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INFOBRIEF AUSGABE WIRTSCHAFT
03/2015



1. Frage nach dem Mittagstisch schnell geklärt



Wer in Wangen den passenden Mittagstisch sucht, findet jetzt auf der städtischen Internetseite einen tagesaktuellen Überblick über die Mittagsgerichte. Unter der Rubrik "Wangen heute - Auf einen Klick" werden seit Kurzem auf www.wangen.de die Angebote lokaler Gastronomen und Metzgereien ausgegeben.

Bisher musste man entweder auf den Homepages der Restaurants recherchieren, was es zu Mittag gibt oder eine Speisekarte in der Tasche haben. Drei junge Start-up-Gründer wollen das ändern und es den potenziellen Gästen leichter machen. Im Verbund mit der Stadt ist ihre Seite jetzt auch über die Wangen-Homepage auffindbar. Noch sind es nur einige der Wangener Gastronomen, die den Service nutzen. Ziel der Gründer von www.heute-zu-mittag.de ist aber ein möglichst umfassender Überblick, damit jeder Gast in kürzester Zeit sein passendes Mittagessen finden kann.

Dem Team kam die Idee, nachdem viele Freunde aus großen Firmen das Problem der Mittagstisch-Suche beschrieben hatten. Durch ein gutes Netzwerk konnte die Idee zunächst in Ravensburg rasch umgesetzt werden. Da das Konzept der jungen Internetgründer mittlerweile sehr gut funktioniert, will das Team die Plattform nun auf die weitere Städte ausweiten. Eine davon ist Wangen im Allgäu. Um alle beliebten Restaurants abzubilden, ermuntern die Gründer die Nutzer des neuen Dienstes dazu, die gewünschten Restaurants an info@heute-zu-mittag.de zu senden. Gastronomen die noch nicht auf der neuen Serviceseite gelistet sind, aber ein Teil davon werden möchten, können sich bei den Gründern ebenfalls unter info@heute-zu-mittag.de  direkt melden, um einen Termin vor Ort zu vereinbaren.

www.wangen.de/wirtschaft/marktplatz/mittagstische.html


2. Wangener Wirtschaft weltweit: WALDNER

(Fotos: Waldner / © katy_89 - Fotolia.com)

Seit vielen Jahren ist das Wangener Unternehmen WALDNER mit seinen Produkten in der Welt ein gefragter Partner. Mit Produkten aus dem Portfolio der Laboreinrichtung nimmt WALDNER jetzt ganz gezielt weitere neue Märkte  in den Fokus. Ziel ist es, die „Waldner Laboreinrichtungen“ weltweit als  feste Größe zu etablieren.

Beispiel Shanghai
Vor zwei Jahren startete Maximilian Englisch seine Mission für WALDNER in China: Die Aufgabe hieß: Ein Büro in Shanghai aufbauen. Die chinesische Boomtown ist inzwischen die Basis für Engagements in ganz Ostasien bis hinein in den pazifischen Raum. „Wir arbeiten derzeit beispielsweise an einem Leuchtturmprojekt in Korea. Dort richtet WALDNER in einem Hochhaus auf 16 Stockwerken Labors ein“, sagt Englisch.
So ein Projekt fällt einem Unternehmen aus einer süddeutschen Kleinstadt nicht ohne Weiteres zu. Manches hängt dabei vom Einsatz des Einzelnen ab. Zwei Monate lang flog Englisch jede Woche nach Korea, bis der Vertrag für das Projekt unter Dach und Fach war. Was von Shanghai in ein paar Stunden zu erledigen ist, hätte von Wangen im Allgäu aus für einen Beschäftigten mindestens zwei Tage bedeutet.
Doch nicht nur die ständige Präsenz ist mit entscheidend, ob ein Vertrag zustande kommt. Es hilft, ein Gefühl für die Unternehmen und die Menschen mit ihren Mentalitäten zu haben. Wer vor Ort ist, ist auch in dieser Hinsicht näher am potenziellen Kunden.
Dass das Konzept aufgeht, zeigt sich am Wachstum des Büros. Jetzt arbeiten in Shanghai fünf Personen, allesamt Chinesen. Die Sprache ist kein Problem, denn Bürosprache ist Englisch. Für den Kundenkontakt ist es jedoch unabdingbar, Chinesisch zu sprechen. Diesen Part übernehmen die einheimischen Mitarbeiter.

