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INFOBRIEF AUSGABE BÜRGER
12/2013

> TOURISMUS
> WIRTSCHAFT


 

 

1. Weihnachtsmarkt lädt ein

 
 

Am kommenden Samstag ist noch einmal Weihnachtsmarkt in der Wangener Altstadt. Das Besondere: Es sind zum großen Teil caritativ arbeitende Organisationen, die auf dem Wangener Weihnachtsmarkt ihre Waren verkaufen. Der Erlös kommt dem jeweiligen Projekt zugute.

Von 10 bis 20 Uhr sind bei jedem Weihnachtsmarkt rund 50 gemeinnützige Vereine und Organisationen sowie private Kunstschaffende aus der Region mit ihren Angeboten auf dem Wangener Weihnachtsmarkt präsent.
Die Aussteller wechseln. Am letzten Freitag vor Weihnachten, dem 20. Dezember 2013, findet von 15 bis 20 Uhr ein kleiner Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz und dem Postplatz statt. Die Wangener Einzelhändler haben bis 20 Uhr geöffnet und laden zu einem stimmungsvollen Abendbummel ein.

Zur weihnachtlichen Vorfreude tragen auch die musikalischen Darbietungen der Musikkapellen, Bläsergruppen und Chöre aus Wangen und den umliegenden Ortschaften bei. Adventslesungen, Stockbrotgrillen, Engel mit Süßigkeiten und die traditionellen „Klose“ verkürzen den Kindern die Wartezeit aufs Christkind.

Info: Am kommenden Samstag, 21.12.2013 von 10 bis 20 Uhr


2. Anita Merkt macht dem Maroni-Mann lange Beine

 
 

Im „Weihnachtsmarkt in Puppengröße“ gibt es alles, was das Herz begehrt. Einen „Weihnachtsmarkt in Puppenstubengröße“ zeigt Anita Merkt in der Vorweihnachtszeit im Stadtmuseum in Wangen in der Eselmühle. Auf einer Länge von 24 Metern werden sich Buden und Stände im Spielzeugformat auf Augenhöhe der Betrachter reihen.  Wer sie gesehen hat, kann anschließend auf dem Wangener Weihnachtsmarkt die Normalgröße genießen und einkaufen.

Die Modellbauerin der ganz besonderen Art ist in Wangen und in der weiteren Region bereits bekannt als die Frau, die Puppenhäuser baut. Vor vier Jahren zog sie damit ganze Heerscharen von Menschen in die Wangener Altstadt. Dort waren im Rathaus und in vielen Schaufenstern der Geschäfte ihre Puppenstuben und Werkstätten unterschiedlichster Handwerker zu sehen.
Angefangen hat die Kunstdesignerin in Mode vor rund 20 Jahren mit ihrem Hobby. Damals schenkten ihr die Töchter zwei leere Weinkisten zu Weihnachten mit dem Kommentar: „Du machst sicher was draus.“ Die beiden kannten ihre Mutter offensichtlich sehr gut. Denn die damals 42-Jährige hatte die Idee, in die Holzkisten die Werkstätten eines Schreiners und eines Holzschnitzers zu bauen. Und weil es ihr so viel Spaß machte und weil sich die Familie und Freunde daran freuten, machte sie weiter.

Vor 13 Jahren zog Anita Merkt ins Allgäu. Mit ihrem Mann, der weiter in Stuttgart arbeitete, rettete sie einen baufälligen Bauernhof im Süden Wangens vor dem Abriss. Hauptsächlich auf Flohmärkten kaufte sie ein, erstand alte Türen oder Holzgeländer oder Fenster, aber auch Holzbehältnisse wie einen Schweinetrog  oder Möbel und viele andere Dinge. Sie alle wurden im Haus verbaut, das heute als Schmuckstück da steht. Und als ihr Mann befand, das Haus sei genug aufgehübscht, beschloss Anita Merkt, aufs Puppenstubenformat umzusteigen. So ging sie weiter mit Leidenschaft auf die Flohmärkte und kaufte viele Kleinteile ein, von denen sie annahm, dass sie diese irgendwann verbauen könnte. „Ich bin mit der Zeit ein richtiger Messi geworden“, sagt sie. „Ich komme auch vom Recyclinghof eigentlich nie ohne etwas zurück.“

