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INFOBRIEF AUSGABE BÜRGER
11/2015






1. Spatenstich für Vereinshaus am Gehrenberg


Der Bau des gemeinsamen Hauses von Kinderfestkommission und Narrenzunft am Gehrenberg hat begonnen. Mit strahlenden Gesichtern haben alle Beteiligten beherzt beim offiziellen Baustart zum Spaten gegriffen.

Wenn alles nach Plan läuft, werden Kinderfestkommission und Narrenzunft im Februar 2016 in das neue, dreigliedrige Gebäude einziehen. Mitte November soll der Rohbau fertig sein, dann geht es an den Innenausbau.  Kinderfestkommission und Narrenzunft werden dort ihre Wagen und Utensilien unterbringen. Die Kinderfestkommission  bringt im mittleren Trakt Arbeits- und Büroräume unter.

Am Bau des Kinderfesthauses sind ausschließlich Wangener Firmen beteiligt. Biedenkapp betätigt sich als Generalunternehmer. Des Weiteren sind Fischbach, Wangener Haustechnik und Simmeth mit im Boot. Die Planung für den Bau hatte Ingenieur Jürgen Kaiser, Zunftrat bei der Narrenzunft, übernommen.

Ursprünglich war geplant, dass die Kinderfestkommission erst dann das Züblinhaus räumt, wenn das Gebäude am Gehrenberg fertig ist. Doch da die Frage der Flüchtlingsunterbringung drängt, lagert sie ihre Utensilien schon vorzeitig in einem städtischen Gebäude in Schomburg zwischen. So kann die Stadt Wangen das Züblinhaus - wie schon in den 1990er Jahren - als Flüchtlingsunterkunft nutzen. Dort können voraussichtlich zum Jahresende 60 Personen Platz finden.

Der Neubau am Gehrenberg hat für die Stadtentwicklung noch einen weiteren wichtigen Aspekt: Wenn die Kinderfestkommission ihre Festwagen aus dem Alten Feuerwehrhaus am Auwiesenweg geräumt und in der neuen Halle untergestellt hat, kann der Altbau im Lauf des Jahres 2016 abgerissen werden. Dort sollen Parkplätze entstehen.

Oberbürgermeister Michael Lang dankte beiden Vereinen für ihre Kooperation und insbesondere der Kinderfestkommission für ihre Flexiblität. Es sei ein wichtiges Signal, dass der Verein so unbürokratisch die Stadt bei der schwierigen Suche nach einer Unterkunft für die Flüchtlinge unterstütze.

Für die Kinderfestkommission und die Narrenzunft bedeutet der Neubau eine Bündelung ihrer Ausstattungen. Die Narrenzunft hat ihre Utensilien derzeit noch an vier verschiedenen Orten untergebracht. Die Unterkunft für die Kinderfestwagen im Alten Feuerwehrhauswar auch mit Blick auf die Landesgartenschau 2024 stets als Provisorium gedacht. Dieses wird nun also 2016 beendet. Zunächst wird es an dieser Stelle Parkplätze geben.

Sehr dankbar sind die Stadt Wangen und die Vereine, dass die Nachbarschaft am Gehrenberg den Neubau ohne weiteres akzeptiert.

Info: Das Gebäude von Kinderfestkommission und Narrenzunft wird 72 Meter lang, 16 Meter breit und 7 bis 9,5 Meter hoch. Den Hauptteil der Kosten von insgesamt 1,1 Millionen Euro trägt die Stadt Wangen.


2. Flüchtlinge werden auch ins Spital ziehen


Die Stadt Wangen im Allgäu wird bis Jahresende voraussichtlich rund 500 Flüchtlinge aufnehmen. Dies ergibt sich aus der Tatsache, dass im Landkreis Ravensburg nun für dieses Jahr mit 4800 Flüchtlingen gerechnet wird.

Oberbürgermeister Michael Lang gab diese Zahlen bei der Bürgerversammlung bekannt. Die Hauptherkunftsländer der Menschen, die in Wangen ankommen, sind Syrien, der Irak, Afghanistan und Gambia.

Bisher wohnen die Flüchtlinge in der Oderstraße, im Auwiesenweg, an der Herzmannser Straße und in einer der Erba-Hallen. Sie bietet keinen Komfort, ist aber ein angemessener Wohnplatz. Weil der Unterbringungsdruck auf den Landkreis groß ist, hat er die Zahl der Betten in der Halle von 100 inzwischen auf 160 aufgestockt. Im Gebäude der Hospitalstiftung in der Stadt sollten im Herbst ursprünglich 60 Personen Aufnahme finden. Angesichts der steigenden Zahlen wird dort für 90 Flüchtlinge eine Unterkunft geschaffen. Das Spital ist für Familien vorgesehen, die voraussichtlich Ende November kommen. Auch eine zweite Halle in der Erba wird wohl mit 100 weiteren Flüchtlingen belegt werden. Eine dritte Halle könnte als Aufenthalts- und Küchenbereich dienen.

Ebenfalls in der Prüfung ist derzeit das Jugendgästehaus in der Liebigstraße. Es könnte 40 Menschen ein Dach über dem Kopf bieten. Im kommenden Jahr wird auch das Züblinhaus mit rund 60 belegt sein, wenn die Kinderfestkommission in den Neubau am Gehrenberg gezogen ist.