Der Zeitunterschied kann ein Vorteil sein
Auch in anderer Hinsicht hat WALDNER den asiatischen Takt aufgenommen: beim Thema Zeitverschiebung. "Für die Chinesen ist der Zeitunterschied insofern ein Thema, weil sie immer sofort etwas sehen wollen,“ sagt Englisch. Doch manchmal spielen ihm die unterschiedlichen Zeiten sogar in die Hände: „Wenn ich schnell Informationen brauche, dann schicke ich die E-Mail los und habe bei meinem Bürostart oft schon die Antwort, denn während ich schlafe, wird in Deutschland noch gearbeitet. Die Bürozeit beginnt in Mitteleuropa neun Stunden später beginnt als hier.“ Dass solche Jobs am anderen Ende des Globus‘ jedoch eine besondere Flexibilität erfordern, stimmt auch: „Ich sehe es ganz entspannt, wenn mich abends um 22 Uhr noch jemand von WALDNER anruft,“ sagt Englisch.

Beispiel Boston
Solche Lockerheit bringt auch Michael Maucher mit, dessen Visitenkarte ihn als „Vice President Global Business Development & Strategy“ ausweist. Maucher ist seit zwei Jahren bei WALDNER und seit eineinhalb Jahren praktisch ständig zwischen Wangen und den USA unterwegs. Nachdem das Unternehmen vor einigen Jahren erste Bodenhaftung im Großraum Chicago hatte, arbeitet Maucher jetzt am Aufbau einer Basis an der Ostküste in Boston.

Das Zielpublikum sitzt in Massachusetts
Der Grund ist ein ganz einfacher: „Nirgends in den USA gibt es eine so große Ansammlung eines möglichen Zielpublikums wie in Massachusetts. Das größte Biotec-Cluster in den USA sitzt in der Region Boston. Dort liegt auch das größte US-Investitionsvolumen in diesem Bereich und dort sitzen vier der Top-Ten-Universitäten weltweit, die einen riesigen Bedarf an Laboren haben“, umreißt Maucher das Motiv des Unternehmens, dort in den Markt gezielt einzusteigen. „Wir haben dem Markt signalisiert, dass wir uns im Herzen seines Zentrums positionieren wollen“, sagt Maucher.

WALDNER hat verstanden, dass der amerikanische Markt anders funktioniert, als der deutsche oder europäische. Im Land, dessen Wirtschaft unter anderem  über den „Salesman“ groß geworden ist, braucht ein Hersteller bis heute einen Händler, dem die Kunden vertrauen. Dieser Händler ist auch Ansprechpartner für die Kunden, wenn es um Service oder Ersatzteile geht.

Erfolgreich bei der Partnersuche
Bei der Partnersuche stieß Maucher auf Creative Office Pavillion (COP), den weltweit größten Händler des führenden Büromöbelspezialisten Hermann Miller, der in Zeeland, Michgan, beheimatet ist. Hermann Miller habe immer passen müssen, wenn zu den hochwertigen Büromöbeln, die das Unternehmen herstellt, ebenso qualitätsvolle Labore geliefert werden sollten. Mit WALDNER an der Seite kann sich COP breiter aufstellen und für WALDNER öffnen sich so auch wieder Türen. Beispielsweise bei Architekten. Sie sind in den USA erster Ansprechpartner, wenn ein Unternehmen einen Neubau plant – nicht das Unternehmen selber, berichtet Maucher. Auch hier hat Maucher inzwischen den Fuß auf eine Türschwelle gesetzt. „Wir haben jetzt mit einem Architekten ein Teilprojekt in Arbeit, das – wenn alles nach Plan läuft – am Ende einen Auftrag im gut siebenstelligen Bereich initiieren wird“, sagt Maucher.