Und so begann ihre neue Leidenschaft, in die sie viele Stunden investiert. „Tagsüber mache ich eher die groben Sachen. Ich bringe zum Beispiel Kleister auf den Dächern der Hüttchen auf, damit sie weiß wie mit Schnee bedeckt aussehen“, sagt sie. Abends, wenn sie um 20 Uhr zur Tagesschau den Fernseher anschaltet, ruhen ihre Hände immer noch nicht. Sie strickt Puppenpullover oder häkelt Mützchen oder schneidet auf dem Flohmarkt erstandene Lederhandschuhe in Stücke, um daraus Mützen,  Ärmel oder anderes zu machen. Und sie bastelt Bücher. Wer sich auf der 350 Quadratmeter großen Fläche im alten Heuschober umschaut, kommt an einer Kirche und an einer Bibliothek vorbei. Die Gesangbücher sind wie die Bücher in den Regalen aus Damenbinden hergestellt. Kuriositäten gibt es in der Ausstellung, die in einem weiteren Gebäude auf noch einmal 150 Quadratmeter weitergeht, jede Menge.

Zum Beispiel machen ehemalige Weihnachtsmänner in neuer Montur in ihren Landschaften und Häusern als Maronimann oder Christbaumverkäufer eine zweite Karriere. „Ich reinkarniere immer“, sagt die Kunstdesignerin und lacht. Und dabei geht sie manchmal vor wie ein Metzger. Der Maroni-Mann, der ein Nikolaus war, musste wachsen. Also durchtrennte sie ihm die Beine auf Höhe der Knie und verlängerte sie mit Holz. Eine Filzhose verdeckt die Narben. Sein Bräter ist übrigens ein echtes Recycling-Produkt: Der Fuß besteht aus einem runden Holz, auf dem ein Dosendeckel ruht, darauf liegt ein alter Aschenbecher und dieser wiederum wird durch ein rundes Blechteil aus der Werkstatt abgedeckt. Alle Teile sind schwarz angemalt und sehen als Ensemble einem Maroni-Ofen vom Markt täuschend ähnlich. Das Ofenrohr ist übrigens ein silbern angestrichenes Elektrokabel. Neben dem Maroni-Mann kommen gerade zwei Kinder auf einem Schlitten, gut eingemummt in eine gehäkelte Decke, vorbei. Die Püppchen hat sie irgendwo auf einem Flohmarkt gekauft – ohne Beine. Sie hat sie dann als Zwillinge auf den Schlitten gesetzt und in die Decke gehüllt. „Da könnten jetzt auch Beine drunter sein“, sagt Anita Merkt.

Kurios ist auch die Wurstbraterei, in der Rote Würste und Schupfnudeln bruzzeln und Glühwein kocht. Der frühere Meerschweinchenstall der Kinder bekam hier eine zweite Chance und wurde zur Hütte umgebaut. Nebenan steht eine Bar und davor ein Mülleimer, indem – gerade wie im richtigen Leben – nicht nur die Pappteller von den Schupfnudeln liegen, sondern auch eine Wurst, die jemand  offensichtlich nicht mehr fertigessen wollte. Wenn alle Buden und Weihnachtsmarktstände aneinander gereiht sind, wird der Markt eine Länge von 24 Metern haben – und der Ausbau für den Winter 2014/15 auf 60 Meter ist schon geplant. Was noch fehlt? „In diesem Jahr will ich auf alle Fälle noch einen Stand mit esoterischen Objekten machen, einen mit Seifen und einen mit Filzprodukten. Einen Filzschuh habe ich schon gemacht. Er ist einen Zentimeter lang“, sagt Anita Merkt. Dem Betrachter bleibt da nur das Staunen.

Öffnungszeiten:
In der Vorweihnachtszeit 2013 zeigt Anita Merkt ihren Weihnachtsmarkt in Puppenstubengröße
an den Freitagen und Samstagen vor Weihnachten im Stadtmuseum Wangen jeweils zwischen 14 und 19 Uhr.
Nach Weihnachten ist die Ausstellung
am Samstag, 28. Dezember, von 14 bis 17 Uhr
und Anfang Januar am Wochenende 4., 5. und 6. Januar jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Der Eintritt ist frei. Spenden gehen an die SZ-Nothilfe.

 

3. Eisbahn hat wieder geöffnet

 
 

Die Eisbahn Stefanshöhe in Wangen im Allgäu ist wieder geöffnet. Symbolisch überreichte Dieter Henninger einen Scheck über 70.000 Euro an Oberbürgermeister Michael Lang. Diesen Betrag gibt der Verein zu der Sanierung hinzu.

