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INFOBRIEF AUSGABE GÄSTE
07/2014

 

 

1. Wangener Festspiele 2014

 
 
Dass es wieder eine sehr attraktive Festspielsaison geben wird, zeigte die Pressekonferenz. Ein Teil des Ensembles eröffnete sie mit dem „Dschu dschu-Song“, dem Hauptlied aus dem Kindermusical „Das Dschungelbuch“. Wenn es nach dem Künstlerischen Leiter der Festspiele, Anatol Preissler,  geht, dann wird dieser Song aus der Feder von Konstantin Wecker der Wangener Sommerhit 2014 und macht „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ vergessen.

Freundschaft ist das große Thema im „Dschungelbuch“, das große und kleine Festspielbesucher überraschen wird, wie Preissler sagte. Die Freundschaft und Liebe ziehen sich als thematischer Roter Faden auch durch die Stücke für die Erwachsenen. „Spiel’s nochmal, Sam“ von Woody Allen, das vielen als „Stadtneurotiker“ aus dem Kino bekannt ist, und „Love Letters“ von Albert Ramsdell Gurney, gespielt von ChrisTine Urspruch und ihrem Mann Tobias Materna, sind Liebesgeschichten. Jede entfaltet sich anders – die eine um den im Traum von Humphrey Bogart geleiteten Sam ist witzig und hintergründig, die andere um ein Paar, das sich über Jahre Liebesbriefe schreibt und nicht zusammen kommen kann, berührend. Für die Regie stehen in diesem Jahr Anatol Preissler, der das „Das Dschungelbuch“ inszeniert und Mareike Zimmermann, die das Abendstück in der Hand hat.  Beide bekommen Unterstützung von den Regieassistentinnen Nele Warthemann und Maren Look. Fünf Profischauspieler und sechs Kinder aus Wangen und der nächsten Umgebung stehen in dieser Festspielsaison auf der Bühne.

Unter den Profis ist Julian Manuel zum vierten Mal dabei, Denis M. Rudisch, Laura Antonella Rauch, Uli Wewelsiep und Julia Lowack gastieren zum ersten Mal in Wangen im Allgäu. Phantasievolle und witzige Kostüme für die beiden Produktionen hat die in Wangen im Allgäu lebende Kostümbildnerin Diana Leist-Keller entworfen. Die Protagonisten im Abendstück werden im Look der 60er und 70er-Jahre und in eher gedämpften Farben gezeigt, während das Dschungelbuch zum Spiel mit Farben geradezu einlädt. „Wir spielen bei dem Kinderstück ein bisschen mit der Frage: Was wäre das Tier für ein Mensch und was wäre der Mensch für ein Tier?“ sagt Diana Leist-Keller. Die Schlange beispielsweise zeigt sich ziemlich sexy, Balu bekommt kurze Fellhosen, die Affen werden aussehen wie die Boxer und die Geier, die Müllmänner des Dschungels, fliegen in orangefarbenen Overalls mit Geierkrause.

Für ein passendes Bühnenbild sorgt wieder Karel Spanhak mit Unterstützung von Erwin Hecker aus Wangen. So wird Sam vor einer an Manhatten erinnernden Skyline spielen, während im Dschungelbuch dichte Riesenblätter mit kleinen Blüten im Hintergrund wogen werden. Die Choreographie im „Dschungelbuch“ kreiert und trainiert Marga Render, die dem „Tollsten Tag“ vor zwei Jahren ihren Stempel aufdrückte.  Festspiele brauchen den  Dreiklang aus Verein, Sponsoren, Schauspieler Die Freilichtspiele Wangen stehen und fallen bei einem Budget von 150.000 Euro mit der Unterstützung der Stadt Wangen im Allgäu und der Sponsoren.