Kontakte sind also der Schlüssel zum Erfolg. Maucher hat rund 20 Jahre für amerikanische börsennotierte Unternehmen gearbeitet. Das bedeutet auch, er weiß, wie die Amerikaner ticken und netzwerken. So ist es beispielsweise in der Labormöbelbranche wichtig, Mitglied in der Scientific Equipment and Furniture Association (SEFA) zu sein. 140 Mitglieder hat der Verband, rund die Hälfte sind US-Unternehmen, die Übrigen kommen aus der ganzen Welt. Seit Kurzem sitzt im Vorstand des Verbandes ein Deutscher: Michael Maucher. Die Organisation hat einen Beraterausschuss (Advising Board), in dem die Top -Zwölf unter den weltweit agierenden Architektenbüros versammelt sind, wie Maucher sagt.

Netzwerke und Hintergrundwissen können entscheidend sein
Wichtig ist es also, belastbare Netzwerke zu entwickeln und sich dort zu etablieren. Wichtig ist es aber auch, die Eigenheiten der amerikanischen Wirtschaftsverfassung zu kennen. So ist es unter Umständen entscheidend zu wissen, ob in einem Bundesstaat die Gewerkschaften die Hand auf der Produktion haben oder nicht. „Es gibt Bundesstaaten, da darf man keine vorgefertigten Waren einführen, weil die ‚Unions‘ dort einflussreich sind.“

Maucher ist ständig zwischen den USA und Deutschland unterwegs. Manchmal stoppt er nur fürs Wochenende und um den Koffer neu zu packen, beispielsweise um dann in vier Tagen in den USA Konferenz und Kunden in Chicago, New Orleans und Boston zu besuchen. „Ich bin so viel unterwegs, weil ich den Namen WALDNER bekannt machen will“, sagt Maucher. Sechs bis sieben Termine plus Geschäftsessen sind an solchen Tagen getaktet. Denn Ziel ist es, das Vorgehen, wie es in Boston derzeit praktiziert wird, auch in anderen Regionen der USA zu starten.

Parallel zur Eroberung neuer Märkte an den anderen Enden der Welt baut WALDNER den Standort Wangen seit Jahren aus. Vor Kurzem erst hat das Unternehmen den Bau einer 4500 Quadratmeter großen Produktionshalle – der ersten von zwei geplanten – sowie eines neuen Bürogebäudes gefeiert.  In der neuen Halle soll ab Sommer produziert werden. Dann wird die alte Halle abgerissen und die zweite neue Produktionshalle gebaut. 2016 soll auch dieser Bauabschnitt fertig sein.

Als Dank für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Wangen überreichte der Geschäftsführer der Waldner Holding GmbH Helmut Hirner Oberbürgermeister Michael Lang einen Band über 107 Jahre WALDNER. Hirner erhielt aus den Händen Oberbürgermeisters die neu erschienene Stadt-Chronik.

www.waldner.de



3. Zuschuss für LED-Umstellung


Noch bis zum 30. April 2015 können Gewerbetreibende in Industrie und Einzelhandel Zuschüsse beantragen, wenn sie ihre Beleuchtung auf LED umstellen. 20 Prozent des Gesamtprojekts werden vom Bundesamt für Wirtschaft übernommen.

Die wirtschaftlichen Vorteile rechnet Kai Stückmann, Geschäftsführer der Wangener Firma lucolani, vor: „Je nach Anlage können Gewerbetreibende zwischen 50 und 70 Prozent an Strom sparen. Das bedeutet, dass sich die Umstellung von der herkömmlichen Beleuchtung auf LED binnen ein bis drei Jahren rechnet.“ In Wangen haben in gut einem Jahr elf Händler in der Innenstadt umgestellt. Ergebnis laut lucolani: Sie sparen insgesamt 75.000 Kilowattstunden pro Jahr und damit rund 41 Tonnen CO2.

