezember.

Im September 1993 eröffnete die Städtische Galerie In der Badstube in der Wangener Altstadt ihre erste Ausstellung  mit „Baden Gehen“. Im frisch sanierten und fortan unter Denkmalschutz stehenden Haus, das einst 1589 als Badstube erbaut wurde und seitdem eine wechselvolle Geschichte erlebt hat, ist die bildende Kunst eingezogen.

80.000 Besucher

Die vier weitläufigen Räume im ersten Geschoss oberhalb der heute zu den Wangener Museen gehörenden Badstube haben knapp 80.000 Besucher in insgesamt 83 Ausstellungen gesehen. Breit gefächerte Schauen, die Künstlern aus Wangen und aus der Region, volkskundlichen Themen, Kunst im Stadtraum, international renommierten Künstlern und Zeitgenössischem aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Skulptur und Installation eine Plattform geboten haben und bieten. In den Jahren 1994, 1997 und 2003 ist die Reihe „Baden Gehen“ mit Werken bekannter Künstler der Klassischen Moderne fortgeführt worden.

Ausstellungsformat jährt sich zum fünften Mal

Jetzt zum 20-jährigen Jubiläum jährt sich dieses Ausstellungsformat zum fünften Mal. Graphiken von Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein und Otto Mueller, Gemälde und Zeichnungen von Erwin Henning und Julius Herburger knüpfen an die zurückliegenden Schauen an. Zeitgenössische Künstler wie der Leipziger Maler Axel Krause, der Konstanzer Videokünstler Markus Brenner, die Malerinnen Maria Lie-Steiner aus München oder Beate Bitterwolf von der Höri decken andersartige Facetten dieses beliebten Freizeitvergnügens auf.

Nicht nur zur Sommerzeit, auch im Winter tummeln sich Badewillige unverdrossen auf gefrorener Wasseroberfläche, Fische gehen nicht mehr nackt, sondern tragen ein Schwimmkleid, Nasszellen in Zimmern und Pools im Gebirge laden zum Bade ein, oder verführerisch farbleuchtende Szenerien am Bodensee bestimmen das Bild dieser fünften „Baden Gehen“-Auflage.

Die Namen der ausgestellten Künstler lesen sich wie ein „Who is who?“: Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Max Pechstein, Gerhard Moll, Hans Purrmann, Erwin Henning, André Ficus, Rudolf Schmidt-Dethloff, Julius Herburger, Berthold Müller-Oerlinghausen, Wolfgang Henning, Irmela Maier,  Bodo Kraft, Axel Krause, Markus Brenner, Maria Lie-Steiner, Andreas Scholz,  Beate Bitterwolf, Werner Lehmann, Philine Fahl.

  • Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag, Sonn- und Feiertage            14 bis 17 Uhr
Samstag                                                                11 bis 17 Uhr

  • Eintrittspreise

Erwachsene  € 2,50, ermäßigt  € 1,50,
Frei für Kinder bis 10 Jahre und Wangener Schulklassen.
Kombi-Karte für Städtische Galerie und Städtische Museen vom 1. April bis 31. Oktober 3,50 Euro, ermäßigt 2 Euro.

  • Öffentliche Führungen

Samstag,             5. Oktober,         15 Uhr
Donnerstag,       17. Oktober,         18 Uhr
Samstag,            26. Oktober,        15 Uhr
Sonntag,            10. November,     15 Uhr
Sonntag,             24. November,    15 Uhr
Samstag,              7. Dezember,    15 Uhr

Führungen für Gruppen, Schulen und Kindergärten können bei der Geschäftsstelle angefragt werden und sind auch außerhalb der angegebenen Öffnungszeiten möglich.

Städtische Galerie In der Badstube

Lange Gasse 9, 88239 Wangen im Allgäu

  • Kontakt und Info

Geschäftsstelle der Städtischen Galerie In der Badstube

Marktplatz 11

88239 Wangen im Allgäu

Telefon  07522/74 242

Fax  07522/74 243

Email  vhs@wangen.de

Internet  www.galerie-wangen.de.



18. Marinemusiker spielen Benefizkonzert

Das Marine Musikkorps Nordsee aus Wilhelms­haven spielt am Dienstag, 10. September, um 19 Uhr in Wangen im Allgäu.

Auf Einladung der Franz-Xaver-Bucher-Stiftung wird das sinfonische Blasorchester der Marine ein Benefizkonzert geben. Der Erlös kommt der Franz-Xaver-Bucher-Stiftung zugute, die begabte junge Musiker an der Jugendmusikschule Württembergisches Allgäu (JMS) besonders fördert. Sie tut dies durch Unterrichtserweiterung, Förderung herausragender Leistung sowie Übernahme von Ensemblestunden.