Oberbürgermeister Michael Lang dankte allen, die an dieser „aufregenden Baustelle“ mitgearbeitet haben. Insbesondere den Eisstockschützen galt sein Dank, die 1200 Arbeitsstunden an der Eisbahn verbrachten.  Aber auch die Firmen schloss er in seinen Dank ein, denn sie hätten auch an den Wochenenden gearbeitet, um eine Eröffnung zum jetzigen Zeitpunkt möglich zu machen. Die Eisanlage sei besonders für die Jugendlichen eine wichtige Einrichtung. Und so hoffe er, dass nun auch die Eishockey-Teams großen Sport bieten könnten. Dieter Henninger, der den Vorsitzenden Jürgen Pelkner vertrat, hob vor allem dessen Engagement, aber auch das von Marin Rölli und „Kapo“ Peter Büchele hervor. Er dankte auch Oberbürgermeister Michael Lang: „Wir wissen Ihren Einsatz zu schätzen.“

Die gesamte Eisbahn-Sanierung kostet 500.000 Euro. Mit dem neuen Aufbau aus Kühlrohren und Beton soll das Eis besser und leichter zu präparieren sein. 18.000 Meter Kühlrohre wurden verlegt, 200 Kubikmeter Meter Beton gegossen. Die Dämmschicht nach unten zum Erdboden ist acht Zentimeter dick. So kommt es, dass oben eine Temperatur von minus zehn Grad herrscht. Die Anlage benötigt laut Ingenieur Joachim Seitz, Geschäftsführer der EKS Lindau GmbH, so viel Strom, wie 1000 Kühltruhen oder 200 Personen in einem Jahr verbrauchen. Die Abwärme, die von der Anlage kommt, wird zur Erwärmung von Trinkwasser benutzt, das wiederum zur Aufbereitung des Eises mit der Eismaschine benötigt wird.

Öffnungszeiten für den Publikumslauf:
Donnerstag: 14 18.30 Uhr, Schlägerlauf für Hobby-Eishockeyspieler: 17 bis 18.30 Uhr;
Freitag: 10 bis 12 Uhr (Seniorenlauf),  14 bis 17 Uhr und Eisdisco von 19 bis 21.45 Uhr;
Samstag: 14 bis 18 Uhr;
Sonntag: 9 bis 11 Uhr (Kleinkinder- und Anfängerlauf) und 14 bis 18 Uhr.
Weitere Infos unter www.eisstadion–wangen.de


4. Bahnhofskiosk "Ess-Bahn" eröffnet

 
 

Reisende können seit dem 1. Dezember 2013 im Bahnhof in Wangen im Allgäu wieder im Warmen einen Kaffee trinken oder die Toilette benutzen. „Ess-Bahn“ heißt der neue, einladend aufgemachte Kiosk. Die Stadt hat das Gebäude von der Deutschen Bahn gepachtet und eine Übergangslösung geschaffen, bis die Kaufverhandlungen mit der Bahn abgeschlossen sind.
In der Zeit des Übergangs betreibt Volker Eichele den Kiosk. Eichele ist den Wangenern bestens bekannt als Betreiber des Kiosks im Freibad und des Minigolfplatzes. Er übernimmt jetzt die hergerichteten Räumlichkeiten und macht den Bahnnutzern mit kleinen Snacks und dem üblichen Angebot für Reisende wie Zeitschriften, Getränken oder Zigaretten ein attraktives Angebot. Ziel ist es, ein Lokal zu schaffen, in dem sich alle wohlfühlen können. Dazu tragen dann möglicherweise auch die Fotos bei, die Hobbyfotograf Joachim Dempe zur Ausgestaltung zur Verfügung stellt.

Der neue Betreiber wird dafür sorgen, dass der Bahnhof anders als im vergangenen Jahr, tagsüber geöffnet sein wird: montags bis freitags von 6 bis 20 Uhr und samstags, sonntags und feiertags von 7 bis 15 Uhr.  Die Stadt möchte erreichen, dass auch Schüler der Jugendmusikschule in der Nachbarschaft am Abend noch eine warme Wartemöglichkeit haben.
Ursprünglich wollte die Stadt den Wangener Bahnhof gleich von Grund auf sanieren und dann langfristig vermieten. „Da die Stadt aber nur dann Landeszuschüsse für die Sanierung bekommt, wenn ihr das Gebäude auch gehört, haben wir uns fürs Abwarten entschieden“, erklärt der für Immobilienfragen bei der Stadt zuständige Armin Bauser. Dennoch werden sich die Reisenden wohlfühlen. „Es kam uns vor allem darauf an, dass es eine saubere Wartemöglichkeit gibt und ebenso saubere Toiletten“, ergänzt Bauser. Entsprechend wurde renoviert. Die Bahn hat über den Sommer auch in den Brandschutz des Gebäudes investiert.