Bei der derzeit noch geltenden Förderung gibt es aber eine Reihe von Aspekte zu beachten:

• Die Investition muss eine bestimmte Größe haben, um die Förderung zu bekommen: Am Ende muss die Anlage mindestens 500 Watt Leistung haben.
• Die Förderung erstreckt sich auch auf bis zu 30 Prozent der Installation plus Planung und Beratung.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.bafa.de/bafa/de/energie/querschnittstechnologien/index.html

 


4. Embedded Office unterstützt SFZ in Wangen

Ganz leise hat sich in Wangen im Allgäu ein Ableger des Schülerforschungszentrums Südwürttemberg (SFZ) entwickelt. Embedded Office assistiert dabei personell.

In dem Klassenzimmer unter dem Dach der früheren Anton von Gegenbaur-Schule herrscht große Emsigkeit. Geredet wird wenig, dafür umso mehr und intensiv probiert und gebastelt. Zwei Schülergruppen forschen hier. Die einen gehören zur Gemeinschaftsschule, zu der auch das Gebäude der  AvG gehört. Sie arbeiten mit Bausätzen – finanziert durch die Landesstiftung Baden-Württemberg. Sie lernen wie Microcontroller zusammengebaut und programmiert werden. Wenn alles klappt, werden sie im kommenden Jahr im Wettbewerb testen, wie gut ihre Konstruktionen sind.

Roboter das Fahren beibringen 
Die andere Gruppe ist bereits seit rund zwei Jahren zusammen. Sie hat jetzt am Robocup-Wettbewerb teilgenommen. Sie haben dafür Roboter gebaut und ihnen beigebracht, wie sie sich durch einen Parcours an Linien entlang und über Steigungen hinauf auf eine zweite Ebene bewegen. Lauter Jungs sind hier am Forschen – typisch für die naturwissenschaftlichen sogenannten MINT-Fächer. Mädchen sind jederzeit willkommen, wie alle versichern, und sie sollten sich von der Männerübermacht nicht abschrecken lassen.

Mit Ideen spielen
Dass sie Lust haben, an dem was sie tun, sieht man ihnen an. Für Nils Nothhaft ist die Forschung hier beispielsweise eine willkommene Abwechslung zum Schulunterricht. „Hier kann man Ideen entwickeln und sie auch wieder verwerfen, wenn sie nicht funktionieren“, sagt er und setzt sein Gefährt in den Parcours.

Die Gruppe kam vor zwei Jahren zusammen. Berthold Bungard, Vater von Tobias, der ebenfalls in der Gruppe arbeitet, hatte seinen Sohn ein Jahr lang freitags nach Bad Saulgau ins Schülerforschungszentrum (SFZ) gefahren. Des Fahrens müde, stieß er die Gründung einer Außengruppe des SFZ in Wangen an. Die Wangener Gruppe ist eine von insgesamt acht SFZ-Standorten in Südwürttemberg.

Professionelle Unterstützung für junge Forscher
Damit die jungen Leute auch sinnvoll arbeiten können, kamen neben Berthold Bungard auch drei Mitarbeiter von Embedded Office ins Boot. Die IT-Spezialisten kennen sich mit dem Programmieren aus und sind ständig gefragte Ansprechpartner für die jungen Forscher.  Wie sie dazu kamen? Ganz einfach: Berthold Bungard kannte Matthias Gabler über die Kinder, die denselben Kindergarten besuchten. Gabler fand es eine tolle Idee, in so einer Gruppe ehrenamtlich mitzuarbeiten. Und weil er begeistert in seinem Unternehmen erzählte, fanden sich mit Manuel Busch und Wolfgang Engelhard noch zwei Kollegen bereit, dabei zu sein. 