„Die Stadt wird die Festspiele Wangen nach Kräften unterstützen“, sagte Oberbürgermeister Michael Lang vor der Presse. Eine Geste, die von den Festspiel-Machern sehr dankbar aufgenommen wird. Anatol Preissler, sagte mit Blick auf andere Freilichttheater, die inzwischen pleite sind: „Ich kenne so viele Kollegen, die zittern. Umso großartiger ist es, dass das hier stattfinden kann“, sagte Wolfrum. Auch Manfred Wolfrum, Vorsitzender des Vereins Festspiele Wangen e.V., hob auf die immense Bedeutung der Sponsoren ab. Drei Säulen seien es, auf denen die Festspiele stehen: der Verein, die Sponsoren und die Schauspieler. „Alle drei müssen zusammenwirken, damit die Festspiele ein Erfolg werden.“ Preissler: Wer in Wangen wohnt, braucht nicht in den Urlaub zu fahren Für Preissler war und ist es ein Traum, in Wangen die Festspiele leiten zu können. „Es ist mir eine Herzensangelegenheit über den Job hinaus.“ Auf die Bemerkung von Oberbürgermeister Michael Lang, dass die Akteure keinen Sommerurlaub machen könnten wegen der Festspiele, sagte Preissler: „Wir sehen das so: Wer in Wangen wohnt, braucht nicht in Urlaub zu fahren.“

Oberbürgermeister Michael Lang: Die Festspiele passen zu Wangen OB Lang dankte den Akteuren im Verein für viele Stunden des ehrenamtlichen Engagements. Dem Vorsitzenden bescheinigte er insbesondere „eine hohe Kreativität im Einsammeln von Geldern“.  „Sie haben bewiesen, dass die Festspiele zu Wangen passen“, sagte Lang. Für den Tourismus im Sommer seien die Festspiele inzwischen ein wichtiges Angebot.  „Ich freue mich sehr auf diese Saison“, sagte Lang. Er gratulierte den Festspielen, dass es ihnen gelungen ist, ChrisTine Urspruch und ihren Mann Tobias Materna mit dem Studiostück zu verpflichten. „Es ist eine sehr schöne Geste von den beiden, dass sie hier auftreten“, sagte Lang und empfahl „Love Letters“ wärmstens. „Das Stück ist große Klasse!“ Von „Sam“ wolle er sich gern überraschen lassen. „Das Dschungelbuch wird sicher viele auch an den ersten Kinofilm erinnern, den sie gesehen haben“, sagte Lang. „Und die Kinder“, das weiß er aus eigener Erfahrung als Familienvater, „lieben es heute noch.“


 

2. Internationales Dackelrennen in Wangen

 
 
50 gemeldete Dackel (Normalschlag, Zwergdackel und Dackel-Mixklasse) laufen am 28. September 2014 in Wangen wieder um Gold-, Silber- und Bronce-Medaillen. Durch den sprichwörtlichen Eigensinn der Dackel wird es - wie 2013 - wieder ein Gaudi pur für Dackel, Zuschauer und Teilnehmer. Bewirtung auf dem Platz, kostenfreie Parkplätze direkt neben dem Turnierplatz an den Gehrenbergsportplätzen.

Die Anmeldelisten führt Organisatorin Ute-E. Haffner. Wer seinen Liebling zum Rennen anmelden möchten, wendet sich direkt an sie unter der Telefonnummer 07522-80218. Startzone wird geschutzt Gegenüber dem Vorjahr gibt es ein paar Veränderungen. Die Absperrungen im Start- und Zielbereich werden so gestellt, dass nur Herrchen und Frauchen mit ihren Dackeln in diese Zonen hinein können. Für Besucher sind diese Bereiche gesperrt. So können die Dackel  wesentlich entspannter  starten und laufen.  Die Dackel sehen jetzt sehr deutlich Frauchen/Herrchen als Locker im Ziel, weil dort lediglich drei Zeit-stopper und  die Zielkoordinatorin stehen. 