Weitere Standorte werden an der Carl-Hirnbein-Straße und auf dem Parkplatz der Oberschwabenklinik an der Leutkircher Straße geprüft. Dort könnten jeweils Container aufgebaut werden, die allerdings derzeit auf dem Markt nicht zu bekommen sind.

Ziel: Keine Sporthallen belegen

Außerdem hofft die Stadt Wangen auf die Solidarität der Ortschaften bei der Flüchtlingsunterbringung. Dort sollen vor allem Familien untergebracht werden. In Karsee könnten das ein bis zwei Familien sein mit insgesamt sieben Personen, in Leupolz zwei bis drei Familien (zehn Flüchtlinge), in Neuravensburg sechs bis sieben Familien (höchstens 30 Personen) und in Schomburg fünf bis sechs Familien mit insgesamt bis zu 25 Personen. Ziel der Stadt bleibt es, auf die Nutzung von Zelten und Sporthallen zu verzichten.

Zwischen März und Juli 2016 werden am Südring zwei Gebäude fertiggestellt, die vom Landkreis und der Stadt Wangen gemeinsam gebaut werden. Dort können rund 100 Flüchtlinge durch den Landkreis und weitere 100 Personen untergebracht werden, für die die Stadt Wangen unterbringungspflichtig ist.

Manche Flüchtlinge kommen in kurzer Hose und T-Shirt in Wangen an und haben sonst nichts bei sich. Für solche Personen ist die ökumenische Kleiderstube im Kellhof Anlaufstelle. Da viele Flüchtlinge jung und eher schmal sind, sind dort Kleiderspenden in Größen 48 bis 50 derzeit sehr willkommen.

Als Beitrag zur Integration haben jetzt die Sportvereine in Wangen ein Konzept entwickelt, mit dem sie freitagnachmittags Flüchtlingen die Möglichkeit zum Sport in der Alten Sporthalle bieten.

Informationen zur Situation in Wangen finden Sie auch auf www.wangen.de.

Organisationen, die sich um Flüchtlinge kümmern

Wenn auch Sie helfen möchten, beispielsweise durch eine Spende, melden Sie sich bitte beim Netzwerk Asyl – Wangen.

Kleider- und Schuhspenden können Sie gerne auch direkt beim Kleiderladen im Kellhof 15 jeweils am Donnerstag zwischen 14 und 16 Uhr abgeben.

Ansprechpartner beim Landratsamt Ravensburg finden Sie hier

Weitere Informationen rund um die aktuelle Flüchtlingssituation erhalten Sie auf der Homepage des Landkreises Ravensburg.


3. Biotonne und neue Müllbehälter ab 2016


Die neue Biotonne und die neuen Restmülltonnen sind im Stadtgebiet und in den Ortschaften an die Haushalte verteilt worden. Biotonnen erhielten jene Haushalte, die im Juli nicht den Antrag auf Freistellung gestellt hatten. Die Stadtverwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass  diese Tonnen noch nicht zu verwenden sind. Die neuen Tonnen dürfen erst ab etwa Mitte Januar befüllt werden.

Seit 2015 gilt in Baden-Württemberg landesweit, dass Biomüll getrennt entsorgt werden muss. Deshalb wurden jetzt die neuen Biotonnen aufgeliefert. Weil die schwarzen Restmülltonnen am 1. Januar 1999 in Wangen eingeführt wurden und viele von Ihnen inzwischen in die Jahre gekommen sind, wurden sie gleich mit ausgewechselt. Dies wird erst möglich, wenn die alten Restmülltonnen im Januar abgeholt sind.
 
Wie sind die Bio- und die Restmülltonne kenntlich gemacht?

Da im Stadtgebiet Wangen und in den Ortschaften Bio- und Restmüll gewogen und entsprechend mit den Haushalten verrechnet werden, sind die neuen Behälter für Restmüll und Bioabfall  – wie schon die bisherigen - jedem Haushalt zugeordnet. Sie sind mit einem Aufkleber mit der Adresse des Haushalts, also mit Straße und Hausnummer beklebt, so dass sie unterschieden werden können. Und sie haben einen eingebauten Chip, der vom Müllwagen beim Leeren samt seinem Nutzer erkannt wird und ihm das entsprechende Müllgewicht zuordnet. Um Verwechslungen beim Befüllen der Biotonnen und Restmüllbehälter vorzubeugen, empfiehlt die Stadtverwaltung den Bürgerinnen und Bürgern, ihre jeweilige Tonne individuell zu kennzeichnen. Das Material dafür sollte wetterfest sein.

Gibt es Schlösser für die Tonnen?

Schon bisher konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre Restmülltonne mit einem Schloss abschließen, um zu verhindern, dass Unbekannte ihren Müll unerlaubt in der fremden Tonne entsorgen. Dies wird auch weiter möglich sein. Deshalb gilt: Wer heute ein Schloss an der Restmülltonne hat, kann es abschrauben und mit Hilfe einer Schablone an der neuen Tonne anbringen. Diese Schablone gibt es im Bauhof der Stadt Wangen im Allgäu. Dort können Interessenten auch die Schlösser zum Preis von 28,50 Euro erwerben.

Die schwarze Biotonne hat einen braunen Spezialdeckel, der verhindert, dass lästige Gerüche auftreten und Insekten in die Tonne eindringen. Damit er funktionsfähig ist, muss er vor Beginn der Nutzung mit Wasser begossen werden. Später wird er automatisch von Regenwasser feucht gehalten. Auch ein umlaufender Gummiring am Deckel dichtet die Biotonne ab. Wegen dieser Technik kann die Biotonne allerdings nicht mit einem Schloss versehen werden.