Wenn die Stadt einmal Eigentümer des Gebäudes ist, soll die Sanierung zu einem ähnlichen Ergebnis führen, wie es in Kißlegg schon vorhanden ist. Eine Bäckerei mit Café ist der erklärte Wunsch der Stadt. Damit wäre nicht nur eine attraktive Dauerlösung für die Reisenden, sondern auch für die Bewohner in der Nachbarschaft geschaffen, die dann auch einen Bäcker ums Eck hätten. „Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr das Gebäude kaufen können“, sagt Bauser. Dann können auch die nächsten Schritte eingeleitet werden.

 

5. Kalender, Bildband und Gutscheine sind schöne Geschenke

 
 

Für alle, die in diesem Jahr noch auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk sind, ist es besonders leicht, eine schöne Überraschung aus Wangen unter den Christbaum zu legen. Denn gleich zwei neue Produkte sind in den letzten Monaten entstanden, die die Vielfalt der Allgäuer Kulturlandschaft und das städtische Leben in und um Wangen ins rechte Bild rücken. Zudem bietet das Wangener Gästeamt Gutscheine für seine Erlebnisführungen und die Volkshochschule hat Gutscheine für die Joy-Kleinkunst im Programm.

Der Motivkalender des Neuravensburger Hobby-Fotografen Joachim Dempe ist jetzt noch einmal nachgedruckt worden. Wer also zuletzt vergeblich danach gefragt hat, kann jetzt noch auf ein Exemplar hoffen. Zwölf schöne Wangener Seiten hat der Bildautor über den Jahreslauf eingefangen und mit den wichtigsten Veranstaltungshinweisen zu einem sehenswerten im Buch- und Schreibwarenhandel zusammengefasst. Für 12,80 Euro bieten das Gästeamt der Stadt Wangen sowie die Buchhandlungen Ritter, Natterer, die Stadtbuchhandlung, die Silberdistel und Schreibwaren Nothhaft in Waltersbühl den Kalender an.

Neu erschienen ist auch ein Bildband, für den der in Wangen lebende Fotograf Christoph Morlok Bilder der Stadt, den Menschen, dem Handwerk, aber auch von Wirtschaft, Landleben, Gastronomie, Brauchtum, Kultur und Sport in einem Jahr zusammengetragen hat. Der Band mit seinen 192 Seiten zeigt, in welch´ traumhafter Kulisse die Wangener leben und nimmt den Betrachter mit auf einen Rundgang durch das historische Wangen in der Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen aber die Menschen, die Wangen lebens- und liebenswert machen. Der Bildband ist in den Wangener Buchhandlungen, der Silberdistel und weiteren Geschäften für 34,80 Euro zu bekommen. Im Internet kann man sich unter www.bildbandwangen.de einen Eindruck verschaffen.

Die Frage, was man wem zu Weihnachten schenken kann, ist auch im Gästeamt schnell beantwortet. Dort gibt es Gutscheine die Führungen „Von Gaunern, Galgenvögeln und Gefahren“ oder für die kulinarische Erlebnisführung „Wangen isst gut…“  
Bei dem etwa dreieinhalbstündigen Rundgang gibt es unter dem Motto „Gastlichkeit in den Mauern der Stadt in Vergangenheit und Gegenwart“ viel über Wangen im Allgäu zu erfahren. Wer die Stadt schon kennt, lernt sie bei dieser Gelegenheit sicher noch einmal neu kennen. Die fachkundigen Gästebegleiter gehen mit auf einen kulinarischen Streifzug. Zur  Erlebnisführung gehört ein dreigängiges Menü mit entsprechenden Getränken in unterschiedlichen Wangener Restaurants. Die Kosten pro Person belaufen sich auf 45 Euro.