Jeder Dackel bekommt eine Urkunde

Die Länge der Rennstrecke wird bei 50 Metern bleiben, angedacht ist jedoch eine Verbreiterung von acht Metern lichte Weite auf zwölf Meter. Zuschauer in den hinteren Reihen würden so eine Chance haben, auch etwas vom Rennen zu sehen.  Jeder teilnehmende Dackel erhält eine Urkunde. Anmeldung erforderlich Bei den Anmeldungen sind folgende Daten erforderlich: Name des Hundes, Geburtsjahr, Normalschlag/Zwerg oder Dackelmixklasse bitte angeben. Außerdem benötigt Ute-E. Haffner die Email-Anschrift, Adresse und Telefonnummer. Bei Dackel-Mixklasse wird auch ein Foto des Dackels gebraucht. „Hochbeiner“ sind ausgeschlossen. Der Impfpass des Hundes muss auf dem aktuellen Stand sein. Es muss bei Rennbeginn vorgelegt werden, ebenso ein aktueller Nachweis der Hunde-Haftpflicht-Versicherung.  Die Meldegebühr von 18 Euro pro Hund ist auf das Konto Nr. 48 55 027 bei der Volksbank Wangen, BLZ 650 920 10 zu überweisen. Nachdem die Gebühr hier eingegangen ist, wird der Dackel in die Startliste aufgenommen. 

Die Meldezahl ist – wie auch in 2013 – auf 50 Dackel begrenzt. Eine offizielle Begrüßung durch einen Vertreter der Stadt Wangen auf dem Marktplatz ist um 11 Uhr vorgesehen. Das offizielle Rennen beginnt um 14 Uhr. Ab 12.30 Uhr werden die Start-Nummern auf dem Turnierplatz ausgegeben. Die Bewirtung ist ebenfalls ab 12.30 Uhr auf dem Platz.


 

3. Wangener Blasmusiktag

 
 
Am 3. Oktober ist wieder Wangener Blasmusiktag. Nach gut bewährtem Muster organisieren die Stadt und die zehn Wangener Musikkapellen ein außergewöhnliches Konzert mit einem Projektorchester aus den Kapellen und den Blechbläsern der Philharmoniker „Blechschaden“.

Der Kartenvorverkauf hat begonnen

Sie feiern in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag und haben allen Grund zum Jubeln. Nicht nur sind sie in aller Munde, sondern „Blechschaden“ heimsen auch geradezu ekstatisches Lob ein. So gab es 2009 für die zwölf Vollblutmusiker den Sonderpreis des bayrischen Kunstministers mit den Worten: „Was Ihre Arbeit so einzigartig macht, ist die Kombination von klassischer Musik und Unterhaltung, von musikalischer Virtuosität und britischem Humor.“ Neben dem Kulturpreis haben sie schon zweimal den Deutschen Schallplattenpreis "Echo Klassik" bekommen und geben mittlerweile über fünfzig Konzerte im Jahr. Tatsächlich  verwischen bei „Blechschaden“ die Grenzen zwischen E- und U- Musik; die Mischung aus Klassik und Entertainment spricht jede Generation an. Sie überzeugen durch ihre Spielfreude und Virtuosität. Die unter Regie des schottischen Musikers Bob Ross spielende Brassband erregte erstmals überregionale Aufmerksamkeit durch ihre ebenso tatkräftige wie lautstarke Unterstützung bei den Heimspielen der Spielvereinigung Unterhaching in der ersten Bundesliga. Kein Wunder also, dass dank breit gefächertem Repertoire und unkonventionellen Auftritten ihre Konzerte ein Erlebnis für Fußball- und Klassikfans gleichermaßen darstellen.

Info: Am 3. Oktober in der Wangener Waldorfschule zelebrieren „Blechschaden“ gemeinsam mit dem Projektorchester den traditionellen Wangener Blasmusiktag. Karten gibt es beim Gästeamt Wangen oder www.reservix.de.


 

4. Stadtrallye für Kinder

 
 
Im Gästeamt Wangen im Allgäu gibt es jetzt eine Stadtrallye für Kinder. Das Angebot kommt gerade richtig für den Saisonstart im Tourismus. Wie kann man eine alte Stadt wie Wangen im Allgäu für Kinder interessant machen? Wie kann man ihnen vielleicht auch ein bisschen von der Geschichte vermitteln, am besten so, dass sie es nicht merken?