Ab wann kann man die neuen Tonnen benutzen?

Voraussichtlich Mitte Januar 2016, also nach den Feiertagen, wird der Austausch endgültig vollzogen. Dann fährt ein Fahrzeug der Müllentsorgerfirma und leert die alten Restmülltonnen. Ein weiteres Fahrzeug kommt kurze Zeit später hinterher und holt die leere Tonne ab. Witterungsbedingt kann sich diese Aktion unter Umständen verschieben. Dann erst dürfen die neuen Müllbehälter auch befüllt werden.

Wie oft werden die beiden Tonnen geleert?

Die Biotonne und die Restmülltonne werden im wöchentlichen Wechsel geleert, so dass jede Tonne alle zwei Wochen an der Reihe ist. Informationen dazu gibt es auf der Homepage der Stadt Wangen unter www.wangen.de und in den Mitteilungsblättern der Ortschaften.

Wie entwickeln sich die Gebühren?

Die Frage, wie hoch die Gebühren für die Entsorgung der Biotonne sein werden, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beantworten. Die neue Gebührenordnung für Wangen tritt nach Zustimmung des Gemeinderats voraussichtlich im November 2015 in Kraft.

Zahlen und Fakten

Etwa 5000 Biomüll- und rund 10.500 Restmülltonnen werden in den kommenden Tagen ausgeliefert. Die Differenz  kommt zustande, weil sich Haushalte, die im Garten kompostieren, bei der Anmeldeaktion im Juli von der Pflicht eine Biomülltonne zu nehmen, befreien lassen konnten. Von diesem Recht haben viele Bürgerinnen und Bürger Gebrauch gemacht.

In der Biotonne dürfen folgende Stoffe entsorgt werden:

Küchenabfälle:
•    Obst- und Gemüseabfälle, Schalen von Süd- und Zitrusfrüchten
•    Eierschalen
•    Kaffeesatz/ Kaffeefilter
•    Teebeutel
•    Küchenrollen und Papiertüten
•    Gekochte und rohe Speisereste
•    Verdorbene Lebensmittel

Pflanzenabfälle:
•    Hecken- und Pflanzen (zerkleinert)
•    Rasenschnitt und Laub
•    Stroh und Heu
•    Topf- und Balkonpflanzen
•    Unkräuter/ Wildkräuter
•    Verwelkte Schnittblumen

Sonstige Abfälle:
•    Haare
•    Federn
•    Kleintierstreu (Stroh/Holz)
•    Katzenstreu (Stroh/Holz)

Info: 

Bei allen Fragen um die Einführung der Biotonne und den Tausch der Restmülltonen können die Bürgerinnen und Bürger per Email oder telefonisch an Detlef Huber, Claudia Stauer oder Gerhard Loritz im Steueramt der Stadt wenden.

detlef.huber@wangen.de oder Telefonnummer 07522 – 74140
claudia.stauber@wangen.de oder Telefonnummer 07522 – 74135
gerhard.loritz@wangen.de oder Telefonnummer 07522 – 74133

Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage der Stadt Wangen.

 

4. Wangen-Kalender führt an malerische Orte



Joachim Dempe hat die dritte Auflage seines Wangen-Kalenders herausgebracht und damit ein weiteres Mal bewiesen, wie fotogen die Stadt und die Umgebung sind.

Mit 13 Motiven zeigt der Freizeit-Fotograf Impressionen von Stadt und Land im Wechsel der Jahreszeiten. Er führt die Betrachter an bekannte Orte ebenso wie an eher selten besuchte, die aber oft ihren ganz besonderen Charme haben. Und er sucht seine ganz eigene Perspektive. Dempe geht mit seiner Kamera oft schon sehr früh oder ganz spät am Abend hinaus, beispielsweise an die Seen, um dort in aller Ruhe die Lichtstimmung zu genießen und fotografisch einzufangen.

So hat er für 2016 die Motive als „Thema mit Variationen“ zusammengestellt: Viermal geht es um Wasserflächen (Januar, März, Juni, August) und jeweils zweimal um den Pulverturm (Titelblatt, Juli) sowie das Rathaus (September, Dezember). Zu den malerischsten Motiven gehört sicher der Marktplatz im Winter. Dempe war dort und hat mit extremer Belichtungszeit und Weitwinkel gearbeitet und dann zu Hause am Computer mehrere Bilder übereinandergelegt. So entstand ein Foto, wie es beim analogen Fotografieren kaum möglich gewesen wäre: Die Lichter im Rathaus und in der Martinskirche leuchten aus den Fenstern, auch die sehr hellen oder dunklen Motivanteile sind noch klar erkennbar.

Rund 40 lokale Termine, die im Jahreslauf 2016 wichtig sind, stehen im Kalender, der auch dieses Mal durch die Qualität des entspiegelten Bilderdruckpapiers überzeugt. Das Layout ist so gehalten, dass sich die Käufer später an ihren Lieblingsmotiven - beispielsweise als gerahmte Fotos - noch länger erfreuen können.

Wer den Kalender haben möchte, sollte sich bald ein Exemplar der 600-Stück-Auflage sichern. Denn anders als früher wird es dieses Mal keinen Nachdruck geben.