„Unsere Firma unterstützt das Engagement. Wir können  gehen, wenn es Zeit ist für die Nachwuchsforscher, und wir können auch mal während der Arbeitszeit recherchieren, wenn wir für das SFZ etwas brauchen“, sagt Gabler. Und auch finanziell ist das Unternehmen, das gerade vom Waltersbühl ins Kuhn-Gebäude an der Friedrich-Ebert- Straße umgezogen ist, schon eingesprungen, zum Beispiel um Startgelder für einen Wettbewerb zu finanzieren. Für das Unternehmen Embedded Office ist so ein soziales Engagement ein echtes Anliegen. Immer wieder hat das Unternehmen sich im Sponsoring sozialer Einrichtungen oder Events engagiert. Embedded Office ist ein seit 2003 ein in Wangen stetig wachsendes Unternehmen, das   sicherheitskritische Software entwickelt, das heißt Software bei deren Versagen Menschenleben in Gefahr wären. Zum Einsatz kommt diese Software zum Beispiel in Flugzeugen, Industrieanlagen oder auch Herzschrittmachern.

Kontakt zur Wirtschaft gesucht
Diese enge Anbindung an die Wirtschaft ist beim SFZ mehr als erwünscht. Denn einerseits müssen die jungen Forscher damit rechnen, dass sie vom kommenden Schuljahr an einen neuen Treffpunkt für ihre Aktivitäten brauchen, weil die Gemeinschaftsschule dann möglicherweise alle Räume in der AvG brauchen wird. Und außerdem hoffen die jungen Forscher und ihre Betreuer auf Unterstützer, vorzugsweise aus der Wirtschaft.

Die Hoffnung ist nicht unberechtigt. Schaut man auf die Website des SFZ nach den Sponsoren, dann findet man dort neben einigen Stiftungen auch sehr namhafte Unternehmen aus Oberschwaben. Erste Kontakte zur Industrie haben sich auch in Wangen bereits ergeben. Die Hoffnung ist, dass es noch mehr werden und dass sich auf diesem Weg vielleicht sogar das Raumproblem lösen könnte. Denn die jungen Leute, die im SFZ an anspruchsvollen Aufgaben tüfteln, könnten auch der Fachkräfte-Nachwuchs der Zukunft sein, also durchaus interessante „Untermieter“.

Dass auch das Kultusministerium an solchen Aktivitäten großen Gefallen findet, zeigt sich in der Tatsache, dass sie auch Lehrern den Einsatz dort gestattet. So wird bald auch Jürgen Mayr, Lehrer an der Elektronikschule in Tettnang den jungen Leuten beratend und lehrend zur Seite stehen. Seine Schule gibt ihn dafür zwei Stunden in der Woche frei. 

Info:
SFZ–Ansprechpartner in Wangen: Berthold Bungard, Telefonnummer 07522/912131.
Embedded Office GmbH & Co. KG, Friedrich-Ebert-Str. 20/1, 88239 Wangen,
www.embedded-office.de


5. Erfolgreiche Symbiose bei Platinum

Die Platinum GmbH und die SEW-Eurodrive GmbH & Co KG sind erfolgreich auf einem gemeinsamen Weg. Die Wangener Firma Platinum ist neu durchgestartet. Der ehemalige Entwickler von Wechselrichtern für die Photovoltaik-Branche hat sich seit dem Sommer als  hundertprozentiger Auftragsentwickler der mechatronischen Antriebstechnologie von SEW-Eurodrive mit Sitz in Bruchsal etabliert. Die beiden Firmen arbeiten seit dem 1. Juni 2014 in einer Entwicklungspartnerschaft zusammen.

SEW-Eurodrive sitzt in Bruchsal, ist ein Familienunternehmen und hat dennoch rund 16.000 Beschäftigte weltweit, rund 550 davon im Bereich Forschung und Entwicklung. Der Tätigkeitsschwerpunkt des Unternehmens in Familienbesitz liegt in der industriellen Antriebstechnologie – Platinum konzentriert sich hier insbesondere auf die Entwicklung von Antriebsumrichtern und Kommunikationslösungen.