Gästeführerin Gabriele Neher (im Bild links) hat sich die Fragen schon öfter gestellt. Kein Wunder, die ehemalige Lehrerin hat zu diesem Thema auch einen besonders guten Zugang. Also setzte sie sich hin und entwarf eine Kinderstadtrallye für Acht- bis Zwölfjährige. Die Kinder können sich beim Gästeamt den achtseitigen Flyer holen, den Sabrina Haas entworfen hat. Damit lässt es sich dann durch die Stadt ziehen. Vom Gästeamt aus geht es Richtung Spitalstraße, Schmiedstraße Zunftwinkel, dann am Spielplatz vor der Stadtmauer vorbei zum Frauentor und über die Herrenstraße, den Marktplatz zum Postplatz, dann weiter zum Saumarkt und wieder zurück zum Startpunkt.

17 Fragen müssen die Stadtrallye-Läufer beantworten. Das funktioniert nur, wenn sie Häuser, Brunnen oder Bilder ganz genau betrachten. „Mir war wichtig, dass die Kinder laufen können und dass die Runde nicht länger als eine Stunde dauert“, sagt Gabriele Neher. Der Weg am Spielplatz vorbei ist gezielt eingebaut, denn schließlich, so die Gästeführerin, kann man dort besonders gut eine Pause machen. Dass das alles so klappt, hat Gabriele Neher mit Kindern getestet. Wer alle Fragen richtig beantwortet, bekommt am Ende im Gästeamt eine kleine Überraschung.


 

5. Kraftquelle Allgäu

 
 
Kräuter stehen im Mittelpunkt einer Veranstaltungsreihe des Westallgäus und der Ferienregion Allgäu-Bodensee. Dabei wird gewandert und gekocht, geräuchert und verkostet. Unter dem Dach der „Kraftquelle Allgäu“ gibt es eine Vielzahl an interessanten Angeboten und Veranstaltungen zum Thema Kräuter. Gemeinsam mit der Regionalentwicklung Westallgäu-Bayerischer Bodensee ist so die neue „Kräuterbroschüre“ entstanden, die Gästen wie Einheimischen die enorme Vielfalt an Kräutergärten, Kräuterwanderungen, Kochkursen und vielem mehr in unserer Region aufzeigen soll. Bunte Kräuterpracht Im Allgäu kann man eine wahre Pracht an heimischen Heilpflanzen erleben: ihre Farben, ihren Duft, ihre Kräfte und ihr verborgenes Wesen.

Dabei spielen Kräuter im Frühjahr und Sommer eine große Rolle. Das ist auch die aktive Zeit des Menschen, die genutzt werden sollte, raus in die Natur zu gehen und sie zu genießen. Broschüre liegt bei Tourismusämtern aus Die aktuelle Kräuterbroschüre, die kostenlos in den lokalen Tourist-Informationen erhältlich ist, gibt dazu viele Anregungen: Die Kräutergärten der Region sind Orte der Begegnung zwischen den Menschen und den Heilpflanzen ihrer Heimat. Im „Artemisia“ in Stiefenhofen-Hopfen, im Kräutergarten Zellers in Argenbühl-Eglofs sowie im Kräutergärtle „Himmelszipfele“ in Wangen-Leupolz können sich die Besucher inspirieren lassen. Sammeln, kochen und räuchern Ein zweiter großer Themenbereich sind die Kräuterwanderungen und –führungen. Hier erhalten die Gäste spannende Einblicke in die faszinierende Welt der uralten Heilpflanzen und vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Ringelblume, Brennnessel, Schafgarbe und Co.

Mit ausgebildeten Kräuterexperten wird gewandert, gesammelt, gekocht und geräuchert. Aber auch Salben selbst herstellen oder Wildpflanzen essen lernen stehen auf dem Programm. Wer selbst den Kochlöffel schwingen möchte, kann bei den Kochkursen des Kräuterwirts Axel Kulmus im Rössle in Stiefenhofen mitmachen. Insgesamt 86 Termine stehen in dieser Saison zur Auswahl. Info: Weitere Informationen auch auf www.westallgaeu.de oder www.ferienregion-allgaeu.de, Telefonnummer 08381 80328.