Info: Der DIN-A-3-Fotokalender 2016 mit Motiven aus Wangen und seinen Ortschaften ist für 14,80 Euro in den Buchhandlungen Natterer und Ritter sowie in der Stadtbuchhandlung erhältlich, darüber hinaus auch in der Silberdistel, im Wangener Gästeamt und im Waltersbühl bei Nothhaft. Auf Joachim Dempes Homepage lässt sich der Kalender auch bequem von zuhause aus anschauen.



5. CD mit der „Sinfonie für Wangen“ liegt vor


Die CD der Stadtkapelle Wangen mit der eigens für das Stadtjubiläum komponierten "Sinfonie für Wangen" ist jetzt im Gästeamt zu haben.

Beim Festakt zum 1200-Jahr-Jubiläum der Stadt Wangen im Allgäu am 20. März 2015 hat die Stadtkapelle Wangen die feierliche Uraufführung der „Sinfonie für Wangen“ (Achte Sinfonie op. 148) von James Barnes präsentiert. Der amerikanische Komponist war eigens nach Wangen gereist, um bei der Premiere dieser besonderen Auftragskomposition dabei zu sein und leitete sie auch.

Zwei Tage nach dem Festakt spielte die Stadtkapelle die „Sinfonie für Wangen“ nochmals unter der Leitung von Musikdirektor Tobias Zinser bei ihrem Frühjahrskonzert. Dieses Konzert wurde als Live-Aufnahme mitgeschnitten und auf einer Doppel-CD zum Jubiläum veröffentlicht. Die „Sinfonie für Wangen“ ist ein historisches musikalisches Dokument unserer Stadt und für die Bürger der Stadt ein schönes, klingendes Andenken an das große Jubiläumsjahr.

Auch als Weihnachtsgeschenk wird diese CD sicherlich vielen Wangenern große Freude bereiten. Die CD enthält neben der 27-minütigen „Sinfonie der Wangen“ noch sechs  weitere vielseitige Blasorchesterwerke, darunter auch die beiden imposanten Wettbewerbsstücke „Variations on a Bach Chorale“ und „Audivi Media Nocte“, mit denen sich die Stadtkapelle Wangen im Mai 2015 beim Landesvorentscheid des Deutschen Orchesterwettbewerbs für den Bundesentscheid 2016 qualifizierte.

Info:
Die Doppel-CD gibt es für 10 Euro beim Gästeamt Wangen.



6. Mit Wangen liefert hat das Schleppen ein Ende

Die Kundinnen und Kunden der Leistungsgemeinschaft Handel und Gewerbe (LGHG) dürfen den Slogan „Wangen punktet, Wangen liefert auch“ wörtlich  nehmen. Sie können unbeschwert in der Stadt einkaufen und sich die Waren am Tag danach ganz bequem zu sich nach Hause bringen lassen. „Ein Ziel dieses Liefersystems ist es, dem Internethandel etwas entgegenzusetzen“, wie der Geschäftsführer der Leistungsgemeinschaft Handel und Gewerbe, Christoph Morlok, sagt.

Die Waren werden auf Kundenwunsch nach dem Kauf im Geschäft verpackt und dann von dort zu einer von drei  Sammelstellen im Stadtgebiet gebracht. Diese Stellen sind in der Altstadt die Schwäbische Zeitung und das Stoffhaus Fidel Hiller, im Waltersbühl Schreibwaren Nothhaft. Am nächsten Tag werden die Waren beim Kunden oder einer vom Kunden bestimmten Ersatzperson, zum Beispiel einem Nachbarn, ausgeliefert.

Nützlicher Service

Nützlich ist der neue Dienst in vieler Hinsicht. Egal, ob jemand Haushaltswaren oder Kleidung kauft und sie nicht selber nach Hause transportieren möchte, oder ob jemand eine Uhr oder Schuhe reparieren und sie sich dann heimschicken lassen möchte – all das ist mit dem neuen Service der Leistungsgemeinschaft Handel und Gewerbe möglich.

Dabei geht es nicht nur darum, den Einkauf für den Kunden so angenehm und bequem zu machen. Die Leistungsgemeinschaft hat auch den demografischen Wandel im Blick. Immer mehr ältere Menschen brauchen Güter. Sie nach Hause zu transportieren ist für sie oft beschwerlich. Der Erlebniseinkauf in Wangen wird durch den neuen Lieferservice also um eine neue, wichtige Komponente erweitert. Der Vorteil: Man sieht und fühlt, was man kauft, und man bekommt als Kunde kompetente Beratung in den Fachgeschäften vor Ort. Den Transport übernimmt dann ein Dienstleister.

Leistungsfähiger Partner im Boot

Für diese Art der Kundenbetreuung hat die Leistungsgemeinschaft Handel und Gewerbe mit südmail aus dem Hause Schwäbisch.Media einen kompetenten Partner gefunden. Die Geschäfte bringen die Pakete täglich zu drei Sammelstellen im Stadtgebiet. Dort holen die Fahrer von südmail die Pakete ab, sortieren sie und liefern sie am folgenden Tag aus. Ausgeschlossen von diesem Lieferservice sind lediglich verderbliche Waren wie z.B. Lebensmittel.