Hochqualifizierte Mitarbeiter
Das Platinum-Team unter der Führung der beiden Geschäftsleitungsmitglieder Dipl.-Ing. Thomas Kühefuß (Technik, Research and Development) und Dipl.-Ing. Ulrich Frank (Organisation, Prozesse) besteht derzeit aus 36 hochqualifizierten Mitarbeitern und umfasst die Fachdisziplinen Mechanikentwicklung, Hardware, Software, Fertigungseinführung sowie Typprüfung und Zertifizierung. Über die reine Produktentwicklung hinaus setzt Platinum auch die Fertigungseinführung, das Projektmanagement und die erforderlichen Prüfungen zur Serienfreigabe um. Das Unternehmen ist somit in der Lage, umfangreiche, komplett in sich abgeschlossene Projektpakete für SEW-Eurodrive zu realisieren.

Gemeinsam arbeiten die beiden Unternehmen an Lösungen für Trends auf dem Gebiet der Antriebsautomatisierung – wie Energieffizienz, Energiemanagement und Mechatronische Antriebssysteme. Großes Potenzial birgt die Produktionsphilosophie nach Industrie 4.0 – hier verschmelzen künftig die reale und die virtuelle Welt miteinander. Auf diese Weise sind ganz neue Produktionsmethoden und Herstellungsprozesse denkbar. Herausforderungen, die man gemeinsam meistern möchte und die der Entwicklungspartnerschaft zahlreiche Perspektiven bieten. Die Chemie zwischen den Entwicklern in Wangen und Bruchsal stimmt. Frank und Kühefuß sind sich sicher, dass sie mit SEW-Eurodrive auf dem richtigen Weg sind. In beiden Unternehmen gilt das Motto: Wir brauchen nicht nur Produkte, sondern ganzheitliche Lösungen.

Industrie 4.0 verändert die Arbeitswelt
Neu ist in diesem Ansatz, dass nicht nur Maschinen und integrierte Systeme untereinander kommunizieren, sondern im Rahmen von Industrie 4.0 alle Systeme untereinander intelligent vernetzt sind und sich mit den zu fertigenden Produkten echtzeitnah Informationen austauschen. Die Herausforderung, die es dabei zu meistern gilt, ist: Perfekt umgesetzte Lean-Prinzipien und Technologieansätze aus Industrie 4.0 zu realisieren und damit Fabriken nach der Erfolgsphilosophie „Mensch und Technik im Arbeitsprozess intelligent miteinander kombiniert“ zu schaffen. Das bedeutet, wertschöpfungsorientierte, verschwendungsfreie, flexible und motivierende Arbeitsabläufe zu gestalten und diese mit eingebetteten intelligenten Automatisierungslösungen bereichsübergreifend zu unterstützen. Nach der Lean-Philosophie gilt es, Wertschöpfung und beispielweise die Logistik als nicht wertschöpfenden Prozessschritt strikt voneinander zu trennen. Unter den Gesichtspunkten der Industrie 4.0 werden bisher getrennte Funktionen wie Fertigung, Montage und Logistik intelligent miteinander verzahnt und verschmelzen so zu einem Gesamtsystem. Fahrerlose Transportsysteme sollen Stetigfördersysteme dort ersetzen, wo ein hohes Maß an Flexibilität und Wandelbarkeit gefragt ist.
www.platinum-mt.de


6. Erst zur Krippe, dann zur Arbeit

Die Stadt Wangen im Allgäu bietet in Kooperation mit der Waldorfschule Wangen den Firmen für ihre Mitarbeiter einen besonderen Service an. Kinder von Mitarbeitern können die Waldorf-Krippe in der Morfstraße besuchen, während die Eltern beim Arbeiten in Wangen sind.

Funktionieren wird das Angebot so: Unternehmen buchen für ihre Mitarbeiter Krippenplätze und bezahlen dafür als Betriebsbeteiligung für den Belegplatz 130 Euro monatlich pro Platz an die Stadt. Die Eltern bezahlen den Elternbeitrag und 60 Euro zusätzlich für Essen und Kinderpflege an den Träger der Einrichtung. Die Stadt Wangen trägt die restlichen Kosten.