Einen Gutschein ganz anderer Art gibt es an all diejenigen zu verschenken, die Spannung, Grusel und Gänsehautgefühl bevorzugen. In der beliebten Führung „Von Gaunern, Galgenvögeln und Gefahren…“ erzählen der Herr Landvermesser und seine Magd von nächtlichen Überfällen, gefährlichen Umtrieben, Räubern und Mördern.  In der Sprache des 19.Jahrhunderts werden erzählen die beiden auf einem spannenden und stimmungsvollen nächtlichen Spaziergang aus der Vergangenheit. Ein besonders erschreckendes Ereignis sorgt für Spannung. Wer mag, kann den Abend bei einer Henkersmahlzeit ausklingen lassen.
Gutscheine sowie weitere Informationen sind im Gästeamt in der Bindstraße 10 zu bekommen. Telefonische Bestellungen sind unter der Telefonnummer 07522/ 74-211 möglich.

Das neue Joy-Kleinkunst-Programm startet im Januar mit vielen bekannten Künstlern, aber auch solchen, die noch nie in Wangen waren. Geschenkgutscheine gibt es bei der vhs Wangen-Kißlegg  montags, dienstags, mittwochs und freitags von 9 bis 12.30 Uhr, donnerstags 15  bis 18 Uhr, im Volkshochschule-Büro, Marktplatz 11.

 

6. Zwei Wangenerinnen holen Preis für Fair Trade-Engagement

 
 

Die Freude ist riesengroß: Ramona Sutter und Isabel Scheuerl aus Wangen haben den ersten Platz bei der Preisverleihung des Eine-Welt-Preis Baden-Württemberg 2013 zuerkannt bekommen. Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit (SEZ) belohnte damit ihren jahrelangen Einsatz für den Fairtrade-Gedanken. Im festlichen Rahmen des Heidelberger Schlosses wurde der Preis der SEZ verliehen.

Zum fünften Mal wurden Initiativen, Vereine und Gruppen ausgezeichnet, die sich in den vergangenen drei Jahren in besonderem Maße entwicklungspolitisch engagiert haben. Nun also auch die beiden jungen Frauen, die in diesem Sommer an den Kaufmännischen Schulen (KSW) ihr Abitur gemacht haben. Sie bekamen den Preis aus der Hand von Ministerialdirektor im Innenministerium, Herbert Zinell. Er ist auch Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung. Die Preisträgerinnen haben sich in der El Sol-Klasse der KSW von 2008 bis 2010 vom Eine-Welt-Gedanken faszinieren lassen.  Wobei ihnen aber schnell klar wurde, dass Fairtrade nicht nur für einen  fairen Preises für Produkte aus Entwicklungsländern kämpfen sollte. „Für uns war klar, dass dazu zum Beispiel  auch ein fairer Milchpreis für unsere Bauern gehört“, sagen beide. Am Ende ihrer El Sol-Zeit stand das Projekt Fairtrade Town. In diesem Rahmen gab es dann auch eine Info-Veranstaltung zum Thema auf dem Marktplatz.

Nach dem Projektabschluss machten Ramona und Isabel am Thema weiter. Sie nahmen sich vor, aus Wangen im Allgäu eine Fairtrade Town zu machen. Unterstützt von Sonja Opfermann und Bernhard Baumann, die die El Sol-Klasse an der KSW betreuen, gewannen sie mit Beharrlichkeit und Einsatz die Stadtverwaltung für ihr Vorhaben.  Der Gemeinderat stimmte einstimmig für das Vorhaben. Klarer Fall: Beide junge Frauen sind Mitglieder der Steuerungsgruppe Fairtrade Town Wangen im Allgäu. Dort engagieren sie sich für die Bildungsarbeit und bringen sich bei der Entwicklung der Flyern und ähnlichen Dingen ein. Im Juli 2013 hielten sie in sechs Wangener Schulen Vorträge über den Fairtrade Gedanken und die künftige Fairtrade Stadt Wangen im Allgäu.

All diese Dinge gefielen der Jury des Eine-Welt-Preises Baden-Württemberg. Vor vier Wochen bekamen die beiden eine Einladung zur Preisverleihung. Sie wussten nur, dass sie Platz eins, zwei oder drei besetzen würden. Und so war die Freude am Samstagabend natürlich doppelt groß, als sie mit Platz eins und einem Scheck über 1000 Euro belohnt wurden. Das Geld wollen beide in eine Reise nach Peru investieren. Dort wollen sie im nächsten Sommer auf einer Kaffeeplantage im Hochland wohnen und mitarbeiten und in der Praxis sehen, womit sie sich in den vergangenen fünf Jahren theoretisch befasst haben.

Seit ihrem Abitur im Sommer lernt Isabel bei einem FSJ die Arbeit im Kindergarten Neuravensburg kennen, Ramona macht in Lindau eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau.