Wilhelm Zürn, Geschäftsführer von Schwäbisch Media in Wangen erläutert, weshalb südmail ein passender Partner für so ein System ist: „Wir sind am Nachmittag in der Stadt, um Briefe abzuholen. Dann nehmen wir auch die Pakete der Leistungsgemeinschaft Handel und Gewerbe mit.“ Weil das Unternehmen nachts im Verbreitungsgebiet der Schwäbischen Zeitung täglich 160.000 Tageszeitungen und 90.000 bis 100.000 Sendungen tagsüber mit südmail ausliefert, können auch die Pakete der Leistungsgemeinschaft Handel und Gewerbe zugestellt werden.

Fotos: Christoph Morlok


7. Aktionsbündnis stellt Stadtkaffee vor
Das Aktionsbündnis Fairtrade hat bei der fairen Woche im September den Wangener Stadtkaffee auf dem Marktplatz vorgestellt. Der Stadtkaffee ist eine Sonderröstung und Mischung von 80 Prozent Nicaragua Kaffee und 20 Prozent Äthiopien Kaffee aus der Region Sidamo. Beide Sorten sind 100 Prozent Arabica Bohnen. Der Stadtkaffee wird von der Genossenschaft dwp Ravensburg eingeführt, geröstet und in der Behindertenwerkstatt der Bruderhaus Diakonie Ravensburg etikettiert. Die Etiketten wurden von der Agentur ffi GmbH aus Wangen gestaltet und von Die Grafik- und Druckwerkstatt gedruckt.

Wer wissen wollte, warum das so ist und warum es dem Fairtrade Town-Bündnis wichtig ist, diesen Kaffee zu vertreiben, konnte am Marktplatz viel dazu erfahren. Der im Vergleich mit Discounterware hohe Preis erklärt sich, weil die Kaffeebauern für ihre Arbeit fair bezahlt werden, wie Bernhard Baumann immer wieder sagte. „Es geht dabei um die Würde des Menschen und diese Würde hat ihren Preis“, sagte er. Der Lohn ermöglicht es den Bauern, ihre Kinder in die Schule zu schicken. In anderen Arbeitsverhältnissen müssen oft die Kinder mitarbeiten.

Frisch gebrüht wurde der Kaffee auf dem Marktplatz ausgeschenkt und fand großen Zuspruch. Wer mochte, konnte den Kaffee mit „sternenfairer Milch“ mischen, die von Josef Diem und Josef Halder vorgestellt wurde. Beide Landwirte liefern ihre Milch an einen Betrieb, der ihnen dafür mindestens 40 Cent pro Liter bezahlt. Das sei ein fairer Preis, sagten beide. Die Milch habe einen hohen Anteil an Grünfutter. Bei der Fütterung der Tiere werde außerdem auf Mais und Kraftfutter verzichtet. Deshalb enthält die Milch nicht nur wichtige Inhaltsstoffe. Die Produktion gilt auch als bienenfreundlich. Die Milch wird über Rewe verteilt.

Bürgermeister Ulrich Mauch zeigte sich bei der Verkostung begeistert von dem Kaffee. „Das ist ein ganz hervorragendes Angebot“, sagte er. Mauch hob auch das Engagement der Fair Trade-Aktiven und aller, die in der Stadt mit fairen Produkten  handeln, hervor.  Bei Kaffee sind das unter anderem die Firma Hensler mit ihrem Wangen-Kaffee und die Kaffeerösterei Jehle, die wann immer möglich, fair gehandelten Kaffee verarbeitet. Die Familie Endres, Kürschner Mayer, nutzte den Aufruf der Leistungsgemeinschaft Handel und Gewerbe, sich an dem Aktionstag zu beteiligen, und präsentierte Waren aus fairer und nachhaltiger Herstellung wie Pelze, vor allem aber Jeans, Socken und Produkte aus Opossum Merino Wolle.

Info:

Zu kaufen ist der Wangen-Kaffee in 250 g- und 500 g-Päckchen im Weltladen EL SOL. Das Pfund kostet 9,20 Euro.



8. Die Saison im Eisstadion beginnt



Der Förderverein Eisbahn Stefanshöhe läutet die Wintersaison ein.  Seit Kurzem haben die Helfer des Fördervereins Kunsteisstadion Stefanshöhe in den Nächten Eis aufgebaut und weiße Farbe aufgetragen, die hilft, dass bei starker Sonneneinstrahlung das Eis nicht so stark taut. Dann kamen die Linien fürs Eishockey-Spiel dazu.
So kann die Eisbahn in den Herbstferien öffnen. Sie wird in dieser Zeit laut Plan täglich von 16 bis 18 Uhr für den Publikumslauf geöffnet sein. Nur zu warme Witterung könnte diesen Zeitplan noch durcheinander bringen.

Unser rechtes Bild zeigt von links:  Helmut Bäuerle, Jürgen Pelkner, Martin Quass-Kohn, Doris Kruzinski, Katrin Müller-Harpeng und Dieter Henniger (von links) vom Förderverein Kunsteisstadion Stefanshöhe.




9. Bürgerstiftung unterstützt SFZ und Sport



Die Bürgerstiftung Wangen hat bei ihrer jüngsten Sitzung die Unterstützung zweier Projekte beschlossen. Zum einen profitiert der Wangener Ableger des Schülerforschungszentrums mit Sitz in Bad Saulgau, zum anderen bekommen Kristina Gunzelmann, die als zugehender Sozialdienst im Auwiesenweg arbeitet, und die Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Wangen, Marina Teichmann, Unterstützung  für ihr gemeinsames offenes Sportprojekt im Auwiesenweg.