50 Musikerinnen und Musiker

Die 50 professionellen Musikerinnen und Musiker des Marine Musikkorps Nordsee unter der Leitung von Fregattenkapitän Lutz Bammler bringen als „Botschafter in Blau“ einen Hauch Fernweh in den Festsaal der Freien Waldorfschule Wangen. Die FXB-Stiftung und die JMS freuen sich sehr, dass das Zentrum Militärmusik beim Streitkräfteamt der Bundeswehr dieses Benefizkonzert nach Wangen im Allgäu vergeben hat.

  • Karten gibt es beim Gästeamt Wangen oder im Internet über www.reservix.de
  • Preise: Erwachsene 12 Euro, Jugendliche 8 Euro. Freie Platzwahl.

 

19. Leckereien aus Prato gibt es weiter in Wangen

Mit rund 1,7 Tonnen Lebensmitteln sind Peter Schmitz und seine Begleiter aus Prato zum Jubiläumsfest angereist. Sie brachten Schinken, Salami, Käse, Biscotti, Pasta, Oliven und exzellente Weine aus der Region um Prato nach Wangen. Die Leckereien wurden am Marktplatz verkostet, der Wein zu Weinproben ausgeschenkt. Schmitz möchte gern den Handel zwischen beiden Städten ausbauen. Was den Wein um Prato auszeichnet, erläutert er im Gespräch.

Das Weingebiet rund um Prato ist winzig und hierzulande kaum bekannt. Es ist die Region Carmignano. Peter Schmitz, der in Prato lebt und zusammen mit seiner Frau Britta von Websky an der Beziehung zwischen den beiden Städten webt, lobt die edlen Tropfen in hohen Tönen: „Der Carmignano kann sich mit dem Brunello oder einem Nobile di Montepulciano messen, nur kennt ihn außerhalb der Region keiner.“

Nur 14 Weingüter zusammen

Dass das so ist hat unter anderem mit der Tatsache zu tun, dass lediglich 14 Weingüter zu der DOCG gehören. „In die Vermarktung sind sie nie professionell eingestiegen“, sagt Schmitz. Warum auch? Bisher galt im Carmignano die Devise: Wir trinken unsere edlen Tropfen selber.

Wer eine der Weinproben an der Kulturnacht und am 3. August mitgemacht hat, der dürfte hoch erfreut sein, dass diese Weine die Region in Italien nun auch verlassen sollen. Weil die „Region rot ist, auch politisch“, wie Schmitz sagt, keltern die 14 Winzer vor allem rote Weine, manche von ihnen sehr schwer und sehr tanninhaltig. Doch sie haben auch einen Rosé im Angebot. Der Grund: Gefragt sind nicht nur schwere rote, sondern auch leichte weiße Weine. Weil Weißweine in der Region aber weniger gut gedeihen, wird nach einer alten Tradition Rosé hergestellt.

Statt Weißwein wird Rosé gekeltert


„Früher durften die Erntehelfer den Saft, der sich in den Butten unten absetzte mit nach Hause nehmen und selber vergähren. Weil dieser Saft kaum auf der Maische lag, blieb er roséfarben“, erzählt Schmitz. Es ist der so genannte Ruspo, der „Gestohlene“. Heute werden nicht die Reste verwertet. Heute wird ganz gezielt für den Markt Ruspo gekeltert.

Weine haben in der Region Carmignano schon die Etrusker aus Sangiovese-Trauben produziert. Im ausgehenden Mittelalter haben die Medici in der Region ihre Villen gebaut – eben dort, wo sie auch guten Wein bekamen. Und 1716 schließlich erließ Großherzog Cosimo III. Medici das erste Weingesetz Italiens. Es definierte die Qualitätskennzeichen des Weines, der in seinem Jagdrevier hergestellt wurde.

Französische Trauben dabei

Weil zuvor bereits von Caterina de Medici mit dem Cabernet Franc und dem Cabernet Sauvignon französische Rebsorten im Carmignano heimisch gemacht worden waren, fanden sie Eingang in das Weingesetz. So ist bis heute die Region Carmignano die einzige in Italien, die die Zugabe von französischen Trauben erlaubt, wie Schmitz erzählt.

Weil er die italienischen Köstlichkeiten auch authentisch anbieten wollte, hatte er zwei Wochen zuvor einen Prateser Bäcker und Stefan Huber in der Backstube auf der Haid zusammengebracht. So konnte der Wangener Bäcker für das Fest original italienisches Brot backen.

Bei Michael Wild geht es weiter

Nach dem Ende der Feierlichkeiten packten die Prateser übrig gebliebene Leckereien nicht mehr ein, um sie nach Hause zu bringen. Sie blieben in Wangen in der Obhut von Michael Wild, der sie in sein Angebot integriert hat.