 

7. Stadt weist auf Räum- und Streupflicht hin

 
© Kathrin39 - Fotolia.com
 
Die Stadt Wangen im Allgäu hat die Räum- und Streupflicht von öffentlichen Gehwegen, entsprechenden Flächen am Rande der Fahrbahnen, falls keine Gehwege vorhanden sind, entsprechenden Flächen von verkehrsberuhigten Bereichen und Fußgängerbereichen, gemeinsamen Rad- und Gehwegen, Fußwegen auf die Straßenanlieger übertragen. Diese Flächen müssen werktags bis 7.30 Uhr, sonn- und feiertags bis 8.30 Uhr geräumt und gestreut sein. Wenn nach diesem Zeitpunkt Schnee fällt oder Schnee- oder Eisglätte auftritt, ist unverzüglich, bei Bedarf auch wiederholt, zu streuen. Diese Pflicht endet um 20 Uhr. Wer selbst seiner Räum- und Streupflicht nicht nachkommen kann, hat einen zuverlässigen Dritten zu beauftragen. Das sieht die Streupflicht-Satzung vor.

Sind mehrere Straßenanlieger für dieselbe Fläche verpflichtet, tragen alle zu gleichen Teilen die Verantwortung dafür. Die Räum- und Streupflicht für Anlieger erstreckt sich auf die gesamte Länge ihrer Grundstücke. Die Flächen sind auf solcher Breite von Schnee oder auftauendem Eis zu räumen, dass die Sicherheit und Ordnung des Verkehrs gewährleistet und insbesondere ein Begegnungsverkehr möglich ist.

Abweichend davon sind Gehwege und gemeinsame Rad- und Gehwege mindestens auf Dreiviertel der vorhandenen Breite zu räumen. Gehwege, die schmaler sind als ein Meter, müssen in ihrer tatsächlichen Breite geräumt werden. Die Stadt weist darauf hin, dass geräumter Schnee oder aufzutauendes Eis weder beim Nachbarn noch auf die Fahrbahn geschoben oder geworfen werden dürfen.

Streusalz und andere auftauende Streumittel sind nach wie vor verboten. Sie sind ausnahmsweise nur dann gestattet, wenn die gebotene Sicherheit der Fußgänger auf andere, zumutbare Weise nicht erreichbar ist. Auch dann ist jedoch der Einsatz von Salz oder anderen auftauenden Mitteln so gering wie möglich zu halten. Ein generelles Streusalzverbot besteht in der Nähe von Grün- und Pflanzenstreifen sowie Bäumen.

Die Stadtverwaltung Wangen ist stets bemüht, im Rahmen all ihrer Möglichkeiten den Anforderungen des Winterdienstes gerecht zu werden. Dazu bietet die Stadt an, dass sich die Bürgerinnen und Bürger aus einer Streukiste direkt vor der Einfahrt zum Betriebsgelände des städtischen Bauhofes vom Südring aus, kostenlos mit Streusplitt bedienen können. Dieses Streumaterial soll jedoch nur bei entsprechenden Straßenverhältnissen zu Selbsthilfe eingesetzt werden. Das Streumaterial ist deshalb nicht für den reinen privaten Gebrauch gedacht, sondern für den Einsatz auf öffentlichen Straßen- oder Gehwegflächen. Außerdem bittet die Stadt um einen sparsam Nutzen des Splits.

Die Autofahrer werden gebeten, soweit möglich, ihre Kraftfahrzeuge auf dem eigenen Grundstück abzustellen, damit die städtischen Räumfahrzeuge nicht unnötig behindert werden.



8. Wangen holt zwei Preise für moderne Architektur

 
 
Den Baupreis Allgäu haben zwei architektonisch besondere Bauwerke aus Wangen zuerkannt bekommen. Ausgezeichnet wurde das Bürgerbüro im Rathaus (Briegel Architekten) und der Neubau am Rupert-Neß-Gymnasium (Maier-Neuberger Projekte). Bei der Preisverleihung vor kurzem in Kempten nahm Christina Schnitzler stellvertretend für die Stadt Wangen die Auszeichnung entgegen.

102 Objekte wurden für den Preis eingereicht. Der Stuttgarter Architekturprofessor Tobias Wulf und die siebenköpfige Jury wählten die qualitativ hochwertigsten aus, wobei es nicht auf Schick und spektakuläre Bauweise, sondern auf den „intelligenten Umgang mit der Stadt und mit der Landschaft sowie auf die Einstellung zum baulichen Bestand und die Entbanalisierung von Alltagsaufgaben“ bei der Suche nach „vorbildhafter Baukultur“ ankam. Dabei lag die Messlatte auch sehr hoch.