Die Stadt erfüllt damit eine von Unternehmensseite an sie herangetragene Bitte. Auf diese Art und Weise kann sie es den Firmen möglich machen, auch speziell für die Kinder ihrer Mitarbeiter Betreuungsplätze anzubieten. Diese Plätze können auch Eltern nutzen, die mit ihren Kindern nicht in Wangen wohnen. Bisher waren Betreuungsplätze stets Wangener Kindern vorbehalten. Die Stadt hat die Zusammenarbeit mit der Waldorf-Krippe zunächst auf drei Jahre angelegt um zu sehen, wie der Bedarf tatsächlich ist. Dass es ihn gibt ist, ist klar, wie Umfragen in den Betrieben gezeigt haben. „Doch jetzt haben wir eine echtes Projekt. Da sieht die Bedarfsmeldung manchmal anders aus“, sagt Christina Brugger, die bei der Stadt Wangen für das Projekt federführend ist.

Immer wieder hatten Wangener Betriebe über die Einrichtung von Kinderbetreuung für ihre Mitarbeiter nachgedacht. Doch für die Unternehmen allein war das Projekt nicht zu stemmen, wie sich zeigte. Denn Betreuungsbedarf entstand immer im Einzelfall. Es hätte sich also für ein Unternehmen allein nie gelohnt, die Betreuung anzugehen. Das jetzt auf den Weg gebrachte Modell dient sowohl den Betrieben, die sich auf diese Weise in der Personalentwicklung profilieren können, als auch den Mitarbeitern, die ihre Kinder auf dem Weg zur Arbeit in die Krippe geben und nach der Arbeit wieder abholen können.

Info:
Betriebe, die sich für das Modell interessieren, können alle Informationen von Christina Brugger bei der Stadtverwaltung Wangen im Allgäu bekommen. Am besten ist sie per E-Mail erreichbar unter christina.brugger@wangen.de oder telefonisch unter 07522 /74-125.


7. S-ELEKTRONIK entwickelt fahrerlose Transportsysteme


Passgenaue Lösungen für einen perfekten Materialfluss bietet das Unternehmen S-ELEKTRONIK in Wangen im Allgäu seinen Kunden an. Vor einigen Monaten ist das Team in neue Räume im Niederwangener Gewerbegebiet Unteres Feld gezogen, wo es optimale Möglichkeiten für die Weiterentwicklung und die Tests der Transportsysteme vorfindet und in direkter Nachbarschaft zu weiteren hochspezialisierten Unternehmen arbeitet.

Fahrerlose Transportsysteme bringen Waren zuverlässig, ohne Verzögerung und im festgelegten Zeitrahmen dorthin, wo sie gebraucht werden. Die Produktion wird so von der Materialseite immer optimal unterstützt.

Die Logistic-JETs, die von  S-ELEKTRONIK konzipierten fahrerlosen Transportsysteme, navigieren mithilfe einer optischen Spur. Im Boden eingelassene Transponder geben Fahrbefehle entlang des Wegs. Im Fahrzeug werden die Informationen der Transponder ausgelesen und an die Steuerung des Fahrzeugs weitergegeben.  So kann der Wagen beschleunigen, bremsen und in Weichen nach links oder rechts abbiegen und im Einsatz Paletten mit Waren transportieren. Das System, bestehend aus der Spurführungskamera, dem Transponderlesegerät und der Steuerung ist eine komplette Eigenentwicklung der S-ELEKTRONIK.

Mit Energie versorgt werden die Transportsysteme über Doppelschicht-Kondensatoren. Die extrem kurzen Ladezeiten ermöglichen einen ganzjährigen  Drei-Schicht-Betrieb . Mit 1.000.000 Ladezyklen und einem Wirkungsgrad von 99 % garantiert die S-ELEKTRONIK eine durchgehende Betriebszeit von mindestens zehn Jahren ohne Austausch des Kondensators.