20. Heiko Kloos ist neuer Realschul-Rektor

Wechsel an der Spitze der Johann-Andreas-Rauch-Realschule: 21 Jahre lang war Herbert Rizzo Schulleiter der JAR. Rizzo übergab bei einer Feier symbolisch die Steuerung der Schule an seinen Nachfolger Heiko Kloos, dem Schulamtsdirektor Klaus Moosmann die Bestellungsurkunde aushändigte. Seit dem 1. August 2013 ist er offiziell im Amt.

Unter den vielen, die Rizzo in den Ruhestand verabschiedeten, war auch Oberbürgermeister Michael Lang. Er bescheinigte dem „Urgestein der Wangener Schullandschaft“, die JAR geprägt zu haben. Mit 60 Klassen und bis zu 1000 Schülern sei die JAR die große Mittelschule in Wangen, sagte Lang. Als Rizzo 1974 als Lehrer an die Realschule in Wangen kam, gab es noch keine Turnhalle und die Schule  trug auch noch keinen Namen.

Große Sympathie für die Jugendlichen

Das änderte sich mit den Jahren und vor allem mit Rizzos Amtszeit als Rektor. Lang dankte dem Schulleiter im Namen der Stadt als Schulträger und im Namen des Landes Baden-Württemberg für seinen Dienst. „Ich weiß, Sie haben sich immer sehr stark identifiziert mit den Jugendlichen an Ihrer Schule“, sagte der Oberbürgermeister.

21 Jahre lang Schulleiter

Der stellvertretende Leiter des staatlichen Schulamts in Markdorf Raimund Eltrich schilderte den Lebenslauf Rizzos. Der Mann mit den italienischen Wurzeln wuchs im Alb-Donau-Kreis auf, studierte in Weingarten an der Pädagogischen Hochschule und kam schließlich 1974 nach Wangen. Bis auf zwei Jahre, die er im Auslandschuldienst in Singapur verbrachte, arbeitete Rizzo seither an der JAR und lenkte ihre Geschicke 21 Jahre.

Der ökumenische Geist konnte wehen

Für die Kirchen bestätigte Dekan Herbert Fussenegger den ökumenischen Geist, der in der Schule weht. Der Geschäftsführende Rektor der Wangener Schulen, Robert Heer, erinnerte sich, wie er Rizzo kennenlernte, nämlich zunächst als Vater eines Buben an der Berger Höhe-Schule. Er bescheinigte seinem Kollegen ein hohes Engagement für seine Schule. Aus der Zeitmaschine stieg Dr. Igor Wetzel, der ein Abgänger der Realschule ist, Kollege Eugen Seefelder, der dem scheidenden Schulleiter Tipps für den Ruhestand mitgab, und Schüler der Klasse 9c, die einen humorvollen Einblick in die Marotten ihres Lehrers gaben.

Kurzweilige Show

Lehrerkollegium, Schulleiterkollegen, Eltern und Schüler verabschiedeten Rizzo in einer kurzweiligen Show, moderiert von Leni Dufner und Miria Heinrich. Rizzo selber dankte allen, die ihn unterstützt haben - auch seinem Nachfolger, der in den vergangenen beiden Jahren mit ihm als Konrektor zusammengearbeitet hat. „Ich weiß, dass Sie das Rüstzeug haben, die Schule weiterzuführen“, sagte Rizzo.

Den Beweis dafür musste Heiko Kloos dann aber erst noch antreten. Rizzo ließ mit Hilfe einer Fernbedienung einen Hubschrauber steigen und setzte ihn perfekt wieder auf dem Boden der Turnhalle auf. Kloos übernahm die Steuerung, brachte den Hubi zum Fliegen und landete ihn noch ein wenig holprig auf den sicheren Boden.

Aufgaben sind Herausforderungen

Im Interview mit Schulamtsdirektor Klaus Moosmann erklärte Kloos, er sehe die Aufgaben, die auf ihn zurollen in seinem neuen Amt als eine Herausforderung an und sei sich sicher, an einem „super Standort“ zu arbeiten. Auf die Frage, was er in fünf Jahren über die Realschule in der Schwäbischen Zeitung lesen möchte, sagte Kloos: „Erfreut sich weiter großer Beliebtheit, Gemeinderat sieht Realschule als wichtigen Bestandteil der Wangener Schullandschaft an. Alternativ dazu: Kunstrasenplatz an der Realschule ist Sprungbrett für Sporttalente. Und schließlich: Umbauarbeiten für den Ganztagesbereich sind abgeschlossen.“ Nicht alles gleichzeitig, sondern Schritt für Schritt soll es vorangehen.

Musikalischer und akrobatisches Rahmenprogramm

Der bunte Nachmittag wurde abgerundet durch musikalische Einlagen von Louisa Bischofberger, Stefan Pfisterer, dem Schulchor, einem Lehrerchor und einer Lehrerband. Dazu gab es eine akrobatische Einlage in Form eines Tuchtanzes von Rizzos Enkelin Alicia Wersich. Anschließend war Raum und Zeit fürs Gespräch.

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