Überzeugende Präsentation

Drei Jungs der SFZ-Gruppe und ihr Mentor Berthold Bungard zeigten den Mitgliedern der Bürgerstiftung, womit sie sich in ihrer Freizeit beschäftigen. Sie lernen beispielsweise Computersprachen und  programmieren dann damit. So lassen sie beispielsweise Roboter über einen Parcours fahren. Und genau das demonstrierten sie den staunenden Mitgliedern von Stiftungsvorstand und Stiftungsrat bei deren Sitzung im Historischen Sitzungssaal des Rathauses. Auf einem eigens aufgebauten kleinen Parcours bewegten sich die Roboter.
Berthold Bungard erzählte, wie das SFZ in Wangen entstanden ist. Die Gruppe kam vor zwei Jahren zusammen. Berthold Bungard, Vater von Tobias, der Mitglied in der Gruppe ist, hatte seinen Sohn ein Jahr lang freitags nach Bad Saulgau ins Schülerforschungszentrum (SFZ) gefahren. Des Fahrens müde, stieß er die Gründung einer Außengruppe des SFZ in Wangen an. Die Wangener Gruppe ist eine von insgesamt acht SFZ-Standorten in Südwürttemberg. Derzeit treffen sich die Schüler und ihre Betreuer in der Praßbergschule, wo es allerdings sehr beengt zugeht.  

Die Bürgerstiftung Wangen hatte im Frühjahr beschlossen, die Gruppe zu unterstützen. „Wir brauchen Nachwuchs in den MINT-Fächern. Denn die Interessierten in den naturwissenschaftlichen Fächern sind die Ingenieure der Zukunft“, sagte der Stiftungsvorsitzende Volker Leberer zur Begründung. So erhielt das SFZ Wangen vor den Sommerferien zur Anschaffung von Laptops und Bausätzen eine Summe von 5000 Euro. Nun stimmten die Gremien zu, noch einmal 3000 Euro freizugeben.

Neues offenes Sportprojekt geplant

Kristina Gunzelmann und Marina Teichmann hatten die Bürgerstiftung um 1400 Euro gebeten. Sie planen im Auwiesenweg ein offenes Sportprojekt für junge Männer. Gründe gibt es mehrere. Hier seien nur drei exemplarisch genannt: Junge Männer aus der Siedlung fordern für sich ein Freizeitangebot so wie es eines für Mädchen gibt. Bürger, die im Auwiesenweg wohnen, berichten immer wieder von Vandalismus. Kristina Gunzelmann vom zugehenden Sozialdienst beobachtet immer mehr junge Männer, die sich draußen aufhalten und sich sinnvoll betätigen wollen. Deshalb soll es für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 13 und 20 Jahren ein Sportangebot geben. Dort können sich die jungen Männer dann über den Sport und außerhalb ihrer Rollen als Auwiesenwegbewohner oder Flüchtling kennenlernen. Partner ist die MTG, die auf der Basis von „Freelatics“ ein Sportprogramm erarbeitet.

Dieses Fitnessprogramm kombiniert Ausdauertraining und Übungen mit Eigengewichten. Ziel ist es, einen möglichst athletischen Körper zu erlangen und die Fitness und die Ausdauer zu steigern. Im Hintergrund steht der Gedanke, dass junge Erwachsene sich auf diese Weise körperlich auspowern können und in der Nachbarschaft ein Kennenlernen über den Sport möglich ist. Zudem sind die Übungen so ausgelegt, dass man sie an jedem beliebigen Ort ausführen kann und dafür keinerlei Hilfsmittel bedarf. Bevorzugt finden die Übungen und das Ausdauertraining im Freien statt. Die MTG stellt gegen Aufwandsentschädigung einen BA-Studenten zur Verfügung. Außerdem wird ein Anerkennungspraktikant vom städtischen Jugendhaus mit vor Ort sein. Die Bürgerstiftung Wangen erachtet auch dieses Projekt für sinnvoll und gab 1400 Euro für die Unkosten.




10. Besondere Konzerte zum Jubiläum



Eine Reihe interessanter Konzerte ist im November in Wangen geplant.
Am Samstag, 7. November, um 19.30 Uhr gibt es ein Konzert mit Werken von fast vergessenen Wangener Komponisten in St. Martin. Im Jubiläumsjahr der Stadt wollen die Veranstalter Berthold Büchele und Georg Enderwitz Werke von Judas Thaddäus Schnell, Konstantin Steingaden, Honorat Reich, Raphael Weiß, Franz Xver Bucher, Alfons Vögele, Oswald Joos und Franz Peter wieder ins Bewusstsein der Wangener rücken. Karten gibt es an der Abendkasse.

Die Jugendmusikschule Württembergisches Allgäu wartet am Samstag, 21. November, um 17 Uhr im Festsaal der Freien Waldorfschule mit einem Gala-Konzert auf, bei dem die Chöre der JMS unter der Leitung von Christian Feichtmair, das Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Katja Lesemann, das Jugendblasorchester unter der Leitung von Reiner Hobe sowie Lehrkräfte der JMS mitwirken. Der Eintritt frei.

Am Sonntag, 22. November um 17 Uhr führt der Oratorienchor in der St. Ulrichskirche die Messe in C, op 86 von Ludwig van Beethoven und die Bachkantate „Wachet! betet! betet! wachet!“ (BWV 70a und 70) auf. Karten gibt es im Vorverkauf im Musikhaus Förg.