S-ELEKTRONIK konstruiert die Mechanik, kauft die Rohprodukte wie die Bleche, Räder, Getriebe, Zahnriemen und Motoren oder die Linse für die Kamera zu und baut das System in Eigenregie zusammen. Die SPS-Steuerung wird exakt auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten und für den Ablauf der seiner logistischen Anwendung passend programmiert.

Dabei gehen die Planer nicht nur auf die jeweils speziellen Gegebenheiten am Einsatzort ein. Sie  erarbeiten im Gespräch mit dem Kunden die Möglichkeiten, um den Materialfluss beispielsweise vom Lager zur Produktion zu verbessern. Sehr oft haben die Kunden nur den allgemeinen Wunsch, dass ihre Mitarbeiter an einen kontinuierlichen Warenfluss angeschlossen sein müssen. Die Umsetzung, die Frage also, wie das am besten zu erreichen ist, überlassen sie gern den Planern von S-ELEKTRONIK.

Seit 25 Jahren besteht S-ELEKTRONIK und war – der Name sagt es – schon immer auf Elektronik sowie Mess- und Regeltechnik spezialisiert. 2012 hat Christian Reutemann das Unternehmen übernommen. Ein Jahr später kam Peter Gogl als zuständiger Mann für den Vertrieb ins Haus. Sie arbeiten mit einem kleinen, hochmotivierten Team aus zehn Spezialisten zusammen, das seine hohe Kompetenz in Elektronik, Programmierung und Mechanik jederzeit im Dienste des Kunden einbringt.

Einen Markt sieht S-ELEKTRONIK für seine Produkte bei allen Unternehmen, die in drei Schichten produzieren und die ihre interne Logistik effizienter gestalten möchten. Große und internationale Autohersteller und Zulieferer nutzen das Knowhow der S-ELEKTRONIK. Der Kundenkreis ist mittlerweile international, die Systeme laufen unter anderem auch in Irland und Luxemburg.




8. Neu in Wangen: L'Antica Barrique

Ist es ein Wohnzimmer oder doch ein Geschäft? Wer in das Fenster in der Spitalstraße 13 hineinsieht, könnte Zweifel haben. Daniela Amara bietet in ihrem kleinen, feinen Geschäft mit der heimeligen Ausstattung kulinarische Köstlichkeiten aus Italien an, die sie direkt von kleinen Herstellern bezieht. „Ich kenne sie alle persönlich“, sagt Amara. Die gebürtige Österreicherin ist mit einem Italiener verheiratet, mit dem sie jahrelang in der Region zwischen Verona und  Gardasee lebte. Inzwischen sind beide in Bad Wurzach heimisch geworden. Die richtigen Räume für ihr Geschäft fand Amara jedoch in Wangen. „Wir verkaufen Genussprodukte“, sagt sie. Ihr Schwerpunkt liegt auf feinen Weinen aus der Region um den Gardasee und Olivenölen. Aber auch Liköre und Grappa, Antipasti, Pistazien-, Mandel- und Kaffeecreme, die den eigenen Tisch zieren oder als hübsch konfektioniertes Geschenk erfreuen können. Auch Olivenöle - von der ersten Pressung angefangen – und Balsamico in verschiedenen Altersklassen und Mischungen bietet sie an. Die Keramik aus dem Süden macht in ihren Blau-, Gelb- und Orangetönen Lust auf Frühjahr und Sommer.

Öffnungszeiten:

Mittwoch 9 bis 18.30 Uhr
Donnerstag und Freitag: 9.30 bis 18.30 Uhr
Samstag: 9 bis 16 Uhr

Kontakt:

L’Antica Barrique, Italienische Wein- & Ölspezialitäten
Spitalstraße 13,
88239 Wangen im Allgäu
Mobil: +49 (0)152-33 55 44 08
E-Mail: info@anticabarrique.de

www.anticabarrique.de


9. Arbeitslosenzahlen
Quote im Landkreis Ravensburg: 3,2 %
Arbeitslose in Wangen im Allgäu: 525 (Stand 28.02.2015)


Arbeitslose absolut in Wangen im Allgäu (Quelle: Agentur für Arbeit)





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