Besonders auffallend und aus Wangener Sicht erfreulich: Allein zwei der fünf Preise gingen nach Wangen im Allgäu. Das sei kein Zufall, sagte Wulf. Denn Wangen habe ein funktionierendes Gemeinwesen und eine vorbildliche Planungskultur. „Das merkt man, wenn man das Stadtgebiet betritt. Der Bürgermeister ist aufgrund seines großen Engagements beliebt und bei allen Bürgern bekannt. Man grüßt sich auf der Straße, egal ob Apotheker oder Asylant“, urteilte der in Stuttgart arbeitende Architekt. Dass bereits heute das Konzept für die Landesgartenschau 2024 stehe und der Architektenwettbewerb laufe, hielt er für außergewöhnlich. Wulf erwähnte das, weil er „diesen planerischen Weitblick vorbildlich“ findet und allgemein für notwendig hält.

Zu den ausgezeichneten Objekten sagte Wulf, sie seien „gleichermaßen hochrangig, aber als Bauaufgabe extrem unterschiedlich“. Das neu gestaltete Bürgeramt bezeichnete er als „sensibel, aber mit klarer architektonischer Haltung in das historische Rathaus eingefügt – ein Kleinod, das großzügig wirkt im Dialog mit dem denkmalgeschützten Bestand.“ Demgegenüber steht der „mutige Erweiterungsbau einer Schule, innovativ in der hölzernen Tragkonstruktion und kompromisslos in der architektonischen Wirkung der Fassade.“

Weitere Preise gingen an das „Weiße Haus“ in Memmingen, das Haus UMS in Kempten, das Museum der bayerischen Könige in Hohenschwangau.


9. Wenn Wind für Strom sorgt

 
 

Die Bürgerenergiegenossenschaft Region Wangen im Allgäu hat den Windpark in Berghülen besichtigt. Grund der Reise auf die Schwäbische Alb war: Die BEG hat der Anlage auf fünfzehn Jahre ein so genanntes partiarisches Darlehen in Höhe von 150.000 Euro gegeben. Sie gehört damit zu einer von zwölf BEGs, die sich an dem Berghülener Windpark sowie an einer baugleichen Windkraftanlage in Schopfloch (Nordschwarzwald) beteiligen. Bei der Fahrt ging es darum zu sehen, wie die Anlage läuft und welchen Zuspruch sie in der Region genießt. Nach den Vorträgen von zwei EnBW-Mitarbeitern sowie vom Berghülener Bürgermeister Bernd Mangold  und nach einer Besichtigung der Anlage draußen auf dem Feld, fuhren die rund 50 BEG-Mitglieder zufrieden nach Wangen zurück. Der Nachmittag in Berghülen hatte viele wichtige Informationen gebracht.

Seit knapp einem Jahr sind die drei Windenergieanlagen mit jeweils 2 MW Leistung in Betrieb. Wichtig in der Planung war, wie Mangold sagte, dass die Gemeinderäte in Berghülen und in den Nachbargemeinden das Projekt immer mit einstimmigen Beschlüssen auf den Weg brachten. Nur in einem Blaubeurer Ortsteil habe es anfangs Widerstand in der Bevölkerung gegeben. Ein Grund für die hohe Akzeptanz mag in der Tatsache begründet sein, dass man bei klarer Sicht die Kühltürme vom Kernkraftwerk Gundremmingen in 35 Kilometer Entfernung liegen sieht. Als sich die Rotoren in den ersten Wochen auf der Alb drehten, habe es den einen oder anderen Bürger gegeben, der über die Lautstärke der Anlage stöhnte. Doch auch das habe sich gegeben. Beim Vorort-Termin konnten die Wangener BEG-Mitglieder dem Berghülener Bürgermeister nur zustimmen, der erklärt hatte: „Die Anlage hört man weniger als das Autogeräusch von der Umgehungsstraße.“

Und das ist einigermaßen überraschend, wenn man die schlanken Kolosse betrachtet. Jede der drei Anlagen ruht auf einem Fundament von 1300 Tonnen. Die Rotoren sitzen in einer Nabenhöhe von 138 Metern. Die Türme werden über Drahtseile verspannt und in den Boden gezogen. Bisher hat jede Anlage rund 5700 Betriebsstunden hinter sich, das entspricht 2100 Volllaststunden. Da es sich um eine Pitch geregelte Anlage handelt, werden die Rotorblätter immer perfekt in den Wind gestellt. Die Anlage kostete insgesamt 3,5 Millionen Euro.„Wir wollten von Anfang an, dass sich die Region beteiligen kann, weil man die Windräder von weitem sieht“, sagte Bürgermeister Mangold, der auch Vorsitzender der BEG Berghülen ist. 240 Mitglieder hat die BEG und ein Kapital von 1.055 000 Euro.