11. Benefizvorstellung im Puppentheater


Das Wangener Puppentheater gibt eine Sonderveranstaltung für das vom Erdbeben im April noch immer gebeutelte Nepal. Termin ist Sonntag, 8. November, um 16 Uhr im Wangener Puppentheater.

Sven von Falkowski unterstützt damit das Ehepaar Drescher aus Ratzenried bei seiner caritativen Arbeit für das Land zwischen Indien und China. Susanne und Harald Drescher setzen sich seit Jahren für Nepal ein und werden dafür sorgen, dass die Einnahmen komplett in zuverlässige Hände vor Ort gelangen. Sie sind vor kurzem von ihrer zehnten Reise ins Land am Himalaya zurückgekehrt und sind erschüttert, wie wenig sich nach dem Erdbeben im April getan hat.

Noch viel Zerstörung in Nepal

Noch immer – so berichten sie – sei rund ein Fünftel der Hauptstadt Kathmandus zerstört – so wie nach dem Beben. Außer ein paar mehr oder weniger kosmetischen Eingriffen an den touristisch wichtigen Punkten in der Stadt, habe sich nichts getan. Und in den Dörfern, die von der Hauptstadt entfernt liegen, tue sich von Seiten des Staates noch weniger. Zwar habe die internationale Gemeinschaft sehr schnell Gelder in Höhe von 3,8 Milliarden Euro bereitgestellt. Doch diese Gelder kämen nicht bei der Bevölkerung an. Fotos, die Susanne und Harald Drescher entweder selber gemacht oder von Gewährleuten bekommen haben, zeigen zerstörte Häuser und Menschen, die verzweifelt auf Hilfe hoffen. Ähnliches berichtet SAI, die Erdbebenhilfe des Südasien-Instituts der Universität Heidelberg auf seiner Homepage.

Die Lage habe sich kurz vor ihrer Abreise Mitte Oktober noch weiter verschlechtert, weil nun auch die Grenzen zwischen Südnepal und Indien wegen politischer Zwistigkeiten geschlossen worden seien. Deshalb kommen nur sehr geringe Mengen an Benzin, Kerosin- und Gaslieferungen ins Land. Benzin sei deshalb derzeit nur auf dem Schwarzmarkt für umgerechnet 5 Euro pro Liter zu bekommen. Das Durchschnittseinkommen eines Nepali lag in Zeiten vor dem großen Beben bei rund 200 bis 280 Euro pro Jahr. „Es fahren nur noch Polizei, Rettungswagen, Feuerwehr und ein paar wenige andere, die für die Infrastruktur des Landes wichtig sind. Alle anderen zahlen hohe Benzinpreise oder hatten sich rechtzeitig einen Vorrat angelegt“, sagt Harald Drescher.

Handel eingefroren

Auch der Handel mit anderen Gütern sei völlig eingefroren. Für das Land, das nach dem Erdbeben zuerst den kompletten Zusammenbruch des Tourismus erlebte, ist das ein weiterer Schlag. Denn damit können die Nepalis ihre Stick- und Webwaren, aber auch ihre kunsthandwerklich schönen Arbeiten nicht mehr auf den internationalen Markt bringen. Solche Waren haben die Dreschers gerade jetzt wieder eingekauft, um sie in der Region zu verkaufen und den Erlös nach Nepal zu bringen.

Glück im Unglück hatte eine Mädchenschule, die von den Dreschers seit 2009 finanziell unterstützt wird. Die Arya Tara Schule in Pharping, 17 Kilometer südlich von Katmandu gelegen, wurde zwar von dem Beben getroffen, doch ein Statiker befand, dass zumindest der Schlaftrakt für eine weitere Nutzung stabil genug sei. Die Schule ist eines der sozialen Projekte, die von der buddhistischen Nonne, Ani Choying Drolma (auch bekannt als die singende Nonne aus Nepal) in ihrer Heimat organisiert und finanziert werden.

Schülerinnen nehmen Erdbebenhilfe selber in die Hand

Die jungen Frauen, die dort als Lehrerinnen arbeiten und die älteren Schülerinnen seien seit dem Erdbeben immer wieder zu Fuß in die von Kathmandu weiter abgelegenen Dörfer gegangen, um für Hilfe zu sorgen. „Die Menschen sind sehr verärgert über die Regierung, die sich in den vergangenen Monaten statt um die Folgen des Erdbebens um die Neuauflage einer Verfassung und jetzt um die Präsidentschaftswahl kümmert“, erzählen Susanne und Harald Drescher. Wenn etwas vorangehe, so stünden oft private Initiativen dahinter. Dass Ani Choying helfen kann, hat auch mit ihrem internationalen Unterstützer-Netzwerk zu tun. In Deutschland sind es unter anderem die Dreschers, aber auch der Verein Ani Choying Hilfe Nepal e.V. in Köln, der Spenden nach Nepal weitergibt.

Kontakt:
Telefonnummer 02221 2338381, www.choying.de. Spendenkonto: 1988 8888 87, Sparkasse KölnBonn, BLZ: 370 501 98, IBAN DE60 3705 0198 1988 8888 87, BI: COLSDE33



Im Interview erläutern Susanne und Harald Drescher, wie ihre kleine private Unterstützung für Nepal funktioniert.

Woher kommt Ihr Engagement für Nepal?
2007 flogen wir das erste Mal nach Nepal. Damals kamen wir als Wandertouristen und waren von Anfang an fasziniert von dem Land, seiner Natur und seinen Menschen. Seither waren wir jedes Jahr dort.