 

6. "Wandertrilogie" wird offiziell eröffnet

 
 
Nach langjähriger Planungs- und Vorbereitungsphase biegt die Wandertrilogie Allgäu im Juli in die Zielgerade ein. Der offizielle Startschuss für dieses in Europa einmalige Wanderprojekt fällt am Sonntag, 27. Juli 2014 an mehreren Orten im Allgäu.

Die zum Trilogieraum „Naturschatzkammern“ gehörenden Orte Bad Wurzach und Kißlegg sowie die „Heimatstätten“ mit den Partnerorten Altusried, Argenbühl, Isny, Leutkirch und Wangen gestalten eine gemeinsame Eröffnungsfeier am Sonntag, 27. Juli, ab 18 Uhr auf dem Dorfplatz in Argenbühl -Eglofs.

Auf dem Programm stehen Musik und Unterhaltung, umfassende Informationen rund um das Projekt Wandertrilogie Allgäu sowie ein Wandertrilogie-Quiz mit attraktiven Preisen. Ein Ausschnitt mit traumhaft schönen Impressionen aus der großen Multivisionsshow Allgäu macht Lust aufs Wandern.

Die Bürgermeister der Orte werden sich bei einem lustigen „Steinmännle-Bau-Wettbewerb“ messen und anschließend sind alle Besucher und Gäste herzlich eingeladen, am Allgäuer Steinmännle-Feld mitzubauen. Das Steinmännle steht als Symbol für die Wandertrilogie Allgäu und weist auf dem gesamten Streckennetz mit 876 Kilometern den Wanderern den Weg.

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildet bei Einbruch der Dämmerung die faszinierende Feuershow „Tandava Feuerzauber“, zu deren krönendem Abschluss symbolisch das Trilogiefeuer entzündet wird. Für die Bewirtung sorgen die Gastronomiebetriebe am Eglofser Dorfplatz.

Für Wanderbegeisterte ist eine Sternwanderung von verschiedenen Orten aus nach Eglofs geplant. Eine Gruppe startet von Wangen aus um 13.30 Uhr am Start- und Willkommensplatz der Wandertrilogie am kostenfreien Parkplatz P 14. Die Wanderführer Hans-Peter Rickert und Anneliese Welte begleiten die Wanderer, die auf der Wandertrilogie-Strecke über rund 15 Kilometer und viereinhalb Stunden Wanderzeit nach Eglofs führt. Für die Rückfahrt ab Eglofs steht ein kostenloser Bustransfer zur Verfügung, der die Wanderer in die Ausgangsorte Wangen und Kißlegg zurückbringt.

Eine Broschüre mit den detaillierten Informationen zur Eröffnungsveranstaltung und zu den geplanten Sternwanderungen ist in den Tourist Informationen vor Ort erhältlich. Dort können sich die Wanderfreunde auch gleich anmelden.


 

7. Street view der Frühen Neuzeit

 
 
Die Forschung ist sich heute einig, dass Johann Andreas Rauchs Landtafeln zu den bedeutendsten Leistungen auf dem Gebiet der Feldmesskunst um 1600 in Süddeutschland gehören. Dem Künstler widmet der Altstadt- und Museumsverein gemeinsam mit der Stadt Wangen eine Ausstellung. Eröffnung am Freitag, 19. Juli 2014, um 19 Uhr in der Wangener Spitalkirche.

Ansichten von Städten und Landschaften aus der Vogelschau sind in digitalen Zeiten  eine Selbstverständlichkeit. Wenig bekannt ist hingegen, welche technischen Hilfsmittel Künstlern oder Kartographen vor der Erfindung des Flugzeugs zur Verfügung standen, um Orte oder ganze Landstriche aus einer Perspektive von oben maßstabsgetreu darzustellen. Ein immenses Wissen in den Bereichen Geometrie und Vermessungskunde sowie großes Talent in der bildlichen Wiedergabe räumlicher Gegebenheiten waren die Voraussetzung für diese Verbindung von Kunst und Wissenschaft.