Die EnBW geht davon aus, dass auch künftig Windparks entstehen werden. Allerdings, so sagte die für Erneuerbare Energien zuständige Christine Bandt, werde die Photovoltaik auch in Zukunft noch stark, die Windkraft jedoch eher verhalten wachsen. Unter anderem scheitert der Ausbau im großen Stil an der mangelnden Windhöfigkeit, aber auch an den langen Genehmigungsverfahren für Windparks. Dem gegenüber kann es bei der Photovoltaik weiter vorangehen, weil es noch eine ganze Reihe großer Konversionsflächen zu überbauen gelte und weil auch neue Technologien die Nutzung immer einfacher machten. Wie hoch letztendlich die Rendite der Berghülener Windkraftanlage sein wird, muss sich noch zeigen. Die Wangener BEG ist jedoch gut abgesichert. Vorstand Christoph Müller berichtete: „Es ist eine Basisverzinsung vereinbart in Höhe von 3,7 Prozent. Bei sehr gutem Windertrag könnte diese auch auf 4,7 Prozent steigen. Die Untergrenze liegt bei 3,2 Prozent. Wir haben außerdem die Möglichkeit, nach zehn Jahren unser Darlehen zurückzufordern.“ Verglichen mit den Zinsen am Kapitalmarkt sei dies ein sehr guter Ertrag. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Michael Lang, erklärte, der Einstieg in Berghülen mit einem partiarischen Darlehen gebe der BEG Wangen vor allem die Möglichkeit, Erfahrungen im Bereich Windkraft zu sammeln.

 

10. Realisierungswettbewerb Landesgartenschau 2024

 
 

50 Büros und Bürogemeinschaften überlegen die Teilnahme am Realisierungswettbewerb zur Landesgartenschau 2024 in Wangen im Allgäu. Sie alle haben sich die Unterlagen schicken lassen und waren vor Ort, um sich einen Eindruck von den Gegebenheiten zu holen und Fragen zu klären. Die Anforderungsfrist für die Unterlagen des landschaftsarchitektonischen und städtebaulichen Realisierungswettbewerbs ist abgelaufen. Am Ende der Frist hatten die möglichen Teilnehmer an dem Wettbewerb Gelegenheit, Rückfragen zum Verfahren und zu den Inhalten zu stellen.

Oberbürgermeister Michael Lang führte die Teilnehmer über das Wettbewerbsgelände. So konnten sie sich selbst ein Bild über die Besonderheiten der Grünanlagen an der Argen und dem Erba-Gelände machen. Dabei erfuhren die Teilnehmer des Kolloquiums aus erster Hand,  was sich die Wangener im Rahmen der Landesgartenschau 2024 und darüber hinaus wünschen.

Gespannt wartet nun die Stadt Wangen im Allgäu auf die Rückmeldungen, die bis Ende Januar 2014 eingegangen sein müssen. Anschließend sichtet die Stadt die Unterlagen, denn sie müssen die Formalien einhalten. Im Anschluss daran unterzieht  das Preisgericht Anfang April 2014 die Beiträge einer fachlich-sachlichen Prüfung. Das Preisgericht besteht aus stimmberechtigten und nicht-stimmberechtigten Fach- und Sachpreisrichtern, die unter anderem als Vertreter der Bürger, der Stadtverwaltung oder Architekten und Landschaftsplaner agieren. Die Beratung ist nicht-öffentlich.

Eine öffentliche Ausstellung aller Wettbewerbsarbeiten ist von Sonntag, 6. bis Freitag, 11. April 2014 im Dorfgemeinschaftshaus Deuchelried geplant.

 

11. Weihnachtsgruß

 
 

Info zur Neujahrsfeier

Der traditionelle Neujahrsempfang der Stadt Wangen findet am 1. Januar 2014 um 11.30 Uhr auf dem Marktplatz statt. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 

 

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88239 Wangen im Allgäu
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oder im Internet unter: www.wangen.de/

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