Sie unterstützen die Arya Tara Schule in Pharping. Weshalb?
Wir haben diese Mädchenschule 2009 kennengelernt. Es ist unglaublich, wie hier durch Bildung den Mädchen ab fünf Jahren ein eigenständiges Leben ermöglicht wird. Nepal ist eine streng patriarchalische Gesellschaft, in der Frauen zwar sehr viel arbeiten und in vieler Hinsicht das Leben der Familien organisieren. Jedoch anerkennt die Gesellschaft das nicht. Deshalb liegt uns die Schule von Ani Choying sehr am Herzen. Sie ertüchtigt die Mädchen, dass sie auf eigenen Füßen stehen können.

Wie helfen Sie?
Wir versuchen auf zwei unterschiedlichen Wegen Hilfe zu bringen. Das eine ist: Wir geben der Schule Geld, damit sie den Alltag für die rund 80 Mädchen bestreiten kann. Das Geld dafür erwirtschaften wir, indem wir im Land in kleinen, von Frauen betriebenen Läden unsere Waren kaufen: Schals oder Decken aus Wolle und Kashmir, Geldbörsen, Mäppchen, Schmuck, Taschen, Klangschalen, Räucherwerk oder Mützen und vieles mehr. All diese Dinge werden in kleinen Handwerksbetrieben von Frauen hergestellt, die damit sich und ihren Familien das Auskommen sichern.

Sind die Waren gelabelt?
Sie haben kein Label im Sinne von Fair Trade Town, aber wir können versichern, dass diese Waren unter anständigen Bedingungen in Nepal hergestellt sind. Es werden also keine giftigen Chemikalien verwendet und die Frauen werden ordentlich bezahlt. Gute Arbeitsbedingungen und keine Kinderarbeit sind ein weiteres wichtiges Kriterium für den Einkauf.

Was macht Sie da so sicher?
Wir schauen uns die Betriebe an und da wir nicht angemeldet kommen, gibt es auch keine Zeit, Dinge zu verbergen. Insofern können wir absolut sicher sein, dass hier fair produziert wird.

Und diese Waren verkaufen Sie in Deutschland?
Ja, diese Sachen bringen wir entweder direkt mit oder lassen sie als Frachtgut schicken. Wir verkaufen sie auf Weihnachts- und anderen Märkten oder bauen auch am Rand von Veranstaltungen gern unseren Stand auf, wenn das gewünscht ist. So sind wir zum Beispiel auch im Sommer in Haigerloch auf der Schwäbischen Alb beim Kunst- und Handwerkermarkt.

Wurden Sie schon mal gefragt, ob Sie mit diesen Verkäufen vielleicht Ihren Urlaub finanzieren?
Ja, diese Fragen kennen wir. Aber es ist definitiv so, dass wir die Reisen aus eigener Tasche finanzieren. Das Geld, das wir über den Verkauf der Waren aus Nepal erwirtschaften, geht eins zu eins dorthin wieder zurück.

Wo trifft man Sie in der nächsten Zeit?
Wir sind am 21. November beim Adventsmarkt in Vogt, am 28. November in der Freien Waldorfschule in Wangen, am 1. Advent, 29. November, in Scheidegg beim Adventsmarkt und auf jeden Fall am 4. Advent beim Adventskonzert des Heimatvereins Ratzenried. Und wir hoffen auch noch auf einen Platz auf einem der Weihnachtsmärkte in Wangen.




12. Ende November ist Weihnachtsmarkt


Die Wangener Weihnachtsmärkte an den vier Samstagen vor dem großen Fest und an zwei Freitagen wecken Vorfreude. Start ist am Freitag, 27. November 2015, mit dem kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt im Waltersbühl von 11 bis 18 Uhr.

Weiter geht es am Samstag, 28. November, mit dem Weihnachtsmarkt in der Altstadt von 10 bis 20 Uhr. Unter den roten Dächern ihrer Stände bieten dort einheimische Künstler, caritative Vereine und Gruppen, aber auch Erzeuger aus der Region kunstvolle Dinge an. Auch Gaumenkitzler sind für jeden Geschmack dabei. Kein Weihnachtsmarkt gleicht dem nächsten. So lockt der Budenzauber jedes Mal wieder neu zum Bummeln in die malerische Altstadt.

Programm für Kinder

Am Freitag, 18. Dezember, sind die Wangener Fachgeschäfte beim  langen Einkaufsabend bis 20 Uhr geöffnet. Auf dem Marktplatz können Kinder an diesem Abend Stockbrot backen.

Kinder lädt die Leistungsgemeinschaft Handel und Gewerbe an den Samstagen 28. November und 5. Dezember ins Kino Sohler jeweils um 14 Uhr ein. Am 12. und 19. Dezember gibt es jeweils von 11 bis 16 Uhr ein Bastelangebot in der Stadtbücherei. Das beliebte Christkindelpostamt findet am 5. Dezember von 13 bis 16 Uhr im katholischen Gemeindehaus St. Martin statt. An allen vier Samstagen bietet die Jugendkunstschule von 10 bis 12 Uhr an, in ihren Räumen im GEG-Gebäude, Bahnhofplatz 2, mit Kindern zu malen.

Infos zur Weihnachtszeit wird es dann unter weihnachtsmarkt-wangen.de und wangener-weihnachtsmarkt.de geben.

Fotos: Christoph Morlok




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