Konstruierte Vogelschaubilder

Eine gemalte Ansicht der Stadt Wangen (1611) und die großformatige Wangener Landtafel (1617) sind herausragende Beispiele für diese Kunstgattung. Geschaffen wurden beide Werke von Johann Andreas Rauch (1575 – 1632), der sich technischer Geräte wie Kompass, Schritt- und Winkelmesser bediente. Aus einer Vielfalt von Daten und aus dem persönlichen Augenschein wurden die Vogelschaubilder regelrecht konstruiert.

Bekannt in höchsten Adelskreisen

Der Ruf des begabten Kartenmalers verbreitete sich schnell in Süddeutschland, und Aufträge aus höchsten Adelskreisen belegen das Interesse der Mächtigen an seinen Werken. Denn was messbar war, wurde beherrschbar, und so wurden die Kartengemälde zu Herrschaftsinstrumenten. Sie besaßen juristische Beweiskraft und betrafen das Forst- oder Jagdrecht, die Steuerberechnung oder Gerichtsbarkeiten. Der Künstler ließ es sich nicht nehmen, in mehrere seiner Tafeln eine große Anzahl genrehafter Szenen und Aussprüche aufzunehmen. Sie zeugen vom Witz des Malers, von seiner Lust am Erzählen und seiner Weigerung, sich sklavisch an die Nüchternheit des Kartengeschäftes zu halten. Die Forschung ist sich heute einig, dass Rauchs Landtafeln zu den bedeutendsten Leistungen auf dem Gebiet der Feldmesskunst um 1600 in Süddeutschland gehören. Viele Jahre lang war Rauch als Stadtmaler in Wangen mit den unterschiedlichsten Aufträgen beschäftigt.

Erstmalige Gesamtschau

Eine Ausstellung  vom 19. Juli bis zum 19. Oktober 2014 in Wangen ermöglicht erstmals einen Überblick über das Gesamtwerk und würdigt die hochspannende Biografie des vielseitigen Malers. Exponate aus der Lebenswelt der bewegten Zeit vor und während des Dreißigjährigen Krieges weisen über das Einzelschicksal Rauchs zwischen Glanz und Elend hinaus.

Info: Die Ausstellung Johann Andreas Rauch 1575 – 1632. Kunst und Kartographie ist in Wangen im Allgäu vom 19. Juli bis 19. Oktober 2014 im Stadtmuseum in der Eselmühle und in der Städtischen Galerie in der Badstube zu sehen.

Im Rahmenprogramm gibt es zahlreiche Vorträge, siehe Flyer.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag und Sonntag 14 bis 17 Uhr, Samstag 11 bis 17 Uhr


 

8. Gästewanderungen ab Ende Juli

 
 

Das Gästeamt Wangen bietet in seinem Sommerprogramm für Gäste und Einheimische wieder geführte Gästewanderungen rund um Wangen an. Ab Donnerstag, 31. Juli startet die Wanderschar wieder an fünf Donnerstagen um 9 Uhr am Gästeamt.

Die Wanderführer des Schwäbischen Albvereins führen die Teilnehmer durch Wald, Wiesen und auf abwechslungsreichen Wegen zu einer Wanderstation. Dort erwartet die Teilnehmer eine Erfrischung und ein zünftiges Vesper, bevor wieder in Richtung Wangen aufgebrochen wird. Die Rückkehr ist gegen 12.30 Uhr.

Info: Der Unkostenbeitrag in Höhe von 5 Euro wird vor dem Abmarsch im Gästeamt bezahlt, Kinder sind frei. Da meistens auf unbefestigten Wegen gewandert wird, ist entsprechendes Schuhwerk unbedingt zu empfehlen.

 


 

Kontakt:

Sie haben ein Anliegen oder Fragen an das Gästeamt?

Gästeamt - Tourist Information
Tel. +49 (0) 7522 74-211
Bindstraße 10
D-88239 Wangen i. Allgäu
E-Mail: tourist@wangen